1. Mai 2017 DIE LINKE. Leipzig, Das muss drin sein.

1. Mai: Arbeit und Reichtum umverteilen!

Veranstaltungsprogramm der Leipziger LINKEN zum Internationalen ArbeiterInnenkampftag.
Für immer mehr Menschen ist ein Leben wie im Hamsterrad längst normal geworden. Arbeiten bis zum Umfallen, Überstunden ohne Ausgleich, von Job zu Job hetzen und trotzdem die Miete nicht zahlen können. Die Zeit fehlt für die Familie, für Freunde oder einfach Entspannung. Psychische Erkrankungen und Burnout durch Überlastung und Arbeitsstress sind zu einer gesellschaftlichen Krankheit geworden. Das steht für ein gesellschaftliches Problem: Die Arbeitszeiten driften immer mehr auseinander, die Arbeit und der Reichtum sind in dieser Gesellschaft falsch verteilt.
Während die einen unter Überlastung und Erschöpfung leiden, finden andere keinen Job oder müssen sich unfreiwillig mit Teil-zeit oder schlecht bezahlten Mini-Jobs abfinden. Sie sind oft arm trotz Arbeit, müssen mit Hartz IV aufstocken. Viele müssen mehrere Jobs machen, weil die Löhne zu niedrig sind. Besonders Frauen und Alleinerziehende werden in schlechte Arbeitsverhältnisse gedrängt. Am Ende des Arbeitslebens droht für immer mehr Menschen die Altersarmut. Während sich der Reichtum immer weiter konzentriert, so besitzen mittlerweile 8 Personen so viel wie die Hälfte der Menschheit, sind große Teile der Bevölkerung zudem von Altersarmut bedroht. DIE LINKE fordert: Arbeit und Reichtum umverteilen statt Dauerstress und Existenzangst! Wir werden auf verschiedenen Ebenen Druck machen für die Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums und eine Verkürzung der Arbeitszeit. Und dies nicht nur am 1. Mai.
Im Umfeld des 1. Mai 2017 organisiert die Leipziger LINKE verschiedene Veranstaltungen. Dazu gehören:

Streik 2.0 – Arbeitskampf im 21. Jahrhundert

Dienstag, 18. April 2017, 19:00 Uhr
INTERIM, Demmeringstraße 32

Sichere Arbeitsplätze, ein schönes Leben und materiell absichernde Löhne sind derzeit für Millionen Menschen in Deutschland nur irreale Wunschvorstellungen. Ein Viertel der Beschäftigten arbeitet bereits in unsicheren bzw. prekären Arbeitsverhältnissen wie Leiharbeit, Werkverträgen, befristeter Beschäftigung, Minijobs oder Scheinselbständigkeit. Angesichts dessen, müssten die Gewerkschaften als Interessenvertreter der ArbeitnehmerInnen aus allen Nähten platzen. Die Realität sieht leider ganz anders aus: Statt steigender Mitgliedszahlen klagt ein Großteil der Gewerkschaften über immer weniger Mitglieder.
Die Arbeitsplätze in der Industrie nehmen hierzulande ab, mehr und mehr Menschen sind in Dienstleistungsunternehmen beschäftigt. In Zeiten globaler Digitalisierung und immer größerer, international agierender Konzerne müssen sich auch die Formen der Arbeitskämpfe verändern.
Welche Gestalt können bzw. sollten diese im 21. Jahrhundert annehmen? Wie bereiten sich die Gewerkschaften, als klassische ArbeiterInnenvertretungen auf diese Situation vor? Und welche Rolle können und sollten sowohl DIE LINKE als auch die linken außerparlamentarischen Organisationen beim Arbeitskampf im 21. Jahrhundert spielen?
Podiumsdiskussion mit:

  • Thomas Schneider Gewerkschaftssekretär ver.di, Bereich Handel
  • Nico Brünler MdL, Sprecher für Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik
  • Japser Petschat Mitglied des Streik Soli Bündnisses Leipzig

Spezifische Altersarmut Ost – Schluss mit Ungerechtigkeiten!

Sonnabend, 22. April 2017, 10:00 Uhr
Frauenkultur e.V., Windscheidstraße 51

Die Rente ist in aller Munde. Wenn es um den Osten geht, haben viele nur die lange überfällige Angleichung der Rentenwerte Ost an West im Blick. Sie soll nun kommen - bis 2025 - ist dann alles okay? Wen betrifft die Altersarmut? Ist unser Rentensystem überhaupt zukunftssicher?
Diese Fragen werden wir in der Veranstaltung zum Thema Alterarmut Ost diskutierten. Zu Gast sind Dr. Martina Bunge, Sozialministerin a.D. und Erik Wolf, DGB-Geschäftsführer Region Leipzig-Nordsachsen. Mit ihnen spricht Dr. Barbara Höll, stellvertretende Vorsitzende DIE LINKE. Leipzig.

 

Gute Arbeit – sicher, tariflich bezahlt und mitbestimmt!

Mittwoch, 26. April 2017, 18:30 Uhr
Liebknecht-Haus, Braustraße 15

Prekären Beschäftigungsformen wie z. B. sachgrundlose Befristung, Leiharbeit, Minijobs und Arbeit auf Abruf, haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen und führen neben Unsicherheit und Armut auch zu schlechten Arbeitsbedingungen. Diese Politik der sozialen Spaltung schwächt gleichzeitig die Gewerkschaften. Solidarität ist aber notwendig um Arbeits- und Lebensbedingungen zu verbessern.
Konkrete Vorstellungen der LINKEN zur Regulierung von prekärer Beschäftigung wird Jutta Krellmann an diesem Mittwoch-Abend zur Diskussion stellen. Sie ist Mitglied des Deutschen Bundestages und Gewerkschaftspolitische Sprecherin sowie Sprecherin für Arbeit und Mitbestimmung der Linksfraktion.

 

1. Mai Demonstration

Montag, 1. Mai 2017, 10:00 Uhr
Volkshaus, Karl-Liebknecht-Straße 32

Wir sehen uns bei den roten Fahnen. Im Anschluss an die Demonstration findet ab 11:00 Uhr die zentrale Kundgebung des DGB auf dem Leipziger Markt statt. Mehr Infos dazu hier.

 

1. Mai Hoffest

Montag, 1.Mai 2017, 15:00 Uhr
Liebknecht-Haus, Braustraße 15

Zum Abschluss der verschiedenen LINKE Veranstaltungen zum 1. Mai 2017 und als gemütlicher, feierlicher Ausklang des Internationalen Kampftages findet im Hof des Liebknecht-Hauses wieder das traditionelle Hoffest statt. Auf dem Programm stehen dabei sowohl Kaffee, Kuchen und Kultur als auch Gegrilltes, Getränke und Gespräche. Kommt vorbei.
 
Den 1. Mai Flyer der Leipziger LINKEN gibt es hier zum download.