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AG Senioren bei der Partei DIE LINKE: Alter leben – den neuen Anforderungen stellen.

Wer sind wir?

Wir sind Mitglieder und SympathisantInnen im Leipziger Stadtverband, die dafür eintreten, dass alle Menschen auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben in Würde führen können. Wir haben unsere Arbeit 1992 begonnen. Ausgangspunkt war die Selbstfindung und der Kampf um Rentengerechtigkeit. Wir verstehen uns als Teil der Gesamtpartei und bemühen uns, die politischen Ziele und Aufgaben des Stadtvorstandes durch aktive Mitwirkung zu unterstützen sowie Vorschläge für seniorenpolitische Angebote zu unterbreiten.

Was wollen wir?

Wir wollen eine bessere - sozial gerechtere Gesellschaft, eine solidarische und gesicherte Rente, eine gute Gesundheitsversorgung für alle, eine hohe Qualität der Altenpflege, bezahlbares Wohnen und Sicherheit. Wir als Zeitzeugen bemühen uns um enge Kontakte zu linken Jugendorganisationen und wirken engagiert im antifaschistischen Kampf. Wir streben eine Zusammenarbeit mit Seniorenorganisationen, Sozialverbänden, Gewerkschaften und weiteren Gremien an, die sich für eine neue Kultur des Alterns und des Alters einsetzen. Wir wenden uns gegen die Argumente, dass die demographische Entwicklung Schuld am Sozialabbau sei und fordern von den Politikern der Stadt Lösungen zum Wohle der älteren Bürger.

Werbung in eigener Sache

Die AG Senioren nutzte die Seniorenkonferenz unseres Stadtverbandes am 8. Februar 2016, um über ihre Aktivitäten zu berichten und damit Interessenten zum Mitmachen zu gewinnen.

Unsere AG gibt es seit 25 Jahren mit nachweisbarer engagierter und konstruktiver Arbeit auf den unterschiedlichsten Politik-Feldern wie aktiven Wahlkampf, gelebten Antifaschismus, Kultur u.v.m.  - nachzulesen auf unserer Internetseite. Ihr findet uns bei Google: DIE LINKE Stadtverband Leipzig über Home - Strukturen - Zusammenschlüsse - AG Senioren.

Genossinnen und Genossen, Sympathisantinnen und Sympatisanten sind uns herzlich willkommen. Jeden ersten Donnerstag im Monat, 9°°Uhr, Liebknechthaus, Braustraße 15.

Auf bald - wir freuen uns auf Euch.

Kontakt

Tel.: 0341 14064411

Geschäftsstelle DIE LINKE. Leipzig
 Braustraße 15

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Veranstaltunsplan 2/2020 der AG Senioren

2. Juli 2020    - Unsere Verabschiedung von Steffi Deutschmann in den Ruhestand

Beratung zur weiteren Gestaltung unserer Zusammenkünfte

6. August 2020

Bericht über die Mala Upa Reise  2019                                     Ref.: K.-H. Eilenberger      

3. September 2020                                                                      

Die Wohnungspolitik in Leipzig - bürgerfreundlich                 Ref.: Claudia Scholz                                                     

1. Oktober 2020

Findet die Zukunft mit "links" statt ?                                         Ref.: Kai Kamieth

5. November 2020

Buchlesung: Sahra Wagenknecht - Die Biografie                    Ref.: Eva Firesch

3. Dezember 2020

Jahresausklang

 

Beginn der Veranstaltungen 9°°Uhr im Liebknechthaus, Braustraße 15

Änderungen des Programms sind möglich und werden rechtzeitig bekann gegeben.

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Reflexionen zu unseren Veranstaltungen

Unsere Partei "Die Linke" steht ein für gute Löhne und einen Mindestlohn von 12 €, deutlich höhere Renten und Sicherheit im Alter, Schutz vor Arbeitslosigkeit, Kampf gegen Kinderarmut, gegen explodierende Mieten, ein Ende der Zweiklassenmedizin, eine große Steuerreform zu Lasten der Reichen, für den Klimaschutz und eine friedliche Außenpolitik. Dennoch schwindet ihr Rückhalt in der Bevölkerung. Warum das so ist und wie die Zukunft unserer Partei gestaltet werden muss, war das Thema unserer Oktoberveranstaltung, an der unser Vorsitzender Dr. Adam Bednarski und der Geschäftsstellenleiter Kai Kamieth teilnahmen. Das Fazit nach umfassender Diskussion:. .

