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Stolpersteinverlegung für Marie Schleifstein / ihre beiden Söhne

Anger-Crottendorf bekommt seinen ersten Stolperstein in der Zweinaundorfer Straße 18. Marie Schleifstein und ihre beiden Söhne wurden als Kommunisten und Juden verfolgt. Nur Sohn Josef konnte 1939 noch rechtzeitig nach England fliehen.

http://www.stolpersteine-leipzig.de/index.php?id=144&fbclid=IwAR0sFrTvh69iSPJs69ULdiq5F2bhdj7fP_g7e8AjE88iLetWlzC3yedgJL8

 

Kein Vergeben! Kein Vergessen! Die Toten mahnen uns!

Park(ing) Day in Anger-Crottendorf

Der Bürgerverein Anger-Crottendorf zusammen mit DIE LINKE Leipzig. BO RAT luden zum Park(ing) Day Ecke Chichoriustraße / Zweinaundorfer Straße gegenüber vom KiezKontorin in Anger-Danger ein.

Der diesjährige PARK(ing) Day fandet am 21. September 2018 statt! Gestalte deine PARK_Lücke!

Schaffe Freiräume, wo normalerweise Autos stehen!
Unter diesem Motto werden PKW-Stellplätze für einige Zeit zu autofreien Bereichen. PARKs, temporär umgestaltete Parklücken, laden zum Verweilen ein.

Stolperstein putzen Gotthard Raimund Zimmermann 9.11.2017, Lipsiusstraße 14

Den Toten ehrendes Gedenken und Mahnung der Zukunft!


Auch in diesem Jahr ruft auch das Erich-Zeigner-Haus e.V. zum bereits 10. Mal zur gemeinsamen Gedenkaktion „Mahnwache und Stolpersteine putzen“ am 9. November auf. Die Intention der Veranstaltung ist das Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht am 9. November 1938, mit der eine beispiellose Verfolgung und Entrechtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern begann. Vor fast 80 Jahren, brannten in ganz Deutschland unzählige Synagogen. Damit begann eine in der Weltgeschichte beispiellose Verfolgung und Vernichtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern, wozu deren Abstammung benutzt wurde. Heute werden erneut Schuldzuweisungen laut und leider oft unbedacht an Stammtischen wiederholt, wonach „die Anderen“ für die soziale Schieflage in der Bundesrepublik Schuld trügen. Vergessen wir nie, wohin dies führte: zu millionenfacher Verfolgung, Entrechtung und der systematischen Ermordung von Juden, Sinti und Roma, politisch und konfessionell Verfolgten, Homosexuellen und körperlich und geistig Behinderten. Im Rahmen dieser deutschlandweiten Gedenkaktion beteiligen sich an diesem Tag zahlreiche Städte an den Mahnwachen und dem symbolischen Stolpersteine Putzen. In Leipzig steht die Gedenkaktion unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Cornelius Weiss, dem Rektor a. D. der Universität Leipzig und unter Beteiligung eines städtischen Vertreters. Bevorzugt finden die Mahnwachen ab 16.30 Uhr an dem entsprechend gewählten Stolperstein statt. Der gedankliche Hintergrund der Stolperstein-Reinigung ist neben dem Gedenken und Mahnen, dass die verlegten Stolpersteine mit der Zeit zu verwittern beginnen und zunehmend schlechter erkennbar sind. Deshalb rufen wir als Erich-Zeigner-Haus e.V. dazu auf, sich an der Putzaktion der Stolpersteine zu beteiligen und so eine „Putz-Patenschaft“ für Stolpersteine zu übernehmen. Wir wenden uns entschlossen gegen jede Form von Rassismus und Antisemitismus! Für Weltoffenheit, Zivilcourage und ein demokratisches Miteinander.

Darum: Jedes Jahr zum 9. November Gedenken an den Stolpersteinen

Reinigen wir gemeinsam zur Mahnwache die Stolpersteine und entzünden an jedem Stolperstein eine Kerze zur Erinnerung und Mahnung an die Opfer der NS-Diktatur. Damit machen wir die Verbrechen wieder sichtbar! An den ehemaligen Wohnorten verschleppter Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, politisch und konfessionell Verfolgter, Homosexueller und Euthanasieopfer werden Blumen zum Gedenken an die Opfer niedergelegt.

