14. September 2011 Dr. Volker Külow, Vorsitzender

Leipziger LINKE einigt sich auf zwei Kandidatinnen für OBM-Wahl 2013

Der Stadtvorstand der LINKEN in Leipzig hat sich auf seiner Sitzung am gestrigen Abend auf ein demokratisches Verfahren bei der Aufstellung eines eigenen, überzeugenden Kandidaten für die am Beginn des Jahres 2013 zu erwartende Wahl eines neuen Stadtoberhaupts geeinigt. Demnach treten Dr. Barbara Höll, Mitglied des Deutschen Bundestages, und Dr. Ilse Lauter, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat zu Leipzig, an, um in den kommenden Monaten in den verschiedenen Gliederungen des bundesweit größten Stadtverbandes der LINKEN ihre Ansichten für eine alternative linke Gestaltungspolitik vorzustellen und im Kreis der Parteimitglieder zu erörtern.

Am 9. März 2012 wird dann auf der zuständigen Vertreterversammlung die endgültige Festlegung auf eine der beiden Kandidatinnen folgen, die das höchste Amt in der Stadt Leipzig anstrebt. Es bleibt anschließend ein knappes Jahr, um im fortgesetzten Dialog mit den Leipzigerinnen und Leipzigern für linke Politik zu werben, Positionen zu erläutern und Vorschläge für eine soziale, auf die kraftvolle Weiterentwicklung der Stadtgesellschaft gerichtete Politik aufzunehmen. Die kommende Amtsperiode des Leipziger Stadtoberhaupts ab 2013 stellt angesichts großer kommunalpolitischer und sozialer Herausforderungen und zu erwartender neuer Justierungen der Politikebenen Kommune, Land und Bund besonders hohe Anforderungen an die Integrationskraft, den programmatischen Weitblick, die Verlässlichkeit gegebener Zusagen und die spürbare Berücksichtigung der Lebensleistung und der Lebenslagen aller Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt durch eine entsprechende Persönlichkeit an der Verwaltungsspitze.

Der Stadtvorstand der LINKEN unterbreitet mit der Nominierung von Dr. Barbara Höll und Dr. Ilse Lauter ihren Mitgliedern zwei personelle Vorschläge. Das Verfahren, auf das sich der Stadtvorstand der Leipziger LINKEN geeinigt hat, ist transparent und folgt guten demokratischen Gepflogenheiten, wie sie schon 2005 bei der Nominierung der damaligen Oberbürgermeisterkandidatin ausgeübt wurden. Dass beide Persönlichkeiten eine weibliche Note in die politische Auseinandersetzung einbringen, entspricht bester linker Politiktradition und unterstreicht die seit Langem begründete Ansicht, dass die Stadt Leipzig auch in dieser Hinsicht reif für einen Wandel und für eine aus der Stadtgesellschaft stammende Auffrischung ist. Das ist ein starkes Signal, das mit Bedacht und Augenmaß und strategischem Weitblick gesetzt wurde. Schon darin steckt eine klare Botschaft an die Stadtgesellschaft.