Mein Herz schlägt Leipzig
Entwurf des Oberbürgermeisterinnen-Wahlprogramms von Dr. Skadi Jennicke
Liebe Leipzigerinnen und Leipziger,
Leipzig ist meine Heimatstadt. Hier wurde ich 1977 geboren, hier kamen auch meine drei Kinder zur Welt. Ich kenne diese Stadt mit ihren 63 Ortsteilen nicht aus Berichten und Statistiken, sondern aus dem echten Leben. Nach dem Motto „Mein Herz schlägt Leipzig“ trete ich bei den Oberbürgermeisterwahlen 2027 für Die Linke an.
Ich habe mir für unsere Stadt viel vorgenommen: Ich will ein Leipzig, in dem niemand Angst haben muss, sich sein Zuhause nicht mehr leisten zu können. Eine Stadt, die wächst, ohne Menschen aus ihren Vierteln zu verdrängen. Eine Stadt, in der Herkunft, Einkommen, Alter oder Behinderung nicht darüber entscheiden, welche Chancen jemand bekommt. Eine Stadt, die mutig nach vorn blickt und weltoffen und gastfreundlich bleibt. Eine Stadt, auf die man europaweit neugierig ist und mit Respekt schaut. Eine Stadt, die sozial, ökologisch und solidarisch ist – und in der die Menschen selbst über ihre Zukunft mitbestimmen.
Im vorliegenden Wahlprogramm finden Sie meine Ziele und Vorhaben für die nächsten sieben Jahre. Fünf Themen sind mir besonders wichtig: Bezahlbarer Wohnraum für alle. Die Bekämpfung von Kinder- und Bildungsarmut. Nachhaltige Mobilität. Konsequente Unterstützung von Zukunftstechnologien. Und die Bewältigung der Klimaanpassung. Über diese und viele andere Themen möchte ich mit Ihnen ins Gespräch kommen – die besten Ideen entstehen im Dialog. Leipzig gehört uns allen – verändern wir die Stadt gemeinsam!
Mit herzlichen Grüßen
Ihre Dr. Skadi Jennicke
Mein Herz schlägt Leipzig
Oberbürgermeisterinnen-Wahlprogramm (Entwurf)
Wohnen ist ein Menschenrecht. Und es gehört zu dem, was eine Kommune für alle sichern muss, so wie Wasser und Strom oder Busse und Bahnen. Der Leipziger Wohnungsmarkt ist zunehmend angespannt, bezahlbarer Wohnraum wird immer mehr zur Mangelware. 87 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger - darunter auch ich - wohnen zur Miete. Immobilienkonzerne und viele private Vermieter verlangen hohe und oft zu hohe Mieten. Damit machen sie kräftig Gewinn. Die Hauptverantwortung für die Wohnungspolitik liegt bei Bund und Land. Trotzdem kann eine Stadt einiges tun. Dafür schaffe ich ein Amt für bezahlbares Wohnen. Es soll die kommunalen Möglichkeiten besser nutzen und die Leipzigerinnen und Leipziger vor zu hohen Mieten schützen. Dazu gehören: Mehr sozialer Wohnungsbau. Der energische Kampf gegen Mietwucher und Zweckentfremdung. Mehr soziale Erhaltungsgebiete, also Gebiete mit Milieuschutz. Eine vorausschauende Bodenpolitik. Eine stärkere LWB. Und Schritt für Schritt das Ende der Obdachlosigkeit.
Wohnen ist eine soziale Frage, und für die Leipzigerinnen und Leipziger ist es das wichtigste Thema überhaupt. Deshalb habe ich dazu ein eigenes Programm geschrieben. Dort sind meine mieten- und wohnungspolitischen Ziele ausführlicher dargelegt.
Meine Vorhaben:
- Leipzig schützt Mieterinnen und Mieter – Ich schaffe ein Amt für bezahlbares Wohnen, darin eingeschlossen eine kommunale Mietpreisprüfstelle und eine Task Force zur konsequenten Bekämpfung von Mietwucher, Zweckentfremdung und Leerstand mit bis zu 30 Stellen.
- Leipzig baut sozial – Wir brauchen deutlich mehr Sozialwohnungen. Wer in Leipzig bauen will, soll deshalb Baurecht nur bekommen, wenn er zugleich geförderte Wohnungen baut. Meine Zielmarke für eine verbindliche Quote beträgt 50 Prozent.
- Leipzig stärkt die LWB – Damit mehr günstige Wohnungen gebaut werden, kämpfe ich für ein Landesprogramm nach dem Vorbild Mecklenburg-Vorpommerns; mit dessen Hilfe sollen die DDR-Altschulden in Höhe von rund 100 Mio. Euro abgebaut und damit der finanzielle Spielraum der LWB erweitert werden.
- Leipzig sorgt vor – Ich richte einen kommunalen Bodenfonds ein. Damit kauft die Stadt Grundstücke und behält sie. So können später neue Wohnungen auf städtischem Boden entstehen und nicht auf Flächen, auf denen jemand private Geschäfte macht. Weiterhin stehe ich dafür, kommunalen Grund und Boden nicht zu verkaufen, sondern für die Weiterentwicklung der Stadt für die nächsten Generationen zu sichern.
- Leipzig denkt genossenschaftlich – Vom Hausprojekt zur Seniorinnen- und Seniorenen-WG bis hin zum Wagenplatz: Wohnen in Leipzig hat viele Gesichter. Ich möchte das Engagement der Stadt für genossenschaftliche Projekte stärken, u.a. durch die Vergabe kommunaler Bürgschaften und die Verpachtung städtischer Grundstücke.
Für mich gehören soziale Gerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben zu den unverzichtbaren Grundwerten. Leider ist die soziale Spaltung Leipzigs bittere Realität. Insbesondere die Kinderarmut – sie betrifft jedes fünfte Kind direkt – ist ein politischer Skandal. Es ist meine feste Überzeugung, dass jedes Kind gleiche Chancen auf seinem Weg ins Leben haben sollte.
Deshalb braucht Leipzig eine aktive Sozialpolitik, auch wenn eine Stadt gegen die Umverteilung von unten nach oben nur wenig ausrichten kann. Trotzdem muss der solidarische Zusammenhalt der Stadtgesellschaft gefestigt werden. Alle Stadtteile sollen sich gut entwickeln. Und Leipzig soll eine gesunde Stadt sein. Dafür erhalten und erweitern wir die kommunalen Sozial- und Gesundheitseinrichtungen. Das Städtische Klinikum St. Georg sichern wir dauerhaft.
Meine Vorhaben:
- Leipzig gibt kein Kind verloren – Ich werde ein Leipziger Bündnis gegen Kinder- und Bildungsarmut mit folgenden Kernelementen gründen.
- Leipzig schafft frühe Chancen – Kindergärten werden in den nächsten Jahren schrittweise zu Familienzentren, damit gemäß dem Motto „früher fördern statt später reparieren“ kein Kind mehr aufgrund fehlender Unterstützung mit vermeidbaren Startnachteilen in die Schule kommt.
