Linke OBM-Kandidatin lehnt Ansiedlung der Raketenfabrik in Leipzig ab
Die Debatte um die geplante Produktion von Marschflugkörpern in Leipzig nimmt weiter an Dynamik zu. Nach heftigen Debatten Anfang September im Stadtrat und entsprechenden parlamentarischen Aktivitäten der Linksfraktion gegen das geplante Rüstungsvorhaben hat jetzt das Thema auch den Leipziger OBM-Wahlkampf erreicht.
Bislang hat sich allerdings nur die linke Kandidatin Dr. Skadi Jennicke klar gegen die Ansiedlung ausgesprochen: "Ich finde es gut, dass sich gegen die geplante Raketenproduktion auf der Straße Widerstand formiert. Leipzig ist europaweit ein Symbol des Friedens und muss eine Stadt des Friedens bleiben. Diese Ansiedlung macht Leipzig einmal mehr zur militärischen Zielscheibe. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ist wertvoller als wirtschaftlicher Profit eines privaten Unternehmens. In der Diskussion wird ja zuweilen der Eindruck erweckt, die Ansiedlung diene der Verteidigung Leipzigs. Das Gegenteil ist der Fall. Ich lehne diese Ansiedlung ab. Es ist ja nahezu zynisch, Kriegsindustrie als Wertschöpfung zu verkaufen."
