Von links gelesen - Veranstaltungen zur Buchmesse 2026

Buchmesse 2026

Mitte März findet wieder die Leipziger Buchmesse statt. Wie jedes Jahr wird das Messegeschehen mit Lesungen und Diskussionen begleitet, viele davon aus unserem Umfeld. Abseits des Messe-Mainstreams haben wir einige Veranstaltungsempfehlungen mit spannenden AutorInnen und weiteren interessanten Gästen für Sie gelistet, um den Slogan Leipzig liest auch dieses Jahr wieder mit Leben zu füllen. Alle Veranstaltungen finden zwischen Mittwoch, dem 18.03., und Sonntag, dem 22.03., statt und sind über die gesamte Stadt verteilt. Genaue Details zu den einzelnen Programmpunkten finden Sie in der unten folgenden Auflistung. Wir freuen uns, wenn Sie vorbeikommen!

 

Mittwoch, 18.03.


Ehrenfrau. Ehrenamt neu gedacht - feministisch, solidarisch und radikal fürsorglich - Nancy Hochstein (Palomaa publishing)

Ehrenamt: Fürsorge, Macht und Struktur
Ehrenamt als Ort der Hoffnung und der Erschöpfung, der Möglichkeit und der Unsichtbarkeit: Nancy Hochstein verbindet in diesem Essay eigene aktivistische Erfahrungen mit einer scharfen Analyse gesellschaftlicher Machtverhältnisse – und fordert, das Ehrenamt neu zu denken: als Raum feministischer Praxis, geteilter Verantwortung und radikaler Fürsorge.
Eine persönliche und politische Abrechnung mit einem System, das auf unbezahlter Fürsorgearbeit basiert – und sich dabei stillschweigend auf die Selbstverständlichkeit weiblichen Engagements verlässt.

Ein leidenschaftlicher Essay über Verantwortung, Anerkennung und das Recht, nicht nur zu geben, sondern zu gestalten.

Wann? Mittwoch, 18.3. 19 Uhr
Wo? linXXnet Brandstraße 15

Exklusion - Sarah Yolanda Koss und Gast gemeinsam mit neues deutschland (nd)

Plötzlich ist vieles möglich. Künstliche Intelligenz schafft mehr Teilhabe im Supermarkt, im Straßenverkehr, am alltäglichen Leben. Zugleich hetzt ein AfD-Politiker auf TikTok gegen „Einfache Sprache“, im selben Sommer fliegen Steine durch die Glasscheiben eines Selbsthilfeverbands für Menschen mit geistiger Behinderung. Baut Digitalisierung Hürden auf- oder ab? Ein Gespräch über den Stand der Inklusion in Zeiten von Künstlicher Intelligenz und Rechtsruck, moderiert von Sarah Yolanda Koss (nd).

Wann? Mittwoch, 18.3. 20:15 Uhr 
Wo? INTERIM Demmeringstraße 32

Donnerstag, 19.03.


Lob der Überwachung - Timo Daum (Edition Nautilus)

Am Überwachungskapitalismus ist nicht die Überwachung das Problem, sondern der Kapitalismus: für eine positive Überwachungspolitik!

Überwachung und Datenerfassung genießen keinen guten Ruf. Ob durch staatliche Akteure oder Digitalunternehmen – sobald Informationen über uns gesammelt, gespeichert und verarbeitet werden, denkt man schnell an das Angstregime der Stasi, autoritäre Überwachungsdystopien, die Allmacht der Tech-Konzerne.

Auch auf der Linken haben wir Datenschutz und Privatsphäre hochgehalten, eine strenge Regulierung der Konzerne gefordert und »Meine Daten gehören mir!« gerufen. Doch privacy und Datenschutz sind bürgerliche Kategorien, die letztlich ein Privateigentum im Digitalen konstituieren. Statt uns die Potentiale des digitalen Wandels für ein radikal solidarisches Projekt anzueignen, sind wir in die Falle einer konservativen Kritik und der Vorstellung einzelner isolierter Datenbesitzer*innen getappt.

Timo Daum fordert stattdessen, Überwachung positiv zu denken – als Produktivkraft, als Form der Sorge, als Möglichkeit guten Regierens. Denn Überwachung kann auch bedeuten, Vermieter und Eigentümer an Preistreiberei zu hindern, Raser im Straßenverkehr auszumachen, Finanz- und Steuerverbrechen aufzudecken – oder den Grundstein für ein postkapitalistisches, bedarfsorientiertes Wirtschaften zu legen.