- Leipzig fördert Schulunterstützung – Hort, Schulbegleitung, Schulsozialarbeit und weitere Unterstützungsangebote arbeiten ab 2029 nach einem gemeinsamen Leipziger Rahmenkonzept zusammen.
- Leipzigs Kinder essen kostenlos – Ich setze mich für ein kostenfreies und gesundes Mittagessen in Kitas und Schulen als Schlüssel für mehr Bildungschancen und eine ausgewogene Ernährung ein.
- Leipzig kämpft um mehr Abschlüsse – Zu viele junge Menschen verlassen die Schule ohne Abschluss. Bis 2034 wollen wir diese Zahl halbieren. Dafür erarbeiten wir eine verbindliche Gesamtstrategie gegen Schulmüdigkeit und Schulverweigerung. Gewinnen will ich dafür das Landesschulamt, die Schulen, die Kammern, die Bundesagentur für Arbeit, das Jobcenter und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Ich streite für eine solidarische Stadtgesellschaft, in der das Miteinander aller Generationen gelebter Alltag ist. Die angemessene Unterstützung von Familien mit Kindern gilt es fortzusetzen und möglichst auszubauen; ein bedarfsgerechtes Budget der Kinder- und Jugendförderung ist dafür unverzichtbar.
Rund 20 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger sind 65 Jahre und älter. Ältere Menschen bringen viel mit an Erfahrung, Wissen und klaren Erwartungen. Das wollen wir nutzen. Leipzig soll eine Stadt sein, in der man gut alt werden kann: mit mehr barrierefreien Wohnungen, sicheren Wegen, guten Angeboten für die Gesundheit und Orten zur Begegnung.
Meine Vorhaben:
- Leipzig isst gemeinsam – Langfristig setze ich mich dafür ein, dass es ein Netzwerk Leipziger Nachbarschaftsküchen mit möglichst einer Küche je Stadtbezirk gibt, die zugleich als öffentliche Orte der Begegnung und des Miteinanders fungieren.
- Leipzig verbindet – Jung und Alt sollen mehr voneinander haben. Deshalb bringen wir sie in Tandems zusammen. Junge Menschen helfen Älteren beim Gebrauch des Smartphones, bei Anträgen im Internet oder bei Fahrplan-Apps. Ältere geben ihr Wissen weiter, z.B. bei der Berufswahl oder handwerklichen Projekten. Dafür starten wir ein stadtweites Generationenprogramm, gemeinsam mit Seniorenbüros, Kinder- und Familienzentren, Jugendhilfeträgern, Wohlfahrtsverbänden und Vereinen.
- Leipzig spricht miteinander – Ich werde an die Tradition des früheren Seniorenstadtgesprächs anknüpfen und dieses Format – bei dem Seniorinnen und Senioren mit Stadtspitze und Verwaltung an verschiedenen Orten ins Gespräch kommen – wiederbeleben.
Leipzig ist eine wachsende und junge Stadt. Damit junge Menschen ihre Stadt als
lebenswert, attraktiv und zukunftsorientiert erleben, braucht es moderne Orte
für Bewegung, Kultur, Begegnung und Beteiligung. Wir benötigen mehr attraktive Freizeitangebote für Jugendliche, mehr öffentliche Räume ohne Konsumzwang und mehr Beteiligung junger Menschen an kommunalen Entscheidungen. Ich setze mich für ein neues Programm „Leipzig für
junge Menschen 2030“ ein, das konkrete Maßnahmen wirksam bündelt und sichtbar in allen Stadtbezirken ist.
Meine Vorhaben:
- Leipzig bewegt sich – In einer Skatepark-Offensive 2030 strebe ich den Ausbau bestehender Skateanlagen sowie den Neubau zusätzlicher Anlagen in bislang unterversorgten Stadtteilen an. Dazu kommen Pumptracks, also kleine Hügelstrecken für Räder sowie Anlagen für Parkour und Fitness im Freien. Sie sind für alle offen und kostenfrei.
- Leipzig trifft sich – Junge Menschen brauchen Orte, an denen sie sich treffen können, ohne etwas kaufen zu müssen. Mit der Initiative „Jugendplätze plus“ schaffen wir mehr davon: mit Überdachung, WLAN-Zugang, USB-Ladestationen und Sitzgelegenheiten. Dort darf auch gefeiert werden. In Stadtteilen ohne passende Räume testen wir einen Jugendkultur-Container als mobilen Jugendtreff.
- Leipzig entscheidet – Ich werde mich für die Einführung eines Jugendbudgets in den Stadtbezirken einsetzen, damit junge Menschen mit Hilfe einer lokalen Jugendjury vor Ort über kommunale Projekte mitbestimmen können.
- Leipzig gestaltet – Zur Förderung urbaner Kultur, der künstlerischen Entwicklung junger Menschen und zur Verringerung illegaler Graffiti wird es den Ausbau legaler Graffiti-Wände geben, der durch Workshops mit lokalen Künstlerinnen und Künstlern begleitet wird.
- Leipzig kann Party – Das Nachtleben unserer Stadt trägt wesentlich zur Attraktivität Leipzigs für junge Menschen bei. Der Nacht-Rat und andere Akteure arbeiten künftig noch enger untereinander und mit der Verwaltung zusammen, um die Rahmenbedingungen für Clubs, Live-Musikspielstätten usw. zu verbessern.
Sich bewegen zu können, gehört für mich zur Grundversorgung einer Stadt. Ein gut finanzierter öffentlicher Nahverkehr sowie sichere Rad- und Fußwege sind für mich darüber hinaus der Schlüssel zu sauberer Luft, leiseren Straßen und Lebensqualität. Straßen sollten nicht nur Parkflächen sein, sondern Orte, an denen Menschen sich gerne aufhalten – mit Bäumen, Sitzgelegenheiten und sicheren Wegen für Kinder.
Für mich ist klar: Ohne Fußverkehr funktioniert unsere Stadt nicht. Auch Menschen mit Rollator oder Rollstuhl gehören selbstverständlich dazu. Sichere Schulwege sind für mich besonders wichtig, denn unsere Kinder sollen ihren Schulweg selbstständig und ohne Angst bewältigen können. Auch Menschen, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, stoßen noch viel zu oft auf Lücken im Radwegenetz oder auf gefährliche Kreuzungen. Das möchte ich ändern und mehr sichere, durchgängige und komfortable Wege schaffen.
Busse und Bahnen sind für mich das Rückgrat einer gerechten und klimafreundlichen Mobilität in Leipzig. Mir ist wichtig, dass sich alle Menschen den Nahverkehr leisten können. Dafür brauchen wir eine leistungsfähige und solide finanzierte LVB in kommunaler Hand mit einem gut ausgebauten Netz, attraktiven Fahrpreisen und modernen Fahrzeugen.
Meine Vorhaben:
- Leipzig läuft und radelt – Mehr Zebrastreifen und Fahrradstraßen ab 2028: Ich sorge dafür, dass 100 zusätzliche sichere Straßenquerungen (u.a. Zebrastreifen, Mittelinseln) in Leipzig entstehen. Außerdem werden die Ludwigstraße, die Bernhard-Göring-Straße und der Rennbahnweg zu echten Fahrradstraßen. Der Radschnellweg bis zum Markkleeberger See wird prioritär geplant und bis zum Jahr 2034 gebaut.
