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DIE LINKE. Leipzig

„Make Amazon pay“ - LINKE unterstützt Proteste am Black Friday

Unter dem Motto „Make Amazon pay“ findet vom 20. bis 26. November 2017 eine bundesweite Aktionswoche statt, die sowohl die Arbeitskämpfe bei Amazon als auch die Vorreiterrolle des Flaggschiffs des digitalen Kapitalismus bei Ausbeutung und Überwachung von Arbeiterinnen und Arbeitern zum Thema hat.

Höhepunkt der Aktionswoche werden Aktionen rund um den so genannten Black Friday sein. An diesem vorweihnachtlichen Schnäppchen-Freitag lockt Amazon mit zahlreichen Angeboten neue Kund*innen – um seine Marktstellung weiter auszubauen. In Leipzig wird es am Standort eine Kundgebung von ver.di geben, die durch das Soli-Streikbündnis unterstützt wird. Bei ihrem letzten Stadtparteitag, am 11. November, unterstützte die Leipziger LINKE einen Antrag zum Thema Amazon-Aktionswoche einstimmig. Nun ruft DIE LINKE. Leipzig dazu auf sich mit den Beschäftigten bei Amazon solidarisch zu zeigen und sich an der Aktion zu beteiligen. Dafür wird sich morgen, ab 9:30 Uhr, unter dem Motto „Wir besuchen die Streikenden bei Amazon!“ auf dem Torgauer Platz versammelt.

Dazu sagt Juliane Nagel, LINKE Stadträtin und Landtagsabgeordnete: „Als Leipziger LINKE unterstützen wir seit langem die Arbeitskämpfe der Amazon- Arbeiterinnen und Arbeiter. Insbesondere vor dem Hintergrund der Vorreiterrolle, die Amazon bei der Digitalisierung von Arbeitsprozessen hat, ist eine solidarische Unterstützung der Kämpfe für eine bessere Entlohnung, aber auch gegen krankmachende Arbeitsbedingungen, entwürdigende Kontrolle und die Respektlosigkeit des Managements, das Gebot der Stunde.“

Sören Pellmann, Vorsitzender Fraktion DIE LINKE im Stadtrat zu Leipzig und Bundestagsabgeordneter ergänzt: „Die versprochenen günstigen Preise bei schneller Lieferung gehen oftmals nur auf Kosten der Beschäftigten. Dagegen müssen sowohl die bei Amazon Angestellten als auch die Konsumentinnen und Konsumenten der Plattform klar Stellung beziehen.“


Hintergrund
Seit mehr als vier Jahren kämpfen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Versand-Konzerns Amazon für ihre Rechte und eine bessere Bezahlung. Amazon weigert sich nach wie vor, mit ver.di über einen Tarifvertrag auch nur zu verhandeln. Dabei argumentiert der Konzern, ein Logistiker zu sein und sich bei der Bezahlung der Mitarbeiter am Tarifvertrag dieser Branche zu orientieren. Aber selbst diese Bedingungen will Amazon nicht in einem Tarifvertrag festschreiben. Die Gewerkschaft will bei dem Onlineversandhändler hingegen eine Anerkennung des Tarifvertrages des Einzel- und Versandhandels durchsetzen, was einige Veränderungen mit sich bringen würde. In Leipzig unterstützt seit drei Jahren das Soli-Streik-Bündnis die Kämpfe von Gewerkschaft und Arbeitenden. Über die Tarifauseinandersetzungen hinaus stehen dort auch die krankmachenden Arbeitsbedingungen, die Überwachung und Gängelung durch den Konzern im Fokus.

Amazon ist stilprägend für ein neues Produktionsmodell, in dem intelligente Informationstechnologie zur effektiveren Unterwerfung menschlicher Arbeit genutzt wird, um neues Wachstum zu erreichen. Die Belange der Arbeiterinnen und Arbeiter fallen dabei unter den Tisch. Mehr noch: Intelligente Computerprogramme kontrollieren und optimieren die Arbeitsprozesse permanent. Leistungsverdichtung und körperliche Langzeitschäden prägen die Arbeitssituation in den Amazon-Werken. Amazons lernende Lagersoftware gibt Tempo und Ablauf aller Arbeitsschritte vor und übernimmt damit die „Steuerung“ der Beschäftigten, die zu Werkzeugen reduziert werden: Sie erkennen Signale, scannen Waren, greifen, heben, schieben, laufen – 20 km pro Tag, 200 Päckchen jede Stunde. Algorithmen erfassen zugleich alle Bewegungen, erstellen individuelle Leistungsprofile und errechnen Durchschnittsproduktivitäten – eine total-überwachende Fabrik, in der die permanente Erfassung und Bewertung zu psychischem Druck und Stress führt. Dies macht krank und führt zur Entsolidarisierung in der Belegschaft.


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