Podiumsdiskussion: Die Bundestagsdirektkandidaten für Leipzig-Nord stellen sich vor

Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl in Anger-Crottendorf mit Volker Holzendorf (Bündnis 90 / Die Grünen), Daniela Kolbe (SPD), Jens Lehmann (CDU), Christoph Neumann (AfD), Franziska Riekewald (DIE LINKE), Tom Rodig (DIE PARTEI), und Marcus Viefeld (FDP), sowie darüber hinaus die Listenkandidaten Eyk Henze (Bündnis Grundeinkommen) und Joe Roesler (Demokratie in Bewegung) ausgerichtet vom Bürgerverein Anger-Crottendorf.

Mitgliederversammlung mit den Leipziger Direktkandidaten am 22. März 2017

 

Mitgliederversammlung und Wahlkampfvorbesprechung der BO RAT mit den Leipziger Direktkandidaten für den Bundeswahlkreis Leipzig-Nord Franziska Riekewald und Leipzig-Süd Sören Pellmann.
Auf einen erfolgreichen Wahlkampf mit euch.

Nelkenverteilaktion und Diskussionsabend anlässlich des Frauenkampftages am 8. März 2017

 

 

In Mannschaftsstärke 250 Nelken vor dem Reudnitzer Kaufland an die Frau gebracht. Danke an alle HelferInnen, auch die kleinsten. Volles Haus abends zur Diskussionsveranstaltung mit der AG LISA "Ist die Gleichstellung von Frauen heute gewährleistet?" im Kultur- Wahlkreisbüro Franz Sodann anlässlich des Frauenkampftages.

 

Gesamtmitgliederversammlung zur Wahl der Bundestagsdirektkandidaten für den Wahlkreis Leipzig-Nord und Süd und der Leipziger Landesdeligierten am 21. Januar 2017 in der Plagwitzer GaraGe

 

 

 

Gratulation und viel Erfolg Franziska Riekewald zur Wahl zur Direktkandidatin für den Bundestagswahlkreis Leipzig-Nord und Sören Pellmann als Direktkandidat für Leipzig-Süd. Wir freuen uns auf einen spannenden Wahlkampf mit euch.

 

Vorstellung der Direktkandidatinnen für den Bundestagswahlkreis Leipzig-Nord am 11. Januar 2017 in der Volkssolidarität Mockau

 

 

Heute Abend haben sich in Leipzig-Mockau die Direktkandidatinnen von DIE LINKE. Leipzig für den Wahlkreis-Leipzig Nord vorgestellt. Mitglieder der LINKEN, die im Leipziger Norden wohnen, haben am 21. Januar 2017 die Wahl zwischen Barbara Höll und Franziska Riekewald.

 

Kandidatenrunde Südost für den Bundestagswahlkreis Leipzig-Süd am 16. November 2006 im Zwei|eck

 

Vorstellung der Kandidaten für das Direktmandat im Bundestagswahlkreis Leipzig-Süd Tilman Loos, Mike Nagler und Sören Pellmann mit anschließender Diskussion

 

"Mahnwache und Stolperstein Gedenken" am 9. November 2016



Den Toten ehrendes Gedenken und Mahnung der Zukunft!
im Jahr 1938, vor fast 80 Jahren, brannten in ganz Deutschland unzählige Synagogen. Damit begann eine in der Weltgeschichte beispiellose Verfolgung und Vernichtung von Mitbürgerinnen und Mitbürgern, wozu deren Abstammung benutzt wurde. Heute werden erneut Schuldzuweisungen laut und leider oft unbedacht an Stammtischen wiederholt, wonach „die Anderen“ für die soziale Schieflage in der Bundesrepublik Schuld trügen. Vergessen wir nie, wohin dies führte: zu millionenfacher Verfolgung, Entrechtung und der systematischen Ermordung von Juden, Sinti und Roma, politisch und konfessionell Verfolgten, Homosexuellen und körperlich und geistig Behinderten. Wir wenden uns entschlossen gegen jede Form von Rassismus und Antisemitismus! Für Weltoffenheit, Zivilcourage und ein demokratisches Miteinander.

Darum putzte die BO RAT wie jedes Jahr zum 9. November zum Gedenken den Stolperstein von Gotthard Raimund Zimmermann, Lipsiusstraße 14.