Von einem Lob der Überwachung zu sprechen, ist keine geschichtsvergessene Romantisierung autoritärer Systeme, sondern der Versuch, uns die technischen Möglichkeiten, die der Überwachungskapitalismus geschaffen hat, für eine Zukunft ohne Kapitalismus anzueignen.

Wann? Donnerstag, 19.3. 19:00 Uhr
Wo? linXXnet Brandstraße 15

Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Wirtschaftspolitik - Sabine Nuss (Karl Dietz Verlag Berlin)

Auf die zunehmende Bedrohung von rechts werden immer drängender Antworten gesucht. Eine davon lautet in jüngster Zeit: »Antifaschistische Wirtschaftspolitik«. Gezielte Umverteilung von oben nach unten und eine planvolle Investitionspolitik seitens des Staates soll die neoliberale Politik der letzten Jahrzehnte endlich ablösen. Vorrangiges Ziel: die Stärkung sozialer Sicherheit.

Auslöser dieser Forderung ist die Beobachtung, dass Menschen tendenziell eher rechts wählen, wenn aufgrund von wirtschaftlichen Krisen, Inflation und der Kürzung von Sozialausgaben Abstiegsängste und Unsicherheit zunehmen. In diesem Kontext stellen sich einige Fragen: Warum wählen die Menschen dann rechts und nicht links? Welche grundlegenden Fragen werden dabei gar nicht erst angesprochen? Welche Strukturen des Kapitalismus können Aufschluss darüber geben, welche Weltanschauungen im Alltagsbewusstsein anschlussfähiger sind?

Eine Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen in Kooperation mit dem linXXnet und INTERIM

Wann? Donnerstag, 19.3.  19:00 Uhr
Wo? INTERIM Demmeringstraße 32

nd präsentiert: 50 Jahre Punk - Christof Meueler mit Gästen

Es lesen und diskutieren die Autor*innen Jonas Engelmann, Alexander Pehlemann und Juliane Streich, moderiert von Christof Meueler (nd). Und sie spielen ihre Lieblingslieder.

Wann? Donnerstag, 19.3. 20:15 Uhr
Wo? INTERIM Demmeringstraße 32

Freitag, 20.03.


Sichere Häfen, Städte als Zuflucht- Volker M. Heins (Edition Nautilus) und Juli (linXXnet)

Können Sanctuary Cities eine Antwort auf nationale Abschottung sein? Eine internationale Analyse zur Zukunft offener Gesellschaften

Während sich die Grenzen vieler Staaten schließen und Regierungen auf Abschottung setzen, sind weltweit immer mehr Menschen durch Kriege, Umweltzerstörung und staatliche Willkür zur Flucht gezwungen. Auch eine rigorose Grenzpolitik unterbindet Migration nie völlig – aber wo können flüchtende Menschen noch ankommen, wenn der Staat sie zum Problem erklärt?
Eine Antwort findet sich in jenen Städten, die die praktische Unterstützung Geflüchteter und das solidarische Zusammenleben mit Migrant*innen zu ihrem Selbstverständnis gemacht haben – und sich damit aktiv gegen die nationale Politik ihrer Länder stellen. Sie helfen unabhängig von Herkunft oder Aufenthaltsstatus, entwickeln Ausweise für alle, die sich in der Stadt aufhalten wollen, unterstützen in juristischen Fragen, schützen vor polizeilicher Willkür. Städte dieser Art finden sich auf fast allen Kontinenten, sie heißen Sichere Häfen, Sanctuary Cities oder Città dell’accoglienza.

Volker Heins hat in Chicago, Kampala, Sheffield und Palermo, in Bremen, Berlin und Zürich recherchiert: Wie wirkt sich das Schutzversprechen für Menschen ohne Aufenthaltsstatus konkret aus? Ist das Selbstverständnis der Städte von Dauer oder bloße moralische Aufwallung, entsteht hier gar ein neuer Begriff urbaner Freiheit? Und was passiert, wenn Städte direkt vom Staat angegriffen werden – wie man zuletzt in den USA beobachten konnte, wo Donald Trump den Kampf gegen Sanctuary Cities zur Priorität erklärte?