  • Die Linke wird gebraucht, denn es gibt nur eine Zukunft mit links.
  • Sie muss kämpferischer werden und stärker in der Öffentlichkeit wirken.
  • Glaubwürdigkeit täglich beweisen und den Menschen Halt und Vertrauen geben.
  • Offensiv in Wahlkämpfen unsere Ziele vertreten.
  • Die Linke darf sich nicht an einer Bundesregierung beteiligen,
  • die Aufrüstung und Militarisierung vorantreibt,
  • Kriege führt oder Kampfeinsätze der Bundeswehr im Ausland zulässt.                                                   . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Die Leipziger lieben ihre Stadt. Sie ist attraktiv, lebendig, vielfältig mit gut "durchmischten" Wohngebieten - mit jungen und alten Menschen, gut und besser Verdienenden , Rentnern, Studenten, Sozialhilfeempfängern - Armen und Reichen. Leipzig verfügt über 335 000 Wohnungen. Durch Zuzüge steigt die Nachfrage  und damit sind wir beim Thema:

"Wohnungspolitik in Leipzig - bürgerfreundlich und gerecht?", das uns am 3. September 2020 beschäftigte."

Dazu hatten wir Claudia Scholz, die sich - wie unser Stadtrat Matthias Weber, wohnungspolitischer Sprecher der Linksfraktion - mit der Wohnungspolitik und ihrem Stellenwert in der Gesellschaft beschäfftigt, eingeladen. Nach lebhaftem Gedankenaustausch unser Fazit: 

  • Wohnen ist Wirtschaftsgut, aber auch und insbesonder ein soziales Gut, das unser Leben nachhaltig prägt.
  • In den letzten Jaheren sind die Mieten stetig durch höhere Grundstücks- und Baukosten, hochwertige Sanierungen und profitorientierte Neubauten unaufhaltsam angestiegen.
  • Das Ziel dubioser Anleger: "kaufen - teurer verkaufen". Wer nicht zahlen kann, muss raus aus seinem "Kietz".
  • Wohnungsleerstand führt zur Stigmatisierung von Stadtteilen und Plattenbauten, dem entschieden entgegenzuwirken ist.
  • Das Recht auf Wohnen, die Begrenzung von Mietanhebungen (Mietpreisbremse), die Schaffung von Mietschutzgebieten,
  • der Kampf gegen Spekulationen auf dem Wohnungsmarkt, die Förderung des sozialen Wohnungsbaus und
  • die kurzfristige Aktivierung leerstehenden Wohnraums durch größere Renovierungen (4 000 in der Stadt) sind
  • Forderungen an die Stadtpolitik und die Wohnungswirtschaft.

Die Häuser denen, die darin wohnen - die Sowo e.G. Leipzig unterstützt die "Schaffung dauerhaft bezahlbaren und selbstbestimmten Wohnraums und entzieht ihn dem renditeorientierten Immobilienmarkt". Sie setzt sich ein für Selbstorganistion und Solidarität. Mehr Infos unter www.sowo.e.g.org.de

Bürgerfreundlich und gerecht ist unsere Wohnungspolitik noch nicht. Es lohnt sich, dran zu bleiben!

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Erlebnis Mala Upa 2019

Ja, wir leben noch, wir sind wieder aktiv.

Und weil wir coronabedingt in diesem Jahr die Fahrt nach Mala Upa nicht real erleben dürfen, entführte uns Karl-Heinz Eilenberger mit einem umfangreichen Video zurück an die Gedenkstätten, die auch Ende August 2020 wieder zum Programm gehört hätten. Diese Fahrt sollte auch deshalb besonders verlaufen, weil sich unser langjähriger Reiseleiter in dieser Tätigkeit von uns mit einem besonderen Angebot verabschieden wollte.

Es hat nicht sollen sein.

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Frauentag 2020

Entspannt und diskutierfreudig bei Kaffee,  Kuchen und einem Glas Sekt zu unserem monatlichen Treff im Liebknecht - Haus  und am Denkmal  von Clara Zetkin, der Vorkämpferin für die Gleichberechtigung der Frau, der Kämpferin gegen Faschismus.