Gotthard Raimund Zimmermann wurde am 6. August 1877 in Reichenbach geboren. Er nahm von 1914 bis 1918 am Ersten Weltkrieg teil. In der Zeit der Weimarer Republik war er als “vortragender Hygieniker” im Land unterwegs und hielt gemeinsam mit dem Artisten Langenbach Vorträge zur Sexualwissenschaft. 1934 erhielt er auf Grund seiner sexuellen Orientierung Berufsverbot als Masseur. Es finden sich aber keinerlei Angaben, dass er sich während der Berufsausübung unkorrekt verhalten hätte. Zur Zeit seiner ersten Verhaftung 1936 war er als selbstständiger Fußpfleger tätig und verdiente monatlich ca. 100 Mark.

Aufgrund seiner sexuellen Orientierung geriet Gotthard Zimmermann immer wieder in die Fänge der Polizei. 1942 verurteilte ihn das Landgericht Leipzig wegen „Unzucht zwischen Männern in 43 Fällen“ zu 2 Jahren Gefängnis. Vom 9. März 1942 bis 6. November 1943 saß Zimmermann diese Strafe im Zuchthaus Bautzen ab und wurde anschließend nach Crimmitschau überführt. Am 9. März 1944 wurde er vom Zuchthaus Zwickau mit einem Sammeltransport zurück nach Leipzig gebracht. Aus der Gestapo-Haft heraus wurde Gotthard Raimund Zimmermann am 17. Mai 1944 um drei Uhr morgens in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert. Am 20. Mai 1944 erreichte der Transport sein Ziel. Die Haftumstände verschlechterten seinen Gesundheitszustand so, dass er in das „Sanitätslager“ des Konzentrationslagers überstellt wurde.

Beim „Sanitätslager“ handelte es sich um einen Lagerteil außerhalb der Lagermauern, der bis März 1943 als Lager für sowjetische Kriegsgefangene gedient hatte. Während im Krankenrevier zumindest rudimentäre medizinische Versorgung gegeben war, handelte es sich beim Sanitätslager um kaum mehr als eine Einrichtung zur Auslagerung des Sterbens. Es gab kaum medizinische Versorgung, was zu einer immens hohen Todesrate im sogenannten Sanitätslager führte.

Am 12. März 1945 starb Gotthard Raimund Zimmermann im Alter von 67 Jahren.

http://www.9ternovember.de/index.php?option=com_eventtableedit&view=default&Itemid=98

https://www.facebook.com/linke.borat/photos/a.1729580334033130.1073741828.1729565407367956/1743524265972070/?type=3&theater

 

Informationsabend „Wie sieht LINKE Familienpolitik aus?“ im Kultur- Wahlkreisbüro Franz Sodann am 27. Oktober 2016

Auf Einladung der BO RAT (Reudnitz/ Anger-Crottendorf/ Thonberg) referierte Jörn Wunderlich (MdB) im Wahlkreisbüro von Franz Sodann (MdL) zum Thema „Wie sieht LINKE Familienpolitik aus?“ am 27.10.2016.

In angenehmer Runde erläuterte Jörn die Stellung der Familienpolitik im gesamtpolitischen Betrieb und in der Partei. Problematisch ist, dass Familienpolitik in fast alle anderen Fachbereiche hineinreicht, es aber an einer umfassenden Vision sowie an angemessener Prioritätensetzung fehlt.

Linke Familienpolitik bedeutet, dem etwas entgegenzusetzen. Die zentralen Forderungen linker Familienpolitik lauten daher:

  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist wesentlicher Bestandteil einer sozial- und geschlechtergerechten Familienpolitik, sie verhindert Familien-, Kinder- und Jugendarmut.
  • Familienpolitik ist untrennbar mit Gleichstellungspolitik verknüpft und muss als solche konzipiert werden.
  • Familie ist für die Fraktion DIE LINKE. dort, wo Menschen füreinander soziale Verantwortung übernehmen, unabhängig von Trauschein oder sexueller Orientierung. Die Anerkennung der Vielfältigkeit von Familienformen und Lebensweisen ist leitendes Prinzip.