Wann? Freitag, 20.3.19:00 Uhr
Wo? linXXnet Brandstraße 15

Die Kriegslogik durchbrechen

Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg - Bernd Drücke und Swetlana Novoshenow (Verlag Graswurzelrevolution)

Dieser Sammelband soll dazu beitragen, dass politische Diskussionen in einem Klima geführt werden können, das nicht von Einschüchterung geprägt ist. Zu Wort kommen Menschen, die sich für Aussöhnung und eine solidarische Gesellschaft jenseits von Nationalismus, Herrschaft und Gewalt einsetzen. Die Aktivist*innen u.a. von New Profile, Combatants for Peace und Palestinians and Jews for Peace weigern sich, Feinde zu sein. Sie solidarisieren sich mit den Geiseln, den Angehörigen der Opfer von Gewalt in Israel und Palästina, den Geflüchteten und Menschen, die sich dem Mord auf Kommando verweigern. Sie stellen sich sowohl gegen den Terror der islamistischen Hamas als auch gegen den der extrem rechten Netanjahu-Regierung.

Wann? Freitag, 20.3. 19:00 Uhr
Wo? INTERIM Demmeringstraße 32

Aufklärung zum Tod von Medard Mutombo: Wo stehen wir jetzt? - Jule Meier (nd) und Gästen

Immer mehr Menschen sterben in Folge von Polizeieinsätzen, unter ihnen Kupa Ilunga Medard Mutombo. Über Aufklärung, Verantwortung und unabhängige Untersuchungen diskutieren sein Bruder, dessen Anwältin und die Antidiskriminierungsstelle des Landes Berlin.

Wann? Freitag, 20.3. 20:15 Uhr
Wo? INTERIM Demmeringstraße 32

Samstag, 21.03.


Rosas Salon im Felsenkeller 43. Folge

Buchmesse spezial in Kooperation mit der Eulenspiegel Verlagsgruppe Berlin

Der österreichische Publizist Prof. Dr. Georg Tidl stellt seine neueste zeitgeschichtliche Recherche vor: „Nord Stream ‒ die Sprengung der alten Weltordnung“

In seinem neuesten Buch rekonstruiert Georg Tidl anhand von Augenzeugenberichten, Gutachten und internationalen Ermittlungsdokumenten die Ereignisse um die Sprengung der Nord Stream-Pipeline. Dabei entsteht ein klares Bild: Es war ein gezielter Anschlag mit massiven Auswirkungen auf das weltpolitische Gefüge in seiner fragilen Verflechtung von Energiepolitik, globalen Machtverhältnissen und strategischen Interessen. Trotz umfangreicher Untersuchungen und zahlreicher Presseberichte blieb vieles im Dunkeln. Tidl fragt: Wer sind die Drahtzieher? Welche Staaten und Akteure hatten das größte Interesse? Wer trägt Verantwortung? Wer wird zur Rechenschaft gezogen, und wer bleibt unbehelligt? Dieses Buch richtet sich an alle, die echte Hintergründe statt Spekulationen suchen. Es liefert fundierte Recherche statt Panikmache, klare politische Einordnung statt Propaganda, Antworten und Fragen, die zum Nachdenken auffordern.

Georg Tidl, geboren 1948 in Wien, studierte Psychologie, Germanistik und Zeitgeschichte und arbeitete als Journalist im Österreichischen Rundfunk. Zahlreiche Fernsehdokumentationen und Features zu Themen der Zeitgeschichte, Beiträge in Zeitschriften. 2009 Verleihung des Berufstitels Professor. Buchveröffentlichungen unter anderem: „Die Frau im Nationalsozialismus“, „Streuzettel. Illegale Propaganda in Österreich 1933-1938“, »Von der Gestapo gehetzt«, „Kurt Waldheim - Wie es wirklich war“. Seine frühen Recherchen zu Waldheims Kriegsbiografie gelten als Initialzündung einer innenpolitischen Entwicklung Österreichs zur Aufarbeitung des nationalsozialistischen Erbes.