- Leipzig fährt sozial – Ich setze mich für ein Tarifmoratorium für das Einzel- und Sozialticket ein. Das Einzelticket darf die Schallmauer von vier Euro nicht durchbrechen. Außerdem darf es keine weiteren Preiserhöhungen beim Sozialticket geben.Dass die Ticketpreise jedes Jahr steigen und eine Einzelfahrt inzwischen 3,80 Euro kostet, halte ich für falsch und unsozial. Ich werde mich auch dafür einsetzen, dass Bund und Land den ÖPNV besser finanzieren, damit Mobilität für alle bezahlbar bleibt.
- Leipzig rollt – Busse und Bahnen sollen künftig eine noch größere Rolle spielen. Dazu brauchen wir endlich eine zusätzliche Verbindung zwischen Ost und West. Mein langfristiges Ziel ist deshalb der Bau der Südsehne. Dann fahren Straßenbahnen über den Schleußiger Weg und verbinden endlich Grünau mit der Südvorstadt und dem Leipziger Osten. So wird die Fahrtdauer verkürzt und der Hauptbahnhof entlastet. Außerdem werde ich mich für den Straßenbahnausbau in Thekla und Wahren einsetzen.
Leipzigs Wirtschaft hat in den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten einen tiefgreifenden Strukturwandel bewältigt. Heute verfügt die Stadt über eine vielfältige Unternehmenslandschaft, starke Hochschulen und Forschungseinrichtungen und eine wachsende Firmengründungsszene. Unter sich erneut verändernden wirtschaftlichen Bedingungen müssen wir Wertschöpfung sichern, innovative Arbeitsplätze schaffen und gute Bezahlung ermöglichen. Dabei werde ich mich besonders für die Stärkung von GreenTech, Biotechnologie, Pharma und Medizintechnologie sowie Wasserstoff als Zukunftsbranchen am Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Leipzig einsetzen.
Wirtschaftliche Entwicklung muss zukunftsfähig sein und gute Arbeit, Tarifbindung und Mitbestimmung stärken. Im Dialog mit Gewerkschaften, Betriebsräten, Kammern, Wissenschaft und Unternehmen will ich die wirtschaftliche Entwicklung Leipzigs aktiv begleiten. Leipzig muss mehr aus seiner Stärke als Wissenschafts- und Gründungsstadt machen. Es müssen bessere Bedingungen dafür geschaffen werden, dass Ideen von hier auch hier verwirklicht werden, Unternehmen wachsen und Arbeitsplätze entstehen.
Meine Vorhaben:
- Leipzig sichert die Grundlagen wirtschaftlicher Entwicklung – Unternehmen brauchen eineStadt, auf die Verlass ist: Straßen und Bahnen,Energie, schnelles Internet und funktionierende kommunale Einrichtungen. Ich sorge dafür, dass diese Infrastruktur mitwächst, wenn Wirtschaft und Wissenschaft in Leipzig wachsen. Dazu gehören auch gute regionale und überregionale
Verkehrsverbindungen und ein leistungsfähiger Flughafen Leipzig/Halle in friedlicher Nutzung.
- Leipzig bewahrt städtisches Eigentum – Ich stehe zu unseren städtischen Unternehmen. Dazu gehören die Leipziger Stadtwerke, die Kommunalen Wasserwerke und die LVB im LVV-Konzern. Dazu kommen die LWB und unser Krankenhaus St. Georg mit seinem Eigenbetrieb. Sie bleiben in städtischer Hand, so wie alle anderen kommunalen Beteiligungen auch.
- Leipzig wird digitaler und schneller – Wer in Leipzig gründen, sich erweitern oder neue Produkte entwickeln und herstellen will, hat künftig einen Ansprechpartner statt fünf Ämter. Die Antragsbearbeitung kann jederzeit online verfolg werden. Für diesen Unternehmensservice als echten „One-Stop-Shop“ werden Wirtschaftsförderung, Invest Region Leipzig und die beteiligten Ämter enger verzahnt. Ein digitaler Verfahrensmonitor schafft Transparenz über Bearbeitungsstand, benötigte Unterlagen und nächste Verfahrensschritte. Damit sollen insbesondere Unternehmensansiedlungen, Erweiterungsinvestitionen und die Umsetzung neuer wirtschaftlicher Vorhaben erleichtert und beschleunigt werden.
- Leipzig stärkt Mittelstand und Handwerk – Handwerk und inhabergeführter Mittelstand sichern Arbeitsplätze, Ausbildung und Wertschöpfung in unserer Stadt. Gemeinsam mit den Kammern will ich eine konzentrierte Zusammenarbeit für tragfähige Nachfolgeregelungen in Handwerksbetrieben und inhabergeführten Unternehmen organisieren und dabei Beratung, Vermittlung und Finanzierungsmöglichkeiten besser zusammenführen. Die Stadt muss zugleich Garant für funktionierende wirtschaftliche Infrastrukturen und praktikable Parkplatz- und Ladezonenlösungen insbesondere für Handwerk, Dienstleistungs- und Pflegeunternehmen sein.
- Leipzig gewinnt Fachkräfte – In wichtigen Branchen fehlen Fachkräfte, und oft ist das vorher absehbar. Ich werde den Bedarf regelmäßig auswerten lassen. Gemeinsam mit Kammern, Gewerkschaften, Hochschulen, Berufsschulen, Unternehmen und der Wohnungswirtschaft lege ich fest, wie wir Fachkräfte gewinnen, ausbilden, qualifizieren und in Arbeit bringen. Zur Gewinnung internationaler Auszubildender und Fachkräfte sollen Aufenthaltsverfahren zentralisiert und vereinfacht sowie die vollständig digitale Antragstellung umgesetzt werden.
- Leipzig bringt Innovationen zur Marktreife – Viele gute Ideen scheitern nicht an der Technik, sondern am fehlenden Geld auf dem Weg zum ersten Kunden. Diese Lücke will ich mit einem Regionalen Leipziger Risikokapitalfonds in Höhe von bis zu 100 Mio. Euro schließen. Der Fonds ist ausdrücklich nicht nur für Start-ups da. Er soll auch bestehenden Unternehmen helfen, neue Produkte zu entwickeln, damit die Wertschöpfung in Leipzig und der Region bleibt. Dafür bringe ich regionale Kreditinstitute, die Sächsische Aufbaubank, die Bürgschaftsbank Sachsen sowie weitere deutsche und europäische Förderbanken und private Kapitalgeber zusammen.