Im Anschluss erläuterte Jörn anhand der begrenzten Bezugsdauer beim Unterhaltsvorschuss, wie eine Linke Forderung ohne erhebliche Mehrbelastung des Haushaltes zu einer eklatanten Verbesserung der Situation der Betroffenen führen könne. Durch eine Entfristung der Bezugsdauer von derzeit maximalen 72 Monaten und maximal bis zum 12. Lebensjahr hin zu einem Bezug bis zum 18. Lebensjahr, würden unter dem Schnitt 200 Millionen Euro Mehrbelastungen entstehen. Bei der derzeit guten Finanzsituation des Bundes und im Vergleich zu der geplanten Erhöhung des Bundeswehretats um 1,7 Milliarden Euro bis 2017 eine alles als andere unfinanzierbare Forderung. Eine Maßnahme von vielen, die notwendig ist, um die Vision einer besseren Familienpolitik umzusetzen.

Weitere Forderungen sind:

  • Gebührenfreie bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Kinderganztagsbetreuung, inkl. gesunder Essensversorgung
  • Weiterentwicklung von Kindergeld und -zuschlag zu einer Kindergrundsicherung
  • Recht auf Teilzeitarbeit sowie ein Rückkehrrecht in Vollzeit.
  • Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich
  • Elterngeld bis zu 24 Monate flexibel (in Mindestblöcken von 6 Monaten) beziehbar
  • Anhebung des Hartz-IV-Satzes auf mindestens 500 € sowie Schaffung einer sanktionsfreien Mindestsicherung
  • Verbesserter Zugang zu Eltern-Kind-Kuren

Geld muss in Familien und nicht in Waffen investiert werden. Das wäre ein erster Schritt für eine zukunftsorientierte und soziale Familienpolitik. Es wäre eine sinnvolle Investition in die Zukunft und wäre eine Maßnahme gegen das Auseinanderdriften der sozialen Schichten. Dazu gehört auch Elternschaft endlich erlebbar zu machen und für mehr Rechte erwerbstätiger Eltern zu sorgen.

Verspielen wir nicht ein chancenreiches linkes Projekt. Schaffen wir mehr Verständnis und Bürgernähe in den Kommunen.

Weitere Informationen:

http://joernwunderlich.de/wp-content/uploads/Handout-Familienpolitik-Stand2016.pdf

 

 

Die BO RAT und der Bürgerverein Anger-Crottendorf beim PARK(ing) Day in Leipzig am 16. September 2016

GESTALTE DEINE PARK_LÜCKE!

Schaffe Freiräume, wo normalerweise Autos stehen!

Unter diesem Motto werden am 16. September auf der ganzen Welt PKW-Stellplätze für einige Zeit zu autofreien Bereichen. PARKs, temporär umgestaltete Parklücken, laden zum Verweilen ein. In diesen Lücken entsteht Raum für Kommunikation und Muße.

Die Aktionen am PARK(ing) Day machen deutlich, wie stark der öffentliche Raum in unserer Stadt von Autos bestimmt wird. Die BO RAT und der Bürgerverein Anger-Crottendorf schafften mit dieser Aktion Aufmerksamkeit im Stadtteil, und sensibilisierten die Öffentlichkeit für eine alternative und bessere Nutzung von Straßen und Plätzen. Dank gebürt daneben den freundlichen, höchst zuvorkommenden Mitarbeitern des Ordnungsamtes für die tatkräftige, schnelle Unterstützung bei der reibungslosen Umsetzung der Aktion.

 

 

BO RAT unterstützt Großdemonstration in Leipzig: "CETA & TTIP stoppen! - Für einen gerechten Welthandel!" am 17 September 2016

CETA - das Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada - ist ein Trojanisches Pferd, mit dem die Bundesregierung TTIP durch die Hintertür durchsetzen möchte. Am 19. September - am Tag nach der Wahl in Berlin - will SPD-Chef Sigmar Gabriel seine SPD auf CETA und damit auf TTIP-Kurs bringen. Deshalb haben Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbände und soziale Bewegungen dazu aufgerufen, CETA zu stoppen. Auch DIE LINKE sagt Nein zu TTIP & CETA weil wir für Demokratie statt für Sonderrechte für amerikanische und europäische Konzerne sind. Auch wir rufen gemeinsam zu Protesten gegen TTIP und CETA in Leipzig auf, und grenzen sich von rechter Mobilisierung ab. Am 17.09.2016 wird die Großdemonstration in Leipzig: "CETA & TTIP stoppen! - Für einen gerechten Welthandel!" stattfinden. Kommt am 17. September sagt Nein zu TTIP & CETA. Fleißig setzte daher heute die BO RAT überall Ausrufezeichen, um den 17.9. zum Riesenerfolg zu machen! Gemeinsam können wir CETA & TTIP stoppen, auch wenn uns bei der Mobilisierung zwischendurch die bescheiden bemessenen Plakate ausgingen.