Begrüßung: Stadtrat Dr. Volker Külow, 

Moderation: Dr. Hartmut Kästner

Wann? Samstag, 21.3. 17:00 Uhr
Wo? Liebknecht-Haus Leipzig, Braustraße 15, 04107 Leipzig

Meine verletzte Generation - Wie der Staat uns alle verrät - Carla Hinrichs (Klett Cotta)

Carla Hinrichs schläft noch, als ein Einsatzkommando unter Berufung auf § 129 StGB ihre Wohnung stürmt. Der Vorwurf: Bildung einer kriminellen Vereinigung, der Letzten Generation. Die Jurastudentin aus Bremen, die sich dafür einsetzt, dass Gesetze auch vom Staat eingehalten werden, landet nun selbst dafür vor Gericht. Dieses Buch ist ein erschütterndes Zeugnis davon, wie verletzt unsere Demokratie ist und der dringliche Appell, die eigenen Grundrechte immer wieder aktiv zu nutzen – solange wir sie noch haben.

Hier geht es nicht um die Klimakrise. Hier geht es um die Demokratie und um die Autokratisierung unseres Staates. Und um den Paragraphen 129 StGB. Ein Gesetz, das die Staatsanwaltschaft im Kampf gegen Terror und Mafia bemächtigen soll und das missbraucht wird, um Grundrechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit zu unterdrücken. Die Anklage gegen Carla Hinrichs und die Letzte Generation wird dadurch zu einem Präzedenzfall gegen die Zivilgesellschaft. Denn ihr Protest war stets gewaltfrei, doch nun droht ihnen Gefängnis. Spannend, emotional und aufrüttelnd erzählt Carla Hinrichs hier die Geschichte einer politisch engagierten jungen Frau und einer der kontroversesten Bewegungen der letzten Dekade.

Wann? Samstag, 21.3. 18:00 Uhr
Wo? linXXnet Brandstraße 15

Kapitalismus und Sklaverei von Eric Williams

Was, wenn der Aufstieg des Kapitalismus untrennbar mit der brutalsten Form menschlicher Ausbeutung verbunden ist? In Kapitalismus & Sklaverei zeigt Eric Williams, dass die industrielle Revolution in England nicht allein auf Fortschritt und Innovation beruhte, sondern maßgeblich durch die Profite aus Sklavenhandel und Plantagenwirtschaft finanziert wurde. Plantagenbesitzer, Kaufleute und Schiffsbauer häuften enorme Vermögen an, die in Banken, Handel und Schwerindustrie flossen – und so die Grundlage für die weltweite Ausbreitung des Kapitalismus schufen.

Bereits 1944 formulierte Williams damit eine These, die ihrer Zeit weit voraus war: Er stellte die gängigen Erzählungen vom moralischen und wirtschaftlichen Fortschritt Europas radikal infrage und zeigte die zentrale Rolle des transatlantischen Sklavenhandels für die Entwicklung moderner kapitalistischer Gesellschaften auf. Seine Analyse macht deutlich, dass rassistische Ideologien nicht Ursache, sondern Folge ökonomischer Ausbeutung waren – entstanden, um ein System zu rechtfertigen, das auf Profit durch Entmenschlichung beruhte.

Dieses einflussreiche Werk ist bis heute eine unverzichtbare Grundlage, um die historischen Wurzeln von Kapitalismus, Imperialismus und globaler Ungleichheit zu verstehen – und regt dazu an, die Geschichte der Moderne neu zu denken.

Am 21.03. um 18 Uhr wird die deutsche Erstübersetzung des Buchs von Eric Williams in der Klinke in der Volckmarstraße 5 vorgestellt. Zu Besuch sind Bafta Sabo und Rene Arnsburg. Wir freuen uns auf eine Angeregte Diskussion mit euch.

Wann? Samstag, 21.3. 18:00 Uhr
Wo? Stadteiltreff Die Klinke, Volckmarstraße 5

Politische Geborgenheit - Clara Tempel (Verlag Graswurzelrevolution)

Geborgenheit spielt eine wichtige Rolle in emanzipatorischen sozialen Bewegungen und trägt dazu bei, dass Menschen langfristig aktiv und widerständig sein können. Gleichzeitig muss sie kritisch hinterfragt werden, weil sie in Machtverhältnisse eingebettet ist und nicht selten auf Grenzziehungen und Ausschlüssen beruht. Das Buch zeigt, wie wir das transformative Potenzial von Geborgenheit im Aktivismus stärken können, ohne bestehende Machtverhältnisse zu reproduzieren.

