Leipziger Linke unterstützt Schulstreik gegen Wehrpflicht und ruft zur Teilnahme auf

Die Linke Leipzig, Linksjugend Leipzig

Die Linke Leipzig begrüßt den für Freitag, den 5. Dezember, geplanten Schulstreik gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht und ruft zum Protest gegen die Militarisierung auf. Eine eigene Kundgebung beginnt um 11:30 Uhr in der Hainstraße vor dem „Karrierecenter“ der Bundeswehr. Die Partei fordert die Schulen auf, dass engagierte Schülerinnen und Schüler bei einer Teilnahme nicht mit Konsequenzen rechnen müssen.

Cornelia Falken, Stadträtin und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Leipziger Stadtrat, erklärt: „Politisches Engagement ist Teil demokratischer Bildung. Schulen könnten die Teilnahme am Streik als praktischen Unterricht in demokratischer Protestkultur begleiten – statt Schülerinnen und Schüler zu sanktionieren, die für ihre Überzeugungen auf die Straße gehen”

Uwe Fiedler, stellvertretender Vorsitzender von Die Linke Leipzig, erklärt: „Die geplante Wehrpflicht ist sicherheitspolitisch verfehlt und gesellschaftlich rückwärtsgewandt. Der Widerstand der Jugendlichen ist berechtigt und verdient unsere Solidarität. Wer angeblich für das Leben lernen soll, darf nicht als Kanonenfutter in Konflikten enden, die vor allem wirtschaftlichen Interessen dienen.”

David Zech, jugendpolitischer Sprecher der Linken Leipzig, ergänzt: „Es wird weder der katastrophalen Sicherheitspolitik helfen, Jugendliche zur Waffe zu zwingen, noch der Pflegerin einen Unmotivierten neben sich zu haben. Schwarz-Rot ruht sich zu sehr darauf auf, strukturelle Probleme zu umfahren auf Kosten derer, die keine Lobby haben. Es ist richtig, dass wir junge Menschen uns das nicht gefallen lassen."