 

 

Wanderaustellung „Häusliche Gewalt gegen Frauen“ im Lene Voigt Park zusammen mit der AG LISA am 23. Mai 2016

Sommerzeit - Parkzeit. Deshalb haben wir uns heute die Hinter verschlossenen Türen - Einblicke zur Häuslichen Gewalt Ausstellung geschnappt, und sind mit den GenossInnen aus der AG Lisa damit im Lene-Voigt-Park unterwegs.

 

 

Politisches Picknick im Lene Voigt Park am 7. Mai 2016

Das wunderbare Wetter nutzte die BO RAT über unsere Inhalte, zu informieren, und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

 

 

Nelkenverteilaktion anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2016

Wie jedes Jahr hat die Leipziger LINKE auch in diesem Jahr anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März im gesamten Stadtgebiet Nelken verteilt. Die BO RAT (Reudnitz/ Anger-Crottendorf/ Thonberg) verteilten diese am Köhlerplatz. Heute waren die Leipziger GenossInnen an insgesamt 35 Stellen in der Stadt präsent und verteilten 4.400 Nelken sowie Infomaterial, um darauf aufmerksam zu machen, dass sich DIE LINKE seit vielen Jahren innerhalb und außerhalb des Parlamentes für Frauenrechte einsetzt.

 

 

"Mahnwache und Stolperstein Gedenken", Gotthard Raimund Zimmermann, Lipsiusstraße 14 am 9. November 2015

 

Gotthard Raimund Zimmermann wurde am 6. August 1877 in Reichenbach geboren. Er nahm von 1914 bis 1918 am Ersten Weltkrieg teil. In der Zeit der Weimarer Republik war er als “vortragender Hygieniker” im Land unterwegs und hielt gemeinsam mit dem Artisten Langenbach Vorträge zur Sexualwissenschaft. 1934 erhielt er auf Grund seiner sexuellen Orientierung Berufsverbot als Masseur. Es finden sich aber keinerlei Angaben, dass er sich während der Berufsausübung unkorrekt verhalten hätte. Zur Zeit seiner ersten Verhaftung 1936 war er als selbstständiger Fußpfleger tätig und verdiente monatlich ca. 100 Mark.

Aufgrund seiner sexuellen Orientierung geriet Gotthard Zimmermann immer wieder in die Fänge der Polizei. 1942 verurteilte ihn das Landgericht Leipzig wegen „Unzucht zwischen Männern in 43 Fällen“ zu 2 Jahren Gefängnis. Vom 9. März 1942 bis 6. November 1943 saß Zimmermann diese Strafe im Zuchthaus Bautzen ab und wurde anschließend nach Crimmitschau überführt. Am 9. März 1944 wurde er vom Zuchthaus Zwickau mit einem Sammeltransport zurück nach Leipzig gebracht. Aus der Gestapo-Haft heraus wurde Gotthard Raimund Zimmermann am 17. Mai 1944 um drei Uhr morgens in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert. Am 20. Mai 1944 erreichte der Transport sein Ziel. Die Haftumstände verschlechterten seinen Gesundheitszustand so, dass er in das „Sanitätslager“ des Konzentrationslagers überstellt wurde.

Beim „Sanitätslager“ handelte es sich um einen Lagerteil außerhalb der Lagermauern, der bis März 1943 als Lager für sowjetische Kriegsgefangene gedient hatte. Während im Krankenrevier zumindest rudimentäre medizinische Versorgung gegeben war, handelte es sich beim Sanitätslager um kaum mehr als eine Einrichtung zur Auslagerung des Sterbens. Es gab kaum medizinische Versorgung, was zu einer immens hohen Todesrate im sogenannten Sanitätslager führte.

Am 12. März 1945 starb Gotthard Raimund Zimmermann im Alter von 67 Jahren.

Recherchen: Kerstin Kollecker im Auftrag der Stadt Leipzig, Referat für Gleichstellung für Frau und Mann.


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17.01.2018 - 19:00
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19.12.2018 - 18:00 (Weihnachtsfeier)