Wann? Samstag, 21.3. 19:00 Uhr 
Wo? linXXnet Brandstraße 15

Stark und gefährlich wie nie - was tun gegen den Erfolg der Rechten?  - Johannes Hecht (nd)

Rechte Hegemonie und absolute AfD-Mehrheiten rücken bedrohlich näher. Doch der vermeintlich unaufhaltsamen Faschisierung stellt sich auch zivilgesellschaftlicher Widerstand entgegen - welche Gegenstrategien waren und werden wirksam sein? Über Praxis und mögliche Handlungsoptionen diskutieren unterschiedliche linke Akteur*innen - Moderation: Johannes Hecht (nd).

Wann? Samstag, 21.3. 19:00 Uhr 
Wo? Liebknecht-Haus Braustraße 15

Was du kriegen kannst - Clemens Böckmann (Hanser Literaturverlage)

Wer ist diese Frau? Ihre Stasi-Akten beschreiben Uta als „groß“, „schlank“, „sehr intelligent, z. T. auch sehr raffiniert“. Sie nennen sie „mannstoll“ und notieren, dass sie „sehr viel raucht und auch viel Alkohol verkonsumiert“. Aber ist das schon alles? Wie kann man einen Menschen voller Hoffnung und Lust beschreiben, der in die Widersprüche seiner Zeit gerät? 
Über vierzig Jahre war Uta Sexarbeiterin. Seit 1971 von der Stasi auf Männer angesetzt, war sie dabei Täterin und Opfer zugleich. In Clemens Böckmanns die Geschichte aufwühlendem Roman erzählen er, sie und die Akten gemeinsam ein Leben. Dabei gibt es keine Wahrheit über die DDR oder die Ausbeutung als Frau – aber Aufmerksamkeit für einen von allen vergessenen Menschen.

Wann? Samstag, 21.3. 19:00 Uhr 
Wo? INTERIM Demmeringstraße 32   

Sonntag, 22. März


„Der lange Fahrradmarsch“

Christian Y. Schmidt berich­tet über eine Abenteuerreise mit Volker Häring auf den Spuren des legen­dären Marsches der chinesischen Volks­befreiungs­armee, fast 7000 Kilometer mit dem E-Bike in fünf Monaten

So weit die Füße radeln: 7.000 Kilometer durch das Reich der Mitte Christian Y. Schmidt und Volker Häring haben es gewagt: Auf spekta­kuläre Weise radeln die beiden Chinakenner die Originalroute von Maos Langem Marsch entlang. Vorbei an Reisterrassen und Mandarinenhainen, durch spektakuläre, gefährliche Schluchten, hinein in alte, faszinierende Handelsstädte. Auf ihrer epischen Tour überqueren sie den Jangtse, kämpfen sich durch Ausläufer des Himalaya bis aufs tibetische Hochplateau – und folgen dabei dem Gründungsmythos der Volksrepublik,  dem Langen Marsch. Außerdem begeben sich die beiden auf die Spur eines in China legen­dären Deutschen, der an Maos Revolution maßgeblichen Anteil hatte: dem Schriftsteller und ehemaligen Parteifunktionär Otto Braun. Ein spektakuläres Reiseabenteuer: Mit überraschenden Einblicken in ein widersprüchliches Land. Und mit zwei alten weißen Männern, die sich streiten.

Christian Y. Schmidt, Jahrgang 1956, war Redakteur des Satiremagazins Titanic. Er hat mehr als fünfzehn Jahre in Peking gelebt und neben gefeierter Belletristik („Der letzte Huelsenbeck“) zahlreiche China-Bücher verfasst, darunter den Spiegel-Bestseller „Allein unter 1,3 Milliarden“. Mit diesem Buch nimmt er Abschied von China.
Volker Häring, Jahrgang 1969, ist Reiseschriftsteller und Radreiseveranstalter. Seit 1993 ist mehr als 50.000 Kilometer durch China geradelt und hat darüber in Büchern („Ein Bus namens Wanda“), ARTE-Dokumentationen („Chinas Wilder Westen«) und Blogs berichtet. Sein Peking-Krimi Beijing Baby ist ein Geheimtipp unter Chinakennern.