Unsere wachsende Stadt steht seit 1990 vor den größten - nicht nur - finanziellen Herausforderungen. Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt Leipzigs nicht weiter zu gefährden, darf es keine grundlegenden Einschnitte bei der Umsetzung der beschlossenen Haushalte und den damit verbundenen Leistungen geben. Dauerhafte Kürzungen in den Bereichen Soziales, Kinder und Jugend, Kultur, Sport, Umwelt- und Klimaschutz sind der falsche Weg. Ein Stellenabbau in der Verwaltung und den Eigenbetrieben will ich verhindern. Weiterhin ist es dringend erforderlich, dass Bund und Land notwendige Steuerreformen (Erbschafts-, Vermögens- und Einkommenssteuer) endlich angehen und umsetzen. Die milliardenschwere Last der auf Leipzig übertragenen Aufgaben müssen Bund und Land vollständig übernehmen, damit die kommunale Selbstverwaltung nicht wie eine Seifenblase platzt. Das im Grundgesetz und der Sächsischen Verfassung verankerte Prinzip „Wer bestellt, bezahlt“ ist zwingend einzuhalten.
Ändern muss sich auch die Zuweisungspolitik des Freistaates an die Kommunen. Insbesondere muss die gekürzte Weiterleitung von Fördermitteln des Bundes beendet werden. Dafür werde ich als Oberbürgermeisterin kämpfen. Darüber hinaus setze ich mich für die Realisierung der beschlossenen, aber bisher nicht umgesetzten Investitionen ein, damit vor allem die Sanierung von Schulen, Brücken und der ÖPNV vorankommen. Leipzigs Infrastruktur darf nicht weiter verschlissen werden. Dafür brauchen wir ausreichendes Personal und zukunftsfähige Strukturen sowie ein professionelleres Fördermittelmanagement. Genauso wichtig ist für mich der Grundsatz, dass Eigeninvestitionen deutlich günstiger sind als die Anmietung von Objekten.
Meine Vorhaben:
- Leipzig braucht Hilfe – Ich werde mich für einen Schutzschirm von Bund und Land für die Kommunen zur Absicherung der übertragenen Aufgaben und für notwendige Investitionen in die öffentliche Infrastruktur einsetzen.
- Leipzig wird entlastet – Die Ausnahmeregelungen des Landes zur Genehmigung des Doppel-Haushaltes müssen erweitert und vereinfacht werden. Dazu zählt eine unbürokratische Kreditaufnahme für die von Bund und Land übertragenen Aufgaben und Investitionen und die Abschaffung von Haushaltssicherungskonzepten bei nicht eigenverschuldeter Schieflage des Haushaltes.
- Leipzig bündelt Fördermittel – Ich werde ein zentrales Fördermittelmanagement unter Einbeziehung der vorhandenen dezentralen Strukturen aufbauen.
Der rasant voranschreitende Klimawandel wird auch in Leipzig immer spürbarer: Abfolgen von Hitze, Trockenheit und Starkregen nehmen zu, die Abstände werden kürzer. Darunter leiden Pflanzen, Tiere und Menschen. Klimaschutz und Klimawandelanpassung sind das Gebot der Stunde und müssen bei allen Stadtentwicklungs- und Infrastrukturmaßnahmen mitgedacht werden. Leipzig muss besser Regen aufnehmen können, statt ihn wegzuleiten, und im Sommer kühl bleiben. Dafür brauchen wir mehr Bäume und mehr offene Böden in der Stadt. Wir verbessern die Vernetzung von Grün und Wasser – Leipzig wird Schwammstadt.
Das muss sozial gerecht geschehen, d.h. die Menschen mitdenken, ihnen einen sozialräumlich gerechten Zugang zu Freiräumen gewährleisten und den notwendigen Umbau sozial abfedern.
Meine Vorhaben:
- Leipzig kann Klimaanpassung – Ich stehe zu den Beschlüssen: Leipzig wird bis 2040 klimaneutral, die Verwaltung bereits bis 2035. Außerdem setze ich mich für den Leipziger Klimahaushalt ein. Er bringt Fachpolitik, Finanzpolitik und Nachhaltigkeitsziele zusammen. In den nächsten Jahren soll er fester Teil davon werden, wie die Stadt plant und entscheidet.
- Leipzig wird baumstärker – Leipzig hat derzeit ungefähr 57.000 Straßenbäume, denen es klimabedingt nicht gut geht. Die Anstrengungen zu Pflege, Schutz und Erhalt der Baumbestände müssen umgesetzt bzw. noch ausgebaut werden: ich strebe an, dass mindestens 2.000 zusätzliche Straßenbäume und 1.000 zusätzliche Parkbäume bis 2028 gepflanzt werden; in den Folgejahren soll der jährliche Zuwachs möglichst 2.000 Bäume betragen.
- Leipzig packt die Wärmewende – Ich stehe zum Ziel der Stadt, bis 2038 klimaneutral im Bereich der Wärmewende zu sein. Dafür ist es wichtig, das erste umgebaute Fernwärmequartier in der Südvorstadt fristgerecht im Jahr 2030 zu übergeben.
- Leipzig schützt seinen Auwald – Dem Auwald fehlt Wasser, er trocknet aus. Dagegen hilft, dass sich das Wasser wieder natürlicher bewegt. Stellen wir die typischen Bäche und Altarme der Aue wieder her, nutzen die natürlichen Überflutungsräume besser und stimmen ab, wie das Wasser in der Aue gesteuert wird.
- Leipzig baut nachhaltiger – Auf die Freiflächen der Stadt wird immer mehr gebaut. Brachflächen und unbebaute Restflächen verschwinden oftmals ersatzlos. Ich bekenne mich zum Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“, d.h. erst Flächen im schon bebauten Stadtgebiet und dann erst neue Flächen am Stadtrand nutzen. Bei Neubau und Sanierung planen wir von Anfang an mit: offene Böden statt Asphalt, begrünte Dächer, Platz für Bäume und Speicher für Regenwasser vor Ort. Langfristig soll in Leipzig mehr Fläche geöffnet als zugebaut werden.
Persönliche Sicherheit sowie Wahrung der öffentlichen Ordnung spielen für die Lebenszufriedenheit der Leipzigerinnen und Leipziger eine wichtige Rolle. Erfreulicherweise ist Leipzig über die Jahre sicherer geworden. Dabei waren und sind umfassende Prävention, vorbeugende Politik und bestehende Sicherheitspartnerschaften, unter anderem zur Landes- und Bundespolizei, Schlüssel zum Erfolg. Der Kommunale Präventionsrat spielt dabei eine wichtige Rolle. Er soll helfen, Straftaten zu verhindern und dafür zu sorgen, dass sich die Menschen sicherer fühlen. Deshalb stärken wir ihn.
Wo es oft Streit gibt, braucht es Menschen, die vor Ort ansprechbar sind und Angebote, die helfen. Dafür stärken wir bei den städtischen Sicherheitsbehörden die interkulturellen und kommunikativen Kompetenzen, insbesondere im Umgang mit Menschen aus verschiedenen Ländern und Lebenslagen.
Meine Vorhaben:
- Leipzig integriert – Kurzfristig wird ein Programm zur Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte für die Stadtverwaltung initiiert.
- Leipzig schützt sein Grün – für die Parkanlagen wird eine gesonderte Grünanlagensatzung aufgestellt und in besonders gefährdeten Anlagen wie dem Lene-Voigt-Park bewusst Personal mit Awarenesskompetenz dem Stadtordnungsdienst zur Seite gestellt.
