GeMAInsam auf die Straße – geeint, organisiert und solidarisch!
In diesem Jahr ist der 1. Mai mehr als ein traditionelles Relikt der Arbeiter*innenbewegung!
Die aktuelle Regierungskoalition – bestehend aus SPD und CDU/CSU – greifen uns über Sozialstaatsreformen und Gesetze, die die Ausbeutung von abhängig Beschäftigten legitimieren, an.
Jetzt schon sparen sich alleinerziehende Mütter das Essen vom Mund ab, um ihren Kindern gesunde Mahlzeiten zu ermöglichen. Studierende geben mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Miete aus. Rentner*innen, die jahrzehntelang gearbeitet haben, sammeln Pfandflaschen, um über die Runden zu kommen. Immer mehr Menschen können sich im Winter das Heizen nicht leisten.
Diese Politik zeigt: Wir werden nicht mehr als Menschen gesehen, sondern als austauschbare Arbeitskräfte in einem System, in dem die Vielen schuften und Wenige profitieren.
Um uns auf Linie zu halten, werden täglich wirtschafts- und sozialpolitische Fehlentscheidungen auf uns abgewälzt. Armut wird moralisiert, politisches und staatliches Versagen individualisiert.
In Zeiten, in denen existenzielle Sorgen uns täglich begleiten, da Preise und Mieten seit Jahren schneller erhöht werden als die Löhne, führt dies zu Wut, Angst und Ohnmacht.
Gleichzeitig wird unsere Gesellschaft gespalten1: Lohnabhängige werden gegeneinander ausgespielt, während Reichtum nach oben umverteilt wird.
Nun sollen wir es auch wieder richten: Wir sollen schneller, länger und mehr arbeiten, um z. B. die Finanzlöcher in der Rentenkasse zu stopfen und gleichzeitig auf Gesundheitsleistungen für uns und unsere Familien verzichten, höhere Preise schweigend ertragen und mit ein bisschen mehr Leistungsbereitschaft dem Fachkräftemangel begegnen.
Zeitgleich steigen Abgeordnetendiäten, Konzerne und Superreiche werden mit Steuergeschenken geschont, während sie ihre Gewinnsteigerungen an Kriegen, Krisen und unserem täglichen Bedarf an einer Wohnung, Essen und Trinken erzielen. Steuertricksereien wie Cum-Ex oder die Erhöhung von Sozialabgaben für abhängig Beschäftigte werden geduldet. Milliarden für Aufrüstung und Militarisierung werden durch die Aufweichung der Schuldenbremse plötzlich möglich gemacht. Für Schulen, Kitas und Leistungen der Daseinsvorsorge ist seit Jahren angeblich kein Cent da und werden im Kürzungswahn auf Kosten von Beschäftigten, Patient*innen und Schüler*innen kaputtgespart.
Dabei ist klar: Es ist genug für alle da! Der enorme Druck, unter dem wir stehen, ist kein „Sachzwang“ und kein Versehen. Er ist das Ergebnis politischer Entscheidungen auf unserem Rücken – in einem System, das Profit über Menschen stellt.2
CDU/CSU und SPD treiben ihre Politik der sozialen Kälte voran. Die Reform des Bürgergelds ist nur der Anfang eines Angriffs auf alle Lohnabhängigen. Denn die Wahrscheinlichkeit, auf soziale Absicherung angewiesen zu sein, ist für uns alle höher, als Millionär*in zu werden.
Wir können uns diese Politik nicht länger leisten und wir sagen:Schluss damit!
Unsere Antwort auf die Politik der Bundesregierung ist:
- Ein Ende der systemischen Demontage des Sozialstaats sowie die sofortige Beendigung der politischen Angriffe auf bestehende Arbeiter*innenrechte
- Armutsfeste Löhne und gute Arbeitsbedingungen für alle
- Die Abschaffung der Schuldenbremse – und sofortige Investitionen in Sozial-, Bildungs-, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen, statt Milliarden für Waffen und die Kriegstüchtigkeit zu verpulvern
- Ein sofortiges Ende der Kürzungen der Sozialhaushalte auf Landes- sowie Bundesebene
- Wohnen für alle statt Immobilienspekulation, Wohnungsnotstand und Rendite mit der Miete
- Eine existenzsichernde, menschenwürdige Grundsicherung ohne Sanktionen und Schikanen statt Leistungsideologie und Standortnationalismus
- Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer statt sozialem Kahlschlag
- Die Einführung von Übergewinnsteuern bei Krisen- und Kriegsprofiten insbesondere für Energie- und Rüstungskonzerne
Wir können uns dabei nicht allein auf die Parlamente verlassen, da deren aktuellen Mehrheiten kein Ende der bestehenden Angriffe auf uns zeigen. SPD und Grüne sind mittendrin, um der CDU/CSU für ihren sozialen Kahlschlag die notwendigen Stimmen zu geben und ebnen mit dieser Politik den fruchtbaren Boden, dass die rechtsradikale AfD von der Wut und Ohnmacht vieler Menschen profitiert.
Doch ein gutes Leben für alle ist möglich – wenn wir es gemeinsam einfordern!
Wir brauchen einen grundlegenden Bruch mit den aktuellen Entwicklungen und ein Ende der Abwärtsspirale. Dafür braucht es uns auf der Straße, in den Betrieben, in den Kitas, Schulen und Unis! Lasst uns gemeinsam laut werden, uns organisieren und jeden Tag zum Arbeiter*innenkampftag machen!
Hierfür braucht es dich!
Komm am 1. Mai mit uns auf die Straße und lass uns gemeinsam die Verhältnisse auf links drehen:
- Neumitgliedertreffen des Stadtverbandes Die Linke Leipzig
Wann: Freitag, 24. April 2026, 18:30
Wo: Liebknecht-Haus (Braustraße 15) - DGB Demonstration
Wann: Freitag, 1. Mai 2026, 10:30 Uhr
Start: Volkshaus Leipzig (Karl-Liebknecht-Straße 32) - Kundgebung des DGB: „Erst unsere Jobs, dann eure Profite!“
Reden, Musik, Infostände und Familienprogramm
Wann: Freitag, 1. Mai 2026, ab 12:00 Uhr
Wo: Markt - Die Linke Hoffest im Liebknecht-Haus
Wann: Freitag, 1. Mai 2026, ab 15:00 Uhr
Wo: Liebknecht-Haus (Braustraße 15)
1 Wir leben in einer Klassengesellschaft. Während immer mehr Reichtum bei wenigen konzentriert wird, werden die arbeitenden Menschen gegeneinander ausgespielt. Dieser ständige Konkurrenzkampf soll verhindern, dass wir unsere gemeinsame Stärke erkennen und uns gemeinsam für unsere Interessen einsetzen.
2 Der Kapitalismus baut auf der Ausbeutung der Arbeit auf und hält sich durch die Spaltung der Beschäftigten an der Macht. Wir lassen uns nicht mehr gegeneinander ausspielen. Zeit für Solidarität – Zeit für politische Organisierung.