Wann? Sonntag, 22.3. 11:00 ‒13:00 Uhr
Wo? Naumanns Tanzlokal im Felsenkeller, Karl-Heine-Straße 32          

Rosas Salon im Felsenkeller 43. Folge

Buchmesse spezial in Kooperation mit Die Linke Leipzig

„Der lange Fahrradmarsch“ ‒ Christian Y. Schmidt berichtet über eine Abenteuerreise mit Volker Häring auf den Spuren des legendären Marsches der chinesischen Volksbefreiungsarmee, fast 7000 Kilometer mit dem E-Bike in fünf Monaten

So weit die Füße radeln: 7.000 Kilometer durch das Reich der Mitte Christian Y. Schmidt und Volker Häring haben es gewagt: Auf spektakuläre Weise radeln die beiden Chinakenner die Originalroute von Maos Langem Marsch entlang. Vorbei an Reisterrassen und Mandarinenhainen, durch spektakuläre, gefährliche Schluchten, hinein in alte, faszinierende Handelsstädte. Auf ihrer epischen Tour überqueren sie den Jangtse, kämpfen sich durch Ausläufer des Himalaya bis aufs tibetische Hochplateau – und folgen dabei dem Gründungsmythos der Volksrepublik,  dem Langen Marsch. Außerdem begeben sich die beiden auf die Spur eines in China legendären Deutschen, der an Maos Revolution maßgeblichen Anteil hatte: dem Schriftsteller und ehemaligen Parteifunktionär Otto Braun. Ein spektakuläres Reiseabenteuer: Mit überraschenden Einblicken in ein widersprüchliches Land. Und mit zwei alten weißen Männern, die sich streiten.

 

Christian Y. Schmidt, Jahrgang 1956, war Redakteur des Satiremagazins Titanic. Er hat mehr als fünfzehn Jahre in Peking gelebt und neben gefeierter Belletristik („Der letzte Huelsenbeck“) zahlreiche China-Bücher verfasst, darunter den Spiegel-Bestseller „Allein unter 1,3 Milliarden“. Mit diesem Buch nimmt er Abschied von China.

 

Volker Häring, Jahrgang 1969, ist Reiseschriftsteller und Radreiseveranstalter. Seit 1993 ist mehr als 50.000 Kilometer durch China geradelt und hat darüber in Büchern („Ein Bus namens Wanda“), ARTE-Dokumentationen („Chinas Wilder Westen«) und Blogs berichtet. Sein Peking-Krimi Beijing Baby ist ein Geheimtipp unter Chinakennern.

Begrüßung: Stadtrat Dr. Volker Külow, 

Moderation: Sören Pellmann, MdB 

Wann? Sonntag, 22.3. 11:00‒13:00 Uhr
Wo? Naumanns Tanzlokal im Felsenkeller, Karl-Heine-Straße 32, 04229 Leipzig.

Erik Neutsch. Der letzte Jakobiner

Buchvorstellung und Diskussion – Gunnar Decker (Eulenspiegel Verlagsgruppe)

Diese Biografie zeichnet Leben und Schaffen jenes DDR-Autors nach, der wie kein anderer das Thema Arbeiter und Macht ins Zentrum seines Werkes stellte. Gunnar Decker hat für seine Biografie bislang unerschlossenes Archivmaterial gesichtet, das zahlreiche Aufschlüsse über die private Sphäre des Schriftstellers und seinen keinesfalls unkomplizierten Charakter liefert. Gleichzeitig analysiert er mit kundigem Blick auf die Literaturszene der DDR kulturpolitische Entwicklungen und markiert Neutschs Stellenwert: ein unbequemer Realist, leidenschaftlicher Erzähler und streitbarer Zeitgenosse.                                                               

Eine Veranstaltung der Erik-Neutsch-Stiftung, der Rosa-Luxemburg-Stiftung, des Projekt- und Abgeordnetenbüro Interim sowie der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen.

Wann? Sonntag, 22.3. 17:00 Uhr 
Wo? INTERIM Demmeringstraße 32

Present Past. Wie Nachfahren ihre NS-Familiengeschichte erforschen

Johannes Spohr und Claudia Krieg (Metropol Verlag)

Zehn Geschichten, zehn Wege: Nachfahren berichten, wie sie zum Nationalsozialismus in der eigenen Familie recherchiert haben, was sie herausgefunden haben und wie sie mit den Erkenntnissen umgehen. Sie geben damit Einblick in persönliche Erinnerungspraktiken einer wachsenden Minderheit in der deutschen Gesellschaft. Ergänzt werden die Erfahrungsberichte durch Beiträge, die gesellschaftliche Entwicklungen zum Thema sowie Neuerungen in den Archiven darstellen. Ein Ermutigungsbuch für alle, die sich auf die Suche begeben wollen.

Wann? Sonntag, 22.3. 18:00 Uhr 
Wo? linXXnet Brandstraße 15