- Leipzig wertet den öffentlichen Raum auf – Ich lege ein Investitionsprogramm für Plätze, Wege und Grünflächen auf. Wir sorgen für bessere Beleuchtung, gepflegte Freiräume und eine höhere Aufenthaltsqualität dort, wo die Menschen sie brauchen. So machen wir Leipzig sicherer, lebenswerter und attraktiver und schaffen mehr Raum für Begegnungen, Freizeit und Erholung.
Leipzig braucht dringend eine empathische Führungskultur für eine leistungsfähige Verwaltung, die transparent, bürgernah und offen für Mitgestaltung ist. Ich werde die demokratische Beteiligung stärken. Hinweise und Vorschläge aus der Stadtgesellschaft sollen frühzeitig in Planungs- und Entscheidungsprozesse einfließen. Mit dem Stadtrat will ich künftig besser zusammenarbeiten. Das Ehrenamt muss gestärkt werden.
Ich werde bürokratische Hürden abbauen sowie Verwaltungsleistungen digital und barrierefrei ausbauen. Der persönliche Bürgerservice wird in allen Stadtbezirken erreichbar sein. Ich werde Leipzig für seine über 8.000 Beschäftigten in der Kernverwaltung wieder als attraktive und wertschätzende Arbeitsstelle etablieren.
Meine Vorhaben:
- Leipzig wird bürgernäher – Bürgerbeteiligung wird verbindlicher Standard der Stadtverwaltung. Bürgerinnen und Bürger, Ortschaftsräte, Stadtbezirksbeiräte und Fachbeiräte werden bei wichtigen Vorhaben von Beginn an beteiligt und erhalten transparente Rückmeldungen.
- Leipzig kommt zu den Menschen – Wer etwas im Bürgeramt erledigen will, soll das in seinem Stadtbezirk tun können. Mittelfristig werde ich die bürgernahen Verwaltungsdienstleistungen zum Bürgerservice 2030 weiterentwickeln. Dann soll es möglichst in jedem Stadtbezirk wieder ein ortsgebundenes Bürgerservicebüro geben. Barrierefreie Bürgerservicebusse werden auch mit Blick auf die Ortsteile den Service ergänzen. Niemand soll künftig länger als 14 Tage auf einen Termin warten.
- Leipzig kann Bürgerentscheid – Manche Vorhaben prägen die Stadt für Jahrzehnte. Darüber sollen die Leipzigerinnen und Leipziger nach Möglichkeit selbst abstimmen. Ich werde entsprechende Abstimmungen vorschlagen. Wenn es geht, legen wir sie auf einen Wahltag, damit viele Menschen mitmachen.
- Leipzigs Rathaus wird beschäftigungsfreundlicher – Langfristig wird die Stadtverwaltung ein attraktiverer Arbeitsort. Ich möchte den Krankenstand durch empathische Führung, Vertrauen in die Beschäftigten sowie moderne und gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen unter den Bundesdurchschnitt senken. Nur zufriedene und motivierte Beschäftigte ermöglichen eine leistungsfähige Verwaltung. Dafür braucht es ausreichend gut ausgebildetes Personal.
Über 100.000 Leipzigerinnen und Leipziger treiben Sport im Verein. Unzählige weitere joggen im Park, kicken auf dem Bolzplatz oder ziehen ihre Bahnen in der Schwimmhalle. Möglich wird das durch tausende Ehrenamtliche, die Woche für Woche Training organisieren, und eine städtische Sportinfrastruktur, die allen offensteht. Beides gilt es zu erhalten und weiter auszubauen. Denn Sport ist keine Nebensache, sondern Daseinsvorsorge. Er hält gesund, bringt Menschen zusammen und darf nicht vom Geldbeutel oder vom Stadtteil abhängen. Das gilt gerade bei der lebensnotwendigen Schwimmfähigkeit. Wasserfläche ist knapp und sie ist dort einzusetzen, wo sie am dringendsten gebraucht wird – bei den Kindern. Der Schwerpunkt kommunaler Sportpolitik gehört dorthin, wo die Menschen sind: in den Breitensport, in die Vereine und in den öffentlichen Raum. Das gilt auch für große Bauvorhaben. Von ihnen muss die gesamte Stadt profitieren.
Meine Vorhaben:
- Leipzig lernt schwimmen – Sicheres Schwimmen darf keine Frage des Elternhauses sein. Gemeinsam mit den Sportbädern und den Schulen sollen die Belegungspläne der Hallen so gestaltet werden, dass möglichst alle Kinder sicher schwimmen lernen. Zusätzliche Kursangebote in den Ferien sollen die Angebote ergänzen. Die Sanierung der Schwimmhalle Grünauer Welle wird vorrangig auf den Weg gebracht, damit die dort vorhandene Wasserfläche erhalten bleibt.
- Leipzig stärkt seine Vereine – Bei den Zuschüssen für Vereinssportstätten wird nicht gekürzt. Die Pachtkostenzuschüsse sollen mit der Kostenentwicklung Schritt halten, damit steigende Kosten nicht auf die Mitgliedsbeiträge durchschlagen. Auch Investitionen in den Erhalt der Vereinsanlagen bleiben verlässlich gefördert. Wer ehrenamtlich Training gewährleistet, soll dabei stärker unterstützt werden. Dazu gehören einfachere Verfahren, bessere Beratung und mehr Anerkennung.
- Leipzig entwickelt das Sportforum weiter – Hier ist nicht nur Spitzensport zu Hause; hier trainieren auch Vereine, finden Wettkämpfe statt und Zehntausende Menschen kommen zu großen Veranstaltungen zusammen. Bis 2030 sollen die Planungen sowie die Fragen der Finanzierung und Genehmigung für den Umbau und Neubau abgeschlossen sein. Dazu gehören eine neue Ballsporthalle, die Erweiterung der ARENA Leipzig und das Sportmuseum. Weil dafür viel öffentliches Geld eingesetzt wird, müssen Sporträume auch Vereinen, Schulen und dem Breitensport verlässlich und zu bezahlbaren Bedingungen offenstehen. Barrierefreiheit wird dabei von Anfang an auf dem gesamten Gelände mitgedacht.
- Leipzig ist spitze – Das Sportprogramm wird 2027 für die nächsten zehn Jahre fortgeschrieben und wird als Sportfachplanung auch dem Leipziger Leistungssport neue Impulse verleihen. Wichtig ist mir die frühzeitige Zusammenarbeit mit der neuen deutschen Spitzensportagentur, die ihren Sitz in Leipzig hat.
Leipzig ist eine engagierte Bürgerstadt und lebt Demokratie seit der Friedlichen Revolution 1989 in besonderer Weise. Demokratie, Weltoffenheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind keine Selbstverständlichkeit und müssen jeden Tag neu erkämpft werden. Für Rassismus, Antisemitismus und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ist in Leipzig kein Platz. Unsere Stadt trägt als Ort der Friedensgebete und der Friedlichen Revolution eine besondere Verantwortung für Frieden, Dialog und internationale Verständigung. Deshalb will ich demokratische Teilhabe stärken, bürgerschaftliches Engagement fördern und Leipzig als weltoffene Friedensstadt weiterentwickeln. Die Ansiedlung von Rüstungsproduktion in Leipzig lehne ich konsequent ab.
Meine Vorhaben:
- Leipzig befördert den Frieden – Gleich nach dem Amtsantritt mache ich Leipzig als europäische Friedens- und Dialogstadt noch sichtbarer. Dazu gehört eine aktive Rolle im Netzwerk Mayors for Peace. Ich möchte außerdem Bildung zum Frieden und den Austausch mit anderen Ländern fördern.
- Leipzig bleibt weltoffen – Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus werde ich entschlossen bekämpfen sowie Integration und gesellschaftliche Teilhabe fördern, das Ehrenamt stärken, Demokratie- und Integrationsprojekte gezielt unterstützen.
- Leipzig lebt Demokratie – Langfristig möchte ich Leipzig als europäisches Vorbild für demokratische Teilhabe, Weltoffenheit und Friedenskultur weiterentwickeln – eine Stadt, in der bürgerschaftliches Engagement selbstverständlich ist, Vielfalt gelebt wird und alle Menschen die Möglichkeit haben, ihre gemeinsame Zukunft aktiv mitzugestalten.
Inklusion ist kein Luxus und kein „Nice-to-have“. Der Auftrag ist klar: Barrieren abbauen, Selbstbestimmung stärken und allen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen ermöglichen. Leipzig hat sich früh auf den Weg zu einer inklusiven Stadtgesellschaft gemacht. Darauf können wir aufbauen. Doch viele Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen stoßen noch immer auf Hindernisse – im öffentlichen Raum, auf dem Arbeitsmarkt, bei der Wohnungssuche, im Nahverkehr oder beim Zugang zu Kultur, Sport und Verwaltung. Eine Stadt ist erst dann sozial und gerecht, wenn niemand ausgeschlossen wird.
Für mich ist deshalb Inklusion kein Randthema, sondern eine Querschnittsaufgabe für die gesamte Stadtpolitik. Mehr als zehn Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger leben mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung. Ihnen soll die nötige Assistenz für ein weitgehend selbstbestimmtes Leben bereitgestellt werden und sie sollen selbstverständlich mitentscheiden: Wohnen, Arbeiten, Lernen, Freizeitgestaltung oder Politik betreffend.
Dafür braucht es barrierefreie Angebote, Schulen und Betriebe, die allen Menschen offenstehen, vielfältige Wohnformen, in denen Menschen selbst bestimmt leben und entscheiden können sowie eine Verwaltung, die Teilhabe von Anfang an mitdenkt. Die Fortschreibung des Leipziger Teilhabeplans muss zu einem verbindlichen Handlungsprogramm für die gesamte Stadtverwaltung werden. Gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen und ihren Interessenvertretungen werde ich Inklusion konsequent voranbringen – nach dem Grundsatz: Nicht über uns ohne uns!
Meine Vorhaben:
- Leipzig baut Barrieren ab – Ich möchte einen kommunalen Aktionsplan für mehr Barrierefreiheit beschließen und sowie den barrierefreien Ausbau von Verwaltungsgebäuden, Haltestellen, Spielplätzen, Kultur- und Sporteinrichtungen sowie des öffentlichen Raums beschleunigen. Bei allen kommunalen Bau- und Sanierungsvorhaben wird Barrierefreiheit künftig verbindlicher Standard. Barrierefreiheit wird zur Leitlinie kommunalen Handelns.
- Leipzig wohnt selbstbestimmt – Ich fördere den Ausbau barrierefreier und inklusiver Wohnangebote sowie ambulant unterstützter Wohnformen. Gemeinsam mit Wohnungsunternehmen sowie sozialen Trägern schaffen wir bis 2034 mehr bezahlbaren, barrierefreien Wohnraum und stärken inklusive Quartiere, in denen Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich zusammenleben.
- Leipzig arbeitet inklusiv – Gemeinsam mit Unternehmen, Integrationsfachdiensten und den Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) schaffen wir ein kommunales Netzwerk für inklusive Beschäftigung. Unser Ziel ist, deutlich mehr Menschen mit Behinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln und ihnen - entsprechend ihrer Möglichkeiten - eine sinnstiftende Tätigkeit bei fairer Bezahlung zu bieten. Damit unterstreicht die Stadt Leipzig ihre bestehende Vorreiterrolle als inklusive Arbeitgeberin.
Frauen haben an Leipzigs Geschichte über Jahrhunderte aktiv mitgeschrieben, wenn ich an Louise Otto-Peters, Clara Schumann und Clara Zetkin denke. Leider sind Frauen noch immer in vielen Lebensbereichen benachteiligt. Es ist ein Skandal, dass die Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen in den letzten Jahren wieder größer wurde und derzeit in Leipzig 18 Prozent beträgt (Sozialreport 2025). Auch der tendenzielle Anstieg der Straftaten im Bereich häuslicher und sexualisierter Gewalt in Leipzig betrifft strukturell zumeist Frauen. Es bedarf also auch in Leipzig noch immer gewichtiger Anstrengungen, um die Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern zu verbessern und insbesondere die Teilhabe von Frauen am gesellschaftlichen und kulturellen Leben sowie deren Mitwirkung in entsprechenden Gremien zu fördern. Insofern ist es höchste Zeit für die erste Oberbürgermeisterin in der über tausendjährigen Geschichte dieser Stadt.
Meine Vorhaben:
- Leipzig schafft mehr Lohngerechtigkeit – Ich werde einen Gender Pay Kompass ins Leben rufen, mit dem jährlich die geschlechtsspezifische Einkommenslücke in allen wirtschaftlichen Bereichen erfasst und ausgewertet wird. Gemeinsam mit IHK und Handwerkskammer, den Gewerkschaften sowie den Hochschulen möchte ich eine Strategie zum Verringern und Schließen dieser Lücke entwickeln. Auf Unternehmen und Institutionen werde ich aktiv zugehen, um sie für dieses Vorhaben zu gewinnen.
- Leipzig schützt vor häuslicher Gewalt – Frauen und Kinder, die vor Gewalt fliehen, brauchen sofort einen sicheren Ort. Dafür muss der Gewaltschutz verlässlich arbeiten und die Zentrale Sofortaufnahme wieder eröffnet werden. Damit setzen wir konsequent um, wozu sich Deutschland mit der Istanbul-Konvention verpflichtet hat: Frauen vor Gewalt zu schützen.
- Leipzig fördert Gleichstellung – Wir benötigen eine konsequente Umsetzung von Förderplänen für Frauen*, Trans- und Interpersonen in allen Bereichen der Stadtverwaltung, kommunalen Unternehmen und städtischen Eigenbetrieben, einschließlich der paritätischen Besetzung von Führungspositionen und mehr Frauen in Aufsichtsräten.
- Leipzig macht Frauengeschichte sichtbarer – Hunderte bemerkenswerte Frauen haben die Leipziger Stadtgeschichte geprägt, darunter Apollonia von Wiedebach, Friederike Neuber, Henriette Goldschmidt, Lene Voigt, Gerda Taro, Margarete Blank, Karola Bloch, Hildegard Maria Rauchfuß, Evelyn Richter, Christel Hartinger, Iris Lieckfeldt und die unlängst zur Ehrenbürgerin ernannte Channa Gildoni. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass unsere Erinnerungskultur noch weiblicher (und feministischer) wird und es im öffentlichen Raum mehr Benennungen von Straßen, Plätzen usw. nach Frauen gibt. Darüber hinaus führt die Stadt jährlich eine Gedenkveranstaltung am neu errichteten Femizid-Mahnmal durch.
Kultur ist kein Luxus, sondern unverzichtbarer Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Sie stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und prägt die Identität unserer Stadt. Leipzig verdankt seinen internationalen Ruf nicht nur seiner großen Musiktradition und seinen Museen, sondern ebenso einer vibrierenden freien Kunst- und Kulturszene, einer vielfältigen Festivallandschaft sowie zahlreichen soziokulturellen Einrichtungen in den Stadtteilen. Diese kulturelle Vielfalt und Stärke wird von den Leipzigerinnen und Leipzigern sehr geschätzt, wie die jährliche Kommunale Bürgerumfrage immer wieder bezeugt.
Mein Ziel ist es, die enorme Bandbreite der Kultur nicht nur zu verteidigen, sondern offensiv auszubauen. Dazu gehören eine verlässliche Kulturförderung, der Erhalt und Ausbau der kulturellen Infrastruktur, die Stärkung der freien Szene und der Stadtteilkultur sowie die enge Zusammenarbeit zwischen freien Trägern und städtischen Einrichtungen. Kulturförderung ist dabei nicht nur eine kulturpolitische Aufgabe, sondern auch eine Investition in den Wirtschafts- und Lebensstandort Leipzig. Sie stärkt Tourismus, Gastronomie, Hotellerie, Handel und Dienstleistungen. Kultur schafft Teilhabe für alle Generationen, stärkt Demokratie und Erinnerungskultur und macht Leipzig als Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort attraktiv. Von der Clubkultur bis zur Oper, von der Bildenden Kunst bis zur Musikwirtschaft – Leipzig soll auch künftig eine Stadt bleiben, in der Kultur Freiräume schafft, Menschen verbindet und Zukunft gestaltet.
Meine Vorhaben:
- Leipzig baut Museen – Im Jahr 2030 stellen wir den Umbau des ehemaligen Bowlingtreffs am Wilhelm-Leuschner-Platz zum neuen Naturkundemuseum fertig. Mit seiner Eröffnung im Herzen der Stadt entsteht eine neue museale Attraktion für alle Leipzigerinnen und Leipziger und ihre Gäste.
- Leipzig bleibt entgeltfrei – Die Einführung der Entgeltfreiheit in den vier städtischen Museen hat überzeugt. Der kostenfreie Zugang zu den Dauerausstellungen ist ein Beweis, dass Leipzig Teilhabe kann. Ich sichere den entgeltfreien Zugang auch weiterhin und damit Partizipation an den musealen Schätzen unserer Stadt.
- Leipzig kann Festival – In der Gottschedstraße schaffen wir mit dem Haus der Festivals ein neues, attraktives Zentrum für die Festivallandschaft der Freien Szene und bieten mit dem Saal eine wunderbare Livespielstätte für Künstlerinnen und Künstler und ihr Publikum.
- Leipzig ist Musik – Gemeinsam mit Oper, Gewandhaus, Mendelssohn-Haus und Bachfest entwickele ich die renommierte Musiklandschaft unserer Stadt Leipzig weiter. Die geplanten Festivals stärken den Tourismusstandort Leipzig. Als wiederkehrende Großveranstaltungen sorgen sie für internationale Wahrnehmung unserer Stadt und ziehen internationale Gäste an. Dies hat u.a. Effekte auf Hotellerie und Gastronomie.
- Leipzig produziert Musik – Eine stärkere Musikwirtschaft in Leipzig bedeutet neue Künstlerinnen und Künstler, neue Repertoires. In Zukunft soll Leipzig eine Stadt werden, in der noch mehr Musik produziert, verlegt und in die Welt getragen wird. Wirtschaftliche Impulse schaffen Arbeitsplätze und Innovationen, z.B. in den Bereichen Tourismus, Medien oder Veranstaltungswirtschaft.
Wissen ist die größte und wertvollste Ressource in einer global vernetzten Welt. Leipzig lebt als traditionelle Handels- und Messestadt, an der Kreuzung der historischen Handelsrouten Via Imperii und Via Regia, internationalen Austausch. Seit der Universitätsgründung 1409 ist Leipzig auch eine Stadt der Wissenschaft. Heute verfügt Leipzig über ein beeindruckendes, fachlich hochstehendes und breites Spektrum an wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen; darüber hinaus ist Leipzig ein attraktiver Kongressstandort.
Leipzigs Stärke ist, von innen zu wachsen. Mein Ziel ist es, Gründungsideen, Start-ups und kreativen Impulsen exzellente Entwicklungsmöglichkeiten bereitzustellen, damit aus ihnen nachhaltige Wertschöpfung wachsen kann.
Meine Vorhaben:
- Leipzig hält seine klugen Köpfe – Damit möglichst viele Absolventinnen und Absolventen ihren Berufseinstieg hier starten, will ich gemeinsam mit Hochschulen und Unternehmen eine Leipziger Bleibestrategie entwickeln.
- Leipzig wird noch studierendenfreundlicher – Über 40.000 junge Menschen studieren in unserer Stadt. Viele finden keinen Wohnraum, den sie bezahlen können. Mit Studentenwerk, LWB und Genossenschaften bauen wir künftig mehr Wohnheimplätze.
- Leipzig gründet – Leipzig braucht eine neue Gründerzeit. Dafür will ich mit der Startup Factory BoOst, weiteren Labor-Hubs und Gründerflächen zu günstigen Konditionen als Kern eine Leipziger Transfer- und Gründungsstrategie für Zukunftsunternehmen entwickeln. Dabei soll ein Forschungsbiotop entstehen, das Universität Leipzig, die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur, die HHL Leipzig Graduate School of Management und die in Leipzig ansässigen Forschungsinstitute enger miteinander und mit der Wirtschaft verknüpft. Wissenschaft, Gründungsberatung und Wirtschaftsförderung sollen so systematisch zusammenarbeiten, damit aus Forschung und neuen Ideen häufiger wirtschaftlich erfolgreiche Produkte und Unternehmen in Leipzig entstehen. Das Mittelstandsförderprogramm will ich gezielter für innovative Geschäftsmodelle, technologieorientierte Start-ups und wissenschaftliche Ausgründungen einsetzen.
Nicht nur als weltoffene Messe- und Universitätsstadt empfängt Leipzig seit Jahrhunderten Zuziehende aus nah und fern mit offenen Armen. Die größte Stadt in Ostdeutschland verstärkt ihre Internationalität weiter, insbesondere ihre Rolle als europäische Brücke zwischen West und Ost. Leipzig wird noch vielfältiger. Wer hierherkommt, soll noch schneller Deutsch lernen können, leichter eine Ausbildung finden und seinen Berufsabschluss rascher anerkannt bekommen. So gelingt der Weg in Arbeit.
Meine Vorhaben:
- Leipzig wird bunter – Ich richte 2028 ein „Haus der Vielfalt und Teilhabe“ ein, das von den Leipziger Migrantenorganisationen für ihre Vereinsarbeit und Veranstaltungen genutzt werden kann.
- Leipzig wird globaler – Bestehende Städtepartnerschaften werden durch Jugend-, Kultur-, Wissenschafts- und kommunalen Austausch noch mehr von unten mit Leben gefüllt; weitere Städtepartnerschaften, insbesondere im arabischen, asiatischen und lateinamerikanischen Raum werden bis 2030 neu geknüpft, ich denke dabei an Damaskus, Havanna und Seoul.
Liebe Leipzigerinnen und Leipziger,
das vorliegende Wahlprogramm sowie das Wohnungspolitische Programm sind mein inhaltlicher Anspruch nach fast zwei Jahrzehnten kommunalpolitischer Arbeit für unsere Stadt und den dabei gesammelten Erfahrungen. Ich hoffe, ich konnte Sie überzeugen. Nun sind Sie am Zuge und entscheiden am 21. Februar bzw. 21. März 2027 über die Zukunft unserer Stadt. Ich bitte um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme – und vor allem um Ihre Mitwirkung, weit über den Wahltag hinaus.
Leipzig 2027–2034 gemeinsam.
Ihre Dr. Skadi Jennicke
Die endgültige Beschlussfassung zu diesen Programmen erfolgt auf dem Stadtparteitag der Leipziger Linken am 28. November 2026. Hinweise, Ergänzungsvorschläge und sonstige Wortmeldungen dazu bitte über die Wahl-Webseite www.skadijennicke.de
Leipzig 2027 gemeinsam!
Liebe Leipzigerinnen und Leipziger,
Die Linke hat mich als Kandidatin für die Oberbürgermeisterinnen-Wahl am 21. Februar 2027 nominiert. Bis dahin ist noch Zeit - und diese möchte ich nutzen, um mit Ihnen über Gegenwart und vor allem Zukunft unserer Stadt zu sprechen. Leipzig hat enormes Potenzial. Gleichzeitig merken wir: Viele Dinge kommen nur langsam voran.
Bezahlbares Wohnen, preiswerter ÖPNV, nachhaltige Investitionen und gesellschaftliche Teilhabe müssen aktiv gestaltet werden - sie betreffen uns alle. Niemand darf zurückbleiben. Lassen Sie uns ins Gespräch kommen und gemeinsam wichtige Akzente setzen.
Leipzig braucht neuen Schwung, Mut zur Veränderung und Kraft zur Entscheidung!
Weiter unten finden Sie erste Ideen für mein Wahlprogramm. Schreiben Sie mir bitte: Was läuft gut in Leipzig - und was sollte sich ändern? Bringen Sie Ihre Perspektiven, Vorschläge oder auch Kritikpunkte ein.
Demokratie lebt davon, dass viele sich einmischen. Ich bin hier geboren, Leipzig ist meine Heimatstadt. Ich trete an, um Verantwortung für diese Stadt zu übernehmen. Leipzig 2027 gemeinsam!
Ihre Skadi Jennicke
Meine Ziele für Leipzig
Ideen für unsere Stadt - 1. Vorschlag (Stand März 2026)
Für uns gehören soziale Gerechtigkeit und ein selbstbestimmtes Leben zu den unverzichtbaren Grundwerten. In zahlreichen Feldern kann und muss der solidarische Zusammenhalt der Stadtgesellschaft gefestigt und ihre zunehmende Spaltung in arm und reich bekämpft werden.
Mobilität ist öffentliche Daseinsvorsorge. Dabei setzen wir auf die Stärkung des Umweltverbundes aus Fußverkehr und Fahrrad, bezahlbaren ÖPNV, und gerechtere Verteilung des Verkehrsraums. Die Verkehrswende muss sozial, inklusiv und transparent sein, Bürgerbeteiligungsverfahren sind unverzichtbar.
Unser Grundverständnis von Wirtschaft orientiert sich am orchestrierten Gleichklang von Ökonomie und Ökologie. Unter massiv veränderten Rahmenbedingungen gilt es weiterhin solide Beschäftigung, innovative Arbeitsplätze, steigende Wertschöpfung und gute Bezahlung zu sichern. Eine besondere wirtschaftliche Verantwortung tragen die städtischen Unternehmen von der L-Gruppe bis zur LWB.
Leipzig steht vor den größten finanziellen Herausforderungen der letzten Jahrzehnte. Es ist dringend erforderlich, dass Bund und Land endlich notwendige Steuerreformen (Erbschafts-, Vermögens- und Einkommenssteuer) angehen und die milliardenschwere Last der übertragenen Aufgaben an die Kommunen vollständig übernehmen.
Wir streiten für eine solidarische Stadtgesellschaft, in der das Miteinander der Generationen gelebter Alltag ist. Der Kampf gegen Kinderarmut ist uns ein besonderes Anliegen. Zugleich muss Leipzig für die 20 Prozent der Menschen ab 65 Jahre noch altersgerechter und altersfreundlicher werden.
Der rasant voranschreitende Klimawandel wird auch in Leipzig immer spürbarer: Klimaschutz und Klimaanpassung sind das Gebot der Stunde. Dem dienen Energie- und Wärmewende sowie die Stärkung der blau-grünen Infrastruktur - Leipzig wird Schwammstadt.
Nicht nur als weltoffene Messe- und Universitätsstadt empfängt Leipzig seit Jahrhunderten Zuziehende aus nah und fern mit offenen Armen. In Zukunft wird unsere Stadt noch multikultureller und erleichtert für Migrantinnen und Migranten den Spracherwerb, die Ausbildung und schnellere Anerkennung von Abschlüssen und damit die Integration in Arbeit.
Öffentliche und persönliche Sicherheit sowie Sauberkeit und Ordnung spielen für die Lebenszufriedenheit vieler Menschen in Leipzig eine entscheidende Rolle. Umfassende Prävention und vorbeugende Politik ist hier der Schlüssel für weitere Erfolge. Der Ausbau der interkulturellen und kommunikativen Kompetenzen der städtischen Sicherheitsbehörden ist notwendig.
Leipzig war, ist und bleibt eine engagierte BürgerInnenstadt. Das ist aber kein fertiger Zustand, sondern muss ebenso wie Weltoffenheit und Toleranz von uns gemeinsam mit der Zivilgesellschaft täglich neu erkämpft werden. In unserer vielfältigen, bunten Stadt ist kein Platz für Rassismus, Antisemitismus und rechte Hetze.
Leipzig mit über 40.0000 Studierenden ist eine Stadt der Wissenschaft. Wir sollten künftig stärker im Blick haben, möglichst viele Absolventinnen und Absolventen unserer Universität und der Hochschulen für einen Berufseinstieg in Leipzig zu begeistern, um mit Innovationen auszustrahlen und Fortschritte im internationalen Wettstreit um die besten Köpfe zu erzielen.


