Nein zur Wehrpflicht – Unsere Jugend ist kein Kanonenfutter.

Die Linke Leipzig AG Antimilitarismus

Demonstration der Linken Leipzig am 5. März 2026 gegen Krieg und Militarisierung

Im Rahmen des bundesweiten Schulstreiks gegen Wehrpflicht ruft Die Linke Leipzig am 5. März 2026 zu einer Demonstration gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht und die fortschreitende Aufrüstung auf. Die Demonstration beginnt um 11:30 Uhr auf dem Richard-Wagner-Platz. und richtet sich gegen die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft.

„Wer junge Menschen als sicherheitspolitische Ressource behandelt, sieht in ihnen kein individuelles Leben, sondern Zahlen. Eine solidarische Gesellschaft entsteht nicht, indem Kinder als Kanonenfutter staatlich missbraucht werden!", so Uwe Fiedler, stellvertretender Vorsitzender der Die Linke Leipzig.

Mit dem im Dezember beschlossenen „Wehrdienstmodernisierungsgesetz“ wurde der Einstieg in eine systematische Wehrerfassung vollzogen. Seit Januar werden Fragebögen an 18-Jährige verschickt. Abgefragt werden persönliche Daten wie Größe, Gewicht, angestrebter Bildungsabschluss, Sprachkenntnisse oder Fahrerlaubnis. All diese Daten werden erfasst und gespeichert. Zwar bedarf dies formal einer Zustimmung, jedoch ist es nicht möglich, den Fragebogen abzuschicken, ohne dieser zuzustimmen. Verpflichtende Musterungen sind angekündigt. Für Die Linke Leipzig ist klar: Damit wird der allumfassende Kriegsdienst systematisch vorangetrieben.

Die Debatte um Wehrpflicht und militärische Stärke ist Ausdruck einer politischen Prioritätensetzung, die wir entschieden ablehnen. Während soziale Infrastruktur, Bildung und Klimaschutz chronisch unterfinanziert sind, werden immer neue Milliarden für Aufrüstung und Kriegstüchtigkeit bereitgestellt. Das verschärft soziale Ungleichheit und setzt falsche gesellschaftliche Signale.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen internationalen Eskalationen – etwa der dramatischen Entwicklungen im Nahen Osten und der jüngsten militärischen Auseinandersetzungen rund um den Iran, zeigt sich, wohin eine Politik der Konfrontation, Aufrüstung und geopolitischen Machtspiele führt: zu weiterer Destabilisierung, Leid für die Zivilbevölkerung und einer wachsenden Gefahr regionaler und globaler Ausweitung von Konflikten. Diese Entwicklungen dürfen nicht als Begründung für eine erneute Militarisierung im Inneren dienen.

Die AG Antimilitarismus kritisiert insbesondere, dass junge Menschen zunehmend als sicherheitspolitische Ressource betrachtet werden. Eine demokratische Gesellschaft braucht keine Zwangsdienste, sondern soziale Sicherheit, Investitionen in öffentliche Daseinsvorsorge und eine konsequente Friedenspolitik. Die Demonstration versteht sich als klares Zeichen gegen Wehrpflicht, Aufrüstung und Kriegsvorbereitung.

"Krieg beginnt nicht erst mit dem ersten Schuss. Er beginnt mit Gewöhnung, mit Militarisierung, mit der Idee, dass junge Menschen selbstverständlich abrufbar sind. Genau dagegen gehen wir auf die Straße.“, erklärt Line Görner, Sprecherin der AG Antimilitarismus der Linken Leipzig.

Unsere Forderungen:

  • Keine Wehrpflicht – keine Zwangsdienste
  • Abrüsten statt aufrüsten
  • Investitionen in Bildung, Soziales und Klimaschutz statt in militärische Aufrüstung
  • Bundeswehr raus aus Bildungseinrichtungen – kein Werben fürs Sterben!