Wir sind es ihr und uns schuldig, nicht aufzugeben.

Am 7. März 2020 trafen sich Mitglieder unserer AG Senoren am Clara-Zetkin-Denkmal in der Karl-Tauchnitz-Straße.

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Unser Februar-Thema "Solidarität mit Flüchtlingen und Migranten" mit unserer Abgeordneten Juliane Nagel musste leider ausfallen, um ihrer Verpflichtung im Landtag nachkommen zu können. Aber: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Das Thema interessiert uns auch noch im 2. Halbjahr.

Gesprächstoff gab es genug:

  • Ministerpräsidentenwahl in Thüringen
  •  Ergebnisse der 1. Runde zur OBM - Wahl.

Um einen "linken" Ministerpräsidenten zu verhindern, dessen Partei mit über 31% (meiste Stimmen der Thüringer) aus der Landtagswahl hervorgegangen ist und dem 60% der Bevölkerung bescheinigen, eine gute Arbeit abzuliefern, küngeln CDU und FDP mit denen, die Faschismus  als freie Meinungsäußerung deklarieren. Wir unterstützen ausdrücklich Proteste  gegen rechte Politik und fordern wirkliche Demokratie.

Stolz waren und sind wir auf unsere OBM- Kandidatin Franziska Riekewald,   eine junge Frau, Mutter, Genossin, die gekämpft hat und Herrn Jung - sollte er wieder gewählt werden - Versprechen mit Handschlag für ein besseres Leipzig (siehe LVZ vom 07.02.2020) abgerungen hat. Wir sind schließlich die stärkste Fraktion im Rathaus.

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Sachsens Linke hat zu den Europa- und Landtagswahlen herbe Niederlagen erlitten, die die Basis schockten und uns veranlaßten, nach den Ursachen zu suchen und uns die Frage zu beantworten  "Wie weiter mit der LInken".

Am 9. Januar 2020 versuchten wir eine Analyse - sachlich und kritisch - zu dieser Frage. Wir haben Antworten gefunden und damit den Beschluß des Landesparteitages vom November 2019  "Ja, wir haben verstanden - und deshallb sagen wir ganz klar : Unsere Rolle ist die radikale Alternative zum Bestehenden "  konkret untersetzt.

Unsere Standpunkte geben wir selbstverständlich weiter - im gesellschaftlichen Interesse.

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Am Donnerstag, dem 5. Dezember 2019 klang unser "Veranstaltungsjahr" bei Stolle, diversem Gebäck und ausreichend Kaffee aus. Wir erinnerten uns an unsere Zusammenkünfte zu den unterschiedlichsten Themen mit prominenten Gästen. Neben einem Bericht in Ton und Bild von Karl-Heinz Eilenberger über unsere Teilnahme am diesjährigen antifaschistischen Riesengebirgstreffen in Mala Upa, Tschechische Republik, gab es jede Menge Redebedarf.

Mit den besten Wünschen für ein friedliches Weihnachtsfest verabschiedeten wir uns bis zum 09.01.20, unserer 1. Veranstaltung im neuen Jahr.

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Damit unsere Zusammenkunft am 10. Oktober 2019 nicht ausfallen musste, sprang unser Udo Schwarz aus dem Sprecherrat für den erkrankten Referenten kurzfristig ein und überraschte uns engagiert mit der Vorstellung folgenden Buches von Friedrich Christian Delius : "Die Frau, für die ich den Computer erfand". Es ist ein biografischer Roman über Konrad Christian Zuse, der Bauingenieur, Erfinder und Unternehmer war und tatsächlich den 1. funktionierenden Computer schuf.

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Wir sind in Sorge . . .

Hass, Hetze, Morddrohungen, Gewalt,Terror, faschistische Verbalien und Zeichen sind zum "Tagesgeschaft" auf der Straße und in den Medien geworden. Menschen werden wegen ihres Geschlechts, der Herkunft, Religion oder Weltanschauung, wegen einer Behinderung, ihres Alters oder sexueller Ausrichtung diskriminiert. Rechte spalten die Gesellschaft - in Europa und bei uns.  "Rechtsruck" und wie dagegen halten -  war Thema im Monat November, zu dem wir Gen. Prof. Ekkehard Lieberam eingeladen haben. Schwerpunkte seiner Ausführungen :  

  • Die modernisierte Rechte in Europa geht gestärkt aus den EU - Wahlen hervor. 
  • In Italien und Frankreich sind Parteien dieses Typs zur stärksten Kraft geworden bzw. konnten diese Position behaupten.
  • In Polen und Ungarn bauten diese Parteien ihre Dominanz aus.
  • Die vor wenigen Monaten gegründete Brexit-Partei hat in Großbritannien einen erdrutschartigen Sieg erzielt.
  • In Deutschland ist die AfD auf 11% gewachsen
  • in Brandenburg und Sachsen wurde sie stärkste Kraft, in Thüringen, Sachsen-Anhalt sowie Mecklenburg-Vorpommern belegt sie Platz 2.   

Auch in Österreich, Griechenland und Ungarn sind die Rechten stark. Die Politik der EU orientiert sich in den letzten Jahren am Aufstieg der radikalen Rechten und in zahlreichen EU - Staaten hat sich die politische Achse nach rechts verschoben. Die AfD "beherbergt" Euro - Kritiker, Euro - Skeptiker und Euro - Gegner. Sie gehört zum ideologischen Inventar rechter und rechtspopulistischer Parteien. Sozial eingefärbte Rethorik, nationalistische und nazistische Aussagen gehören zu ihrem Erscheinungsbild. Sie strebt nach Stärkung der nationalistischen Kräfte, sie ist Stätte des Protests der Lohnabhängigen und "Abgehängten", der sozialen Ungleichheit. Sie nutzt die Gestaltungs- und Orientierungskrise der Politik.

Dagegenhalten wollen und müssen wir durch

  • sozialpolitische Programmatik für Niedriglohnempfänger, für die, die Angst vor Alters- und Kinderarmut, Arbeitsplatzverlust, höheren Mieten und Bildungsausgrenzung haben.
  • linke Alternativen für soziale Sicherheit und für eine friedliche Außenpolitik
  • effektiven Klimaschutz
  • Lebensrealitäten erkennen, konsequent und verständlich um Verbesserungen ringen.

Che Guevara hat uns hinterlassen: " Wer die Welt verändern will, muss sie erkennen, wer sich befreien will, braucht Genossinnen und Genossenn. Wer Kraft entfalten will, muss sich organisieren. Wer ein freies menschliches Leben erringen, die Zukunft gewinnen will, muss kämpfen ".

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Eine renomierte Persölichkeit unserer Stadt, Herr Prof. Cornelius Weiss, Wissenschaftler und Politiker, Rektor der Universität Leipzig (1999 - 2009), Abgeordneter und Präsident des sächsischen Landtages, Mitbegründer der Bürgerinitiative  "Gute Nachbarschaft mit Russland"  und Mitglied der linken Bewegung  "Aufstehen"  war am 5. September 2019 unser Gast zum Thema  " Friedliche Beziehungen zu Russland - der Vergangenheit und Zukunft wegen ".

Lebendig, überzeugend, einfühlsam und kämpferisch behandelte Prof. Weiss das Thema aus eigenem Erleben. Seine Eltern, Geschwister und er lebten ab 1946 für mehrere Jahre in der UdSSR, wo er sein Abitur ablegte und in Minsk sowie Rostow am Don Chemie studierte. In dieser Zeit lernte er den Heldenmut und den Überlebenswillen der russischen Menschen kennen, ihre Herzlichkeit und Bereitschaft, den Deutschen den mörderischen Krieg mit allen seinen Schandtaten zu verzeihen. Familie Weiss empfand ihren Einsatz in Russland als Wiedergutmachung. Der Wunsch nach Versöhnung und freundschaftlicher Zusammenarbeit prägte auch den jungen C.W.

Unbegreiflich für ihn und seine Zuhörer ist die zunehmende "Vertäufelung" Russlands durch Deutschland und die EU, wo doch eine friedliche Zusammenarbeit und gute Nachbarschaft über Jahrzehnte möglich war. Russland ist für Deutschland der wichtigste Wirtschaftspartner - und wir belegen es mit Sanktionen !  Mit Russland wird ein leichtfertiges Spiel getrieben, das den Weltfrieden gefährdet. Die einseitigen, vergröbernden und auch völlig falschen Darstellungen der Meinungs- und Interessenunterschiede zwischen Deutschland und Russland erlauben den Eindruck, dass ein altes Feindbild installiert werden soll, es wird Hass und Angst geschürt.

Lassen wir es nicht zu !  "Wehret den Anfängen . . . "

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Dank unseres Referenten, Genossen Heinz Bilan, erhielten wir am 01. August 2019 eine ganz andere Sicht auf China. In China mit 1,34 Mrd. Menschen wird der Sozialismus nach chinesischer Prägung weiter entwickelt. Unter Leitung der Kommunistischen Partei  - es gibt auch noch 8 weitere Parteien -  arbeitet man nach den Lehren von Marx, Engels, Lenin und Mao Tsetung am Aufbau einer demokratischen Diktatur des Volkes. Die Erfolge sind sichtbar, auch für die, die es nicht wahrhaben wollen. Die Wirtschaft wächst und schafft für die Mehrheit der Bevölkerung einen bescheidenen Wohlstand.

China ist zum Wohle seines Volkes ein prosperierender Staat, der unsere Unterstützung und Anerkenneung verdient.

Sachlich, kompetent und umfassend wurde über den Weg dahin berichtet. Leider würde ein ausführlicherer Bericht den Rahmen sprengen.

Liebe Leser, wenn Sie an unserer Thematik interessiert sind und sich noch besser informieren wollen, besuchen Sie doch unsere monatlichen Zusammenkünfte. Über das Wie und Wo klärt das Mitteilungsblatt auf.

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Dr. Peter Gärtner, Politikwissenschaftler an der Universität Leipzig, war Gast in unserer Veranstaltung am 4. Juli 2019 zum Thema " Venezuela im Visier der internationalen  Reaktion". Fast täglich erreichen uns Bilder und Kommentare zu Demonstrationen von aufgewiegelten Anhängern des selbsternannten "Übergangspräsidenten" Juan Guaido einerseits und Verbündeten des 2018 gewählten Präsidenten Nicolas Maduro auf der anderen Seite. Worüber wir wenig oder nichts aus den Medien erfahren, sind die Ursachen dieser Wirklichkeit. Doch nach unserer Veranstaltung wissen wir mehr.

Venezuela ist das erdölreichste Land der Erde. Über 85% seiner Exporte entfallen auf diesen "Schatz". Jahrzehnte wurde bei hohen Erdölpreisen über Gebühr produziert und die Erlöse für soziale Programme verwendet. Investitionen zur Erhaltung und Modernisierung der Erdölindustrie flossen spärlich.

Mit rapidem Sinken der Erdölpreise auf dem Weltmarkt, Rückgang der Produktionsmenge und wirtschaftlichem Boykott durch nationale und internationale Kräfte verschärfte sich die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung. Der politische und wirtschaftliche Druck wird durch die Trump - Regierung "angeführt".  Ihr Interesse offensichtlich: Venezuela ist auf Grund seiner Lage und seines Erdöls "Schlüsselland" für die USA, das sie durch Blockade der Vermögenswerte bei internationalen Banken und Finanzinstituten "erwürgen" wollen.

Zitat von Jorge Arreazas, dem Außenminister Venezuelas: "Unser Volk erleidet eine Aggression gegen unsere Wirtschaft, unsere Bürger, unseren Geist und unser Denken, einen Medienkrieg und auch einen direkten psychologische Angriff, in dem die Regierung der Trump - Administration den Einsatz von Gewalt, einen Krieg androht. Er will die Reichtümer Venezuelas, das Erdöl, kontrollieren, um den Kapitalismus zu füttern. Doch das Volk will diese Gewinne kontrollieren, um sie für das Volk zu investieren: in die Gesundheitsversorgung, in Bildung, Wohnungen, die Infrastruktur, um unserem Volk seine Rolle zu garantieren".

Anschließend wurde der Sprecherrat für die nächsten 2 Jahre gewählt.

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"Wir waren wieder dabei"

Jedes Jahr am letzten Samstag im August findet in Mala Upa - eine Streusiedlung am Fuße der Schneekoppe - ein grenzübergreifendes, antifaschistisches Riesengebirgstreffen statt. Dieses Treffen hat eine bewegte Geschichte. Am 3. September 1922 trafen sich deutsche und tschechische Jungkommunisten zum Erfahrungsaustausch über aktuelle politische Probleme. Daraus entwickelten sich 9 Begegnungen bis 1933, die sich zum Forum des Widederstandes gegen den aufkommenden Faschismus entwickelten. Es entstand eine internationale, antifaschistische Solidaritätsbewegung, deren Aktivität in der Zeit des Faschismus in Deutschland vielen Antifaschisten die Flucht über die Grenze ermöglichte. Nach 1933 waren diese Treffen unmöglich. Den tschechischen Kommunisten im Kreis Trutnov ist es zu verdanken, dass die Zusammenkünfte wieder stattfinden. Aus Anlass des 50. Jahrestages des Treffens kam man 1972 wieder zusammen - und das bis heute. Teilnehmer kommen aus Deutschland, Tschechien, Polen und anderen Ländern. Das Treffen bekundet den solidarischen Willen, mit Aktionen der imperialistischen USA-Politik entgegenzuwirken und die Kriegsgefahr zu bannen.

Seit vielen Jahren sind Antifaschisten aus Leipzig und Berlin Teilnehmer dieses Treffens und verbinden selbiges mit dem Kennenlernen historischer Stätten und der schönsten Ecken in Böhmen. Unser letztes August-Wochenende begann mit der Abholung der 9 Leipziger Teilnehmer am Donnerstag, dem 29.08.2019, durch das Berliner Reisebüro Dr. Herrmann. Hauptstädter, Messestädter und unser langjähriger Reiseleiter Manfred Wild begrüßten sich herzlich und freuten sich, ein paar Tage unter Gleichgesinnten zu verbringen.

Stationen unserer Reise

Auf dem Weg ins Nachbarland war das KZ Sachsenburg in der Nähe von Frankenberg, eines der frühen nationalsozialistischen Konzentrationslager, unser Ziel. Es bestand von 1933 bis 1937 und hatte vorbereitende Wirkungen auf die Errichtung der nachfolgenden Konzentrations- und Vernichtungslager. In Sachsenburg nahm der Terror an Unterdrückung, Unmenschlichkeit und Folter seinen Anfang. 1960 wurde eine Gedenkstätte eingerichtet, 1990 erfolgte der Verkauf des Geländes an eine Privatperson. Die Geschichtswerkstatt Sachsenburg e.V. kämpft gegen den Abriss von Originalgebäuden des ehemaligen KZ und für Errichtung einer angemessenen Gedenkstätte.

Die Fahrt ging weiter nach Loket an der Eger, eine Städte- und Landschaftsperle in Tschechien, wo wir im Hotelkomplex "Ferdinand" für eine Nacht Quartier nahmen. "Über alle Beschreibung schön, ein landschaftliches Kunstwerk von allen Seiten zu betrachten" - so schwärmte 1807 der damals 58 - jährige Goethe von Loket, an einer ellenbogenförmigen Krümmung der Eger. Loket verehrt Goethe. Vom Wandbild im Gasthof am Marktplatz, über ein Goethe - Hotel bis zu allerlei Goethe -Souveniers und Goethe - Ausflugstouren reicht das Angebot im denkmalgeschützten Städtchen.

Der 2. Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel. Anschließend trafen wir uns zu einem geführten Stadtrundgang und gemütlichen Bummel durchs Städtchen.

Gegen Mittag starteten wir in Richtung Trutnov durch eine wunderschöne Landschaft mit viel Wald und bergigem Gelände. Unser Fahrer Patrick steuerte die Fahrt gekonnt. Im Hotel "Patria", in dem wir in jedem Jahr am Freitag und Samstag übernachteten, wurden wir bereits erwartet.

Trutnov ist die Perle des Riesengebirges und Zentrum der böhmischen Garnindustrie. Laubenhäuser aus Renaissance und Barock rund um den Marktplatz - in seiner Mitte die Dreifaltigkeitssäule und der Rübezahlbrunnen - beeindrucken die Besucher. Am