Kommunalwahlergebnisse im Leipziger Süden

26. Mai 2014

Für den Leipziger Süden ziehen nun in den Stadrat drei MandatsträgerInnen ein. Dies sind Juliane Nagel, Marco Götze und Adam Bednarsky. Die Wahlergebnisse und die Gewinne und Verluste im Einzelnen finden sie, sortiert nach den Ortsteilen des Wahlkreises 4 (Connewitz, Dölitz-Dösen, Lößnig und der Südvorstadt) und als Wahlkreis - Komplettüberblick in der Diashow, Bilder vom Wahlkampf auf unserer Facebook-Seite.


Kommunalwahlen in Leipzig

25.05.2014

Für die Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 ist die Leipziger LINKE nicht nur programmatisch, sondern auch personell gut aufgestellt. Der Stadtverband hat das Ziel stärkste Partei und damit Fraktion im Leipziger Stadtrat zu werden. Als DIE LINKE.Leipzig-Süd ist es unser Ziel im Wahlkreis 4 für 3 LINKE Mandate zu kämpfen. Unsere Ziele für den Leipziger Süden und unsere KandidatInnen sind im Folgenden zu sehen. Informationen zu den Wahlen zum Europäischen Parlament, die am gleichen Tag stattfinden, finden Sie hier. Der Wahlkampf kann beginnen!  


Süden für Alle!

Ja zu Freiräumen und (Sub-)Kultur

Die verschiedenen Potentiale des Leipziger Südens mit den alternativen Vierteln Südvorstadt und Connewitz, dem beschaulichen Dölitz und dem grünen Lößnig zu nutzen und zu stärken ist unser Anliegen.

DIE LINKE kämpft für gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen – von klein auf bis ins hohe Alter. Erfreulicher- weise steigt im Leipziger Süden die Anzahl von Kindern, weshalb die Schaffung von Kitaplätzen und wohnortnahen Schulen für uns eine hohe Priorität besitzt. Die Kinder- und Jugendhilfe sowie Sport- und Kulturangebote müssen erhalten und erweitert, statt abgebaut und gekürzt werden!

Der finanzielle Druck auf Mieterinnen und Mieter wird sich in den kommenden Jahren verstärken. Wir streiten weiter für ein - für alle - bezahlbares, soziales Wohnen im Süden. Niemand darf verdrängt werden! Dies gilt auch für die vielfältigen, soziokulturellen Freiräume.

Wir setzen uns für ökologische Fortbewegungsmittel ein. Deshalb wollen wir einen flächendeckenden, engmaschigen und preiswerten öffentlichen Nahverkehr sowie einen weiteren Ausbau von Fahrradwegen. Ebenso nötig ist der Erhalt grundlegender infrastruktureller Angebote, wie Sparkassen in jedem Ortsteil, offene und wohngebietsnahe Stadtteil- und Seniorentreffs. Kein Ortsteil darf abgehängt werden!

Der Leipziger Süden hat einen großen Anteil an Wald-, Wasser- und Grünflächen: Auwald, Wildpark, Seenlandschaft sowie Elster, Pleiße und Floßgraben. Aber auch der Erholungspark Lößnig-Dölitz, der AGRA-Park oder Projekte wie der Stadtgarten Connewitz gehören dazu. Diese müssen geschützt und ökologisch verträglich nutzbar sowie für alle zugänglich sein.


Im Leipziger Süden setzten wir uns ein für:

1. einen für alle bezahlbaren und sozialen Wohnraum;

2. den Ausbau der Kita- und Schulinfrastruktur;

3. den Erhalt von Kinder-, Jugend- und Senioreneinrichtungen;

4. die Förderung von selbstorganisierten Kultur- und Wohnprojekten;

5. den Ausbau von Rad- und Fußwegen und den Erhalt der Linie 9;

6. ein Entwicklungskonzept für das AGRA-Gelände im kommunaler Hand;

7. Erhalt und Ausbau der öffentlichen Infrastruktur (z.B. Sparkasse in Dölitz);

8. mehr öffentliche Freiräume (z.B. Bolzplätze, Parks);

9. die Unterstützung von Sportvereinen;

10. soziale Sicherheit statt Law-and-Order-Politik.


Kandidierende im Leipziger Süden - Wahlkreis 4

Am 25.05. drei Stimmen für DIE LINKE. Sie haben die Wahl.

Juliane

Juliane Nagel:
"Ich möchte eine Stadt für alle, nicht nur für wenige. Gerade in der wachsenden Stadt Leipzig braucht es neue Instrumente für einen sozialen Ausgleich. Ich will dafür sorgen, dass alle Kinder und Jugendlichen die gleichen gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten haben, dass Wohnraum für alle bezahlbar bleibt und dass sich alle das Straßenbahn- und Busfahren leisten können. Ich streite für eine Stadtgesellschaft, in der niemand aufgrund seiner Herkunft oder Lebensweise diskriminiert und ausgegrenzt wird. Nicht zuletzt braucht eine lebendige Stadt mehr Beteiligung und direkte Demokratie."

Juliane

Marco Götze:

"Als Lehrer liegen mir Schulen am Herzen. Herausforderungen sind steigende Schüler/innen/zahlen, Schulneugründungen, unterrichtsgemäße Ausstattung, Sanierung von Schulgebäuden. Kita- u. Schulkapazitäten sind dort zu schaffen, wo wir sie brauchen. Im Süden besteht dringender Handlungsbedarf. Schulneubauten müssen den Bedürfnissen entsprechen. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass knappe Mittel schwerpunktmäßig in den Kita- u. Schulausbau fließen und realistisch geplant wird."

