Stadt taucht ab: Linksjugend Leipzig kritisiert Streichung von Schwimmunterricht an weiterführenden Schulen
Laut Berichten der Leipziger Volkszeitung streicht das Schulamt in Leipzig den weiterführenden Schulen die Schwimmstunden. Als Begründung nennt dieses die angespannte Lage im Haushalt.
Mit Hinblick auf die immer schlechteren Schwimmfähigkeiten junger Menschen kritisieren wir diese Entscheidung als grob fahrlässig. Schwimmunterricht muss im Hinblick auf die soziale Ungleichheit in der Gesellschaft für alle Kinder gleichermaßen kostenfrei zugänglich sein. Wenn die Festigung der Schwimmfähigkeiten nicht in kostenpflichtigen, privaten Unterrichtseinheiten erfolgt, ist der Schulunterricht einer der wenigen Wege, um Sicherheit herzustellen. Die Stadt duckt sich hier vor ihrer Verantwortung weg.
Wir kritisieren die Kurzsichtigkeit des Amtes. Leipzig ist bekannt für seine Seen im Umland. Die Gefahr von Unfällen ist langfristig real und schon jetzt warnt die DLRG jeden Sommer mit entsprechender Vehemenz. Eine Kürzung in diesem Bereich ist fahrlässig und gefährlich für die körperliche Unversehrtheit. Wir fordern den Stadtrat auf, die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen.
David Zech, jugendpolitischer Sprecher der Partei Die Linke Leipzig, verurteilt diese Entscheidung: „Die Stadt kann bei ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht einfach abtauchen. Zur Bildungsgerechtigkeit gehört auch, dass jeder sicher schwimmen kann. Die Sicherheit darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein.“
Wir fordern den Stadtrat auf, genügend Mittel zur Verfügung zu stellen, sodass es zu einer solchen gefährlichen Entscheidung nicht mehr kommt. Wir fordern das Amt auf, genau zu prüfen, ob diese Entscheidung moralisch gerechtfertigt ist. Für uns ist klar: Jeder muss schwimmen (lernen) können, auch über die Grundschule hinaus.
