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Die Linke startet Nachbarschaftsversammlungen gegen überhöhte Mieten

Die Linke Leipzig Mietkampagne

Mit insgesamt sechs Nachbarschaftsversammlungen in verschiedenen Leipziger Stadtteilen organisiert Die Linke Leipzig eine stadtweite Vernetzung von Mieter*innen gegen überhöhte Mieten. Den Auftakt machte am Mittwoch eine Versammlung im Leipziger Westen. Rund 20 Mieter*innen kamen im Erich-Zeigner-Haus zusammen, um über steigende Wohnkosten, die Mietwucher-App und gemeinsame Schritte für bezahlbares Wohnen zu beraten. In den kommenden Wochen folgen weitere Treffen in Reudnitz, Grünau, Ost, Nord und Süd/Mitte.

„Viele Mieter*innen ärgern sich über ihre Miete, fühlen sich aber allein mit dem Problem. Mit den Nachbarschaftsversammlungen bringen wir Betroffene zusammen und schaffen einen Ort, an dem aus Frust gemeinsames Handeln wird“, erklärt Nora Scharbach aus dem Koordinationsteam der Mietenkampagne „Die Stadt gehört uns allen“ von Die Linke Leipzig.

Seit Anfang 2025 haben bereits über 22.000 Leipziger*innen mit der Mietwucher-App geprüft, ob ihre Miete möglicherweise überhöht ist. Rund zwei Drittel der Berechnungen ergaben einen Verdacht auf Mietpreisüberhöhung oder Mietwucher. In über 6.000 Fällen ergab die Prüfung sogar einen Verdacht auf strafbaren Mietwucher.

Die Linke Leipzig fordert daher die Schaffung von mindestens 30 zusätzlichen Stellen in der Stadtverwaltung zur Bekämpfung von Mietpreisüberhöhung und Mietwucher sowie zur kostenlosen Beratung von Mieter*innen. Nach Angaben der Kampagne bearbeitet derzeit lediglich eine Sachbearbeiterin entsprechende Verdachtsfälle.

In der nächsten Phase der Kampagne soll ein Bürgereinwand auf den Weg gebracht werden, der im Rahmen der Haushaltsverhandlungen Ende des Jahres zusätzliche finanzielle Mittel für die 30 Stellen fordert.

„Das Beeindruckende war, dass alle Anwesenden ihre Meldungen bereits eingereicht hatten. Gemeinsam konnten wir uns daher der nächsten Phase der Kampagne widmen. Dabei haben wir ganz praktisch gesammelt, an welchen Orten wir weitere Menschen auf die Mietwucher-App und dem Bürgereinwand aufmerksam machen können“, so Tom Knappstein, ebenfalls Teil des Teams.

Mit den Nachbarschaftsversammlungen setzt Die Linke Leipzig auf direkte Organisierung vor Ort – um Betroffene zu vernetzen, Missstände sichtbar zu machen und gemeinsam für bezahlbares Wohnen in der Stadt aktiv zu werden.

Weitere Termine von Nachbarschaftsversammlungen:

Reudnitz, Volckmarstraße 5, am 30. Juni 17:30- 19:30 Uhr
Grünau, Stuttgarter Allee 9, am 1. Juli 18:00-20:00 Uhr
Ost, Torgauer Straße 80, am 1. Juli 18:30-20:30 Uhr
Nord, Georg-Schumann-Straße 126, am 2. Juli 18:00-20:00 Uhr
Süd und Mitte, Karl-Liebknecht-Straße 46, am 16. Juli 19-21:00 Uhr

 

Pressekontakt: 

leipzigfueralle@dielinke-leipzig.de 

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