Juliane

Nadja Guld:

"Prekäire Mobilität, arbeitskritischer Drogenkonsum, feministische Subkultur, Solidarität, Freiräume und Staatkritik. Selbstbestimmt ist yeah! Fernab von Schlagworten ist es die Kritik der Praxis, die mich treibt. Ich möchte an Prozesse anzuknüpfen, sie offen und niedrigschwellig für Alle gestalten, Hierarchien abbauen. Ich möchte mit Menschen und Personengruppen ins Gespräch kommen, mich mit ihnen vernetzten  und die LINKE als Partnerin in der Auseinandersetzung mit Gesellschaft auftreten lassen."

Juliane

Adam Bednarsky:

"Der Leipziger Süden ist durch eine (sub-)kulturelle Vielfalt geprägt, die es auch weiterhin tatkräftig zu erhalten und unterstützen gilt. Zunehmend übernehmen die Kinder in unseren Stadtteil das „Kommando“. Sie haben ein Recht auf gute und nahe Kinder- betreuung, auf gute Schulen, ein grünes Umfeld und altersgerechte Entfaltungs- möglichkeiten. Dazu zählt auch der Sport, dessen Vereine mit der Verbesserung der Infrastruktur gestärkt werden müssen. Erhalten wir gemeinsam das spezielle Flair im Leipziger Süden und begleiten vermeintliche Aufwertungsprozesse kritisch."

Juliane

Lisa Umlauft:

"Unser Ziel ist es, der Spaltung der Gesellschaft entgegenzuwirken und gleichwertige Lebensbedingungen zu schaffen. Wir wollen Armut verhindern, Hilfe anbieten, ohne zu bevormunden. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie die Einwohnerinnen und Einwohner leben wollen und welche Faktoren für sie wichtig sind. Es müssen intensivere Formen des Informationsaustausches zwischen den Kommunen und der interessierten Einwohnerschaft genutzt werden, etwa per Livestream oder Internet. Mir ist es wichtig Bürgernähe und Transparenz zu schaffen, denn linke Politik beginnt in der Kommune."

Juliane

Kay Kamieth:

"In Zeiten finanz- und weltwirtschaftlicher Krisen braucht es eine soziale politische Kraft, die sich konsequent für die Interessen der ökonomisch und damit oft auch sozial Benachteiligten einsetzt. Global und in Leipzig zerfällt der Kapitalismus immer deutlicher in Reich und Arm, Teilhabende und Ausgeschlossene, Verwertbare und scheinbar Wertlose. Diese Entwicklung ist hier und überall zu stoppen!
Ich möchte mich im Stadtrat deshalb gegen jegliche soziale Diskriminierung sowie für ein ökologisches Leipzig, im dem alle gern leben, einsetzen."

Juliane

Sandra Weiße:

Manchmal könnte man ja denken, dass es hier im Süden fast keine Nazis, keinen Rassismus, Antisemitismus oder andere Formen von Ausgrenzung und Diskriminierung gibt. Das ist jedoch nicht der Fall. Schließlich sind menschenfeindliche Ideologien nicht nur ein Problem so genannter "extremer Ränder" der Gesellschaft, sondern kommt auch aus der so genannten "Mitte" der Gesellschaft heraus. Ich möchte mich für konse- quenten Antifaschismus und Engagement vor Ort einsetzen und habe die feste Über- zeugung, dass die Existenz von Nazis nicht nur ordnungspolitisch gelöst werden kann.

Juliane

Max Wegener:

"Verdrängungsprozesse, z. B. durch Mietsteigerungen und Quartiersaufwertung, aber auch im öffentlichen Raum durch ordnungspolitische Maßnahmen wie die Beendigung illegaler, aber friedlicher Tanzveranstaltungen durch Polizei und Ordnungsamt sowie die Videoüberwachung bestimmter Bereiche wie dem Connewitzer Kreuz schließen Menschen aus der Stadtgesellschaft aus. Für mich ist es wichtig, dass die Stadt ein Ort für alle ist und nicht nur denen gehört, die es sich leisten können."

Juliane

Ben Kretzschmar:

"Leipzig ist eine vielfältige und lebendige Stadt, was gerade auch kulturell aktiven Gruppen und Personen zu verdanken ist, die ohne kommerzielle Vorzeichen gesellschaftlichen Raum beanspruchen. Menschen mitzunehmen und nicht über Preise und wie auch immer geartete Diskriminierungen auszugrenzen, ist ein verteidigenswerter Anspruch linker Sub- und Gegenkultur. Darüber hinnaus treffen Aufwertungsprozesse viele Menschen. Egal, ob die Punkerbude in Connewitz oder der Seniorentreff in Dölitz - Freiräume gehören verteidigt!"

Juliane

Matthias Tuta:

"Kleinstunternehmen und selbstständig Tätige prägen im Leipziger Süden das Stadtbild. Sie bieten wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze und leisten -meist mehr als die subventionierten Großansiedlungen auf der grünen Wiese mit Firmensitz in Irgendwo- ihren Beitrag zum Stadthaushalt. Sie sind für regionale, nachhaltige Wirtschaftskreisläufe unentbehrlich. Gerade ihre Vielfalt der Ideen und Konzepte sollte nicht durch unnötige Mietsteigerungen und Verdrängungen aufs Spiel gesetzt, sondern muss erhalten und stärker gefördert werden. Dafür setze ich mich ein."

Juliane

Christian Einax:

"Es muss mehr soziale Gerechtigkeit für das Lebensumfeld der Menschen in Leipzig, insbesondere beim Wohnen, entwickelt werden. Die Stadt muss grüner werden, nicht nur in Parks, auch im ÖPNV, öffentlichen Einrichtungen und in den Haushalten der Bürger."