Applaus allein reicht nicht!

Die Linke Leipzig-Ost

Welchen Richtungswechsel braucht es für eine bessere Gesundheitsversorgung im Land und bei uns in Leipzig?

Die schlechten Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern und Pflegeheimen waren schon lange vor der Corona-Pandemie allgegenwärtig. Im Krankenhaus und in der Langzeitpflege fehlen Fachkräfte. Hunderttausende Pflegekräfte haben aus Frust und Erschöpfung ihren Beruf verlassen, die die geblieben sind, sind oft überarbeitet. Die Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland ist teuer und ungerecht. Die Marktlogik durchdringt mittlerweile das Denken und Handeln im gesamten Gesundheitssystem und übt Druck auf die Beschäftigten aus, gleichzeitig profitieren private Konzerne und Investoren von unseren Versicherungsbeiträgen und Zuzahlungen.

Leipzig verfügt über ein vergleichsweise gutes Niveau der ambulanten und stationären Versorgung im Gegensatz zu weiten Teilen des ländlichen Raums. Trotzdem sterben auch in unserer Stadt ärmere Menschen deutlich früher. Auch unsere kommunalen Gesundheitsstrukturen haben mit schwierigen Rahmenbedingungen, Unterfinanzierung und hausgemachten Problemen im ambulanten und stationären Bereich zu kämpfen. Der demographische Wandel und das Bevölkerungswachstum in unserer Stadt sind zusätzliche Herausforderung für die medizinische Versorgung, mit denen sich die kommunale Politik befassen muss. Die groß angekündigten Reformen der Bundesregierung reichen bei weiten nicht aus, um den Notstand in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu stoppen.

Vor diesem Hintergrund und den programmatischen Vorhaben der Leipziger Linken, dazu gehören u.a. eine nachhaltige Stabilisierung des Städtischen Klinikums St. Georg und des dazugehörigen Versorgungszentrum (MVZ), der Einrichtung von Gesundheitskiosken, der Verbesserung des Zugang zur Gesundheitsversorgung in den Stadtteilen für Menschen mit sozialen Benachteiligungen, der Absicherung von empfohlenen flächendeckenden Untersuchungen im Kindesalter, den Ausbau interkultureller Kompetenzen und Kultursensiblität u.a. durch Förderung der Mehrsprachigkeit, sowie der Etablierung eines Gemeindepsychiatrischen Verbundes für die zielgenaue Versorgung, sowie dem Ausbau von Spritzentausch, der Etablierung von Drug-Checking und von Drogenkonsumräumen zur Minimierung von Gesundheitsschäden im Suchtmilieu, laden wir zur Diskussion ein.

Gäste sind:

  • Maike Makosch, Psychologin, Poliklinik Solidarisches Gesundheitszentrum Leipzig e.V.
  • Elisabeth Heyder, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Palliativmedizin
  • Dr. Volker Külow, Leipziger Stadtrat und kommunaler Gesundheits- und Sozialpolitiker DIE LINKE

Moderation:

  • Uwe Fiedler, Vorsitzender Stadtbezirksverband DIE LINKE. Leipzig-Ost

Donnerstag, 18. April 2024, 18:00 Uhr,
Jugend- und Altenhilfeverein e.V.
Goldsternstraße 9, 04329 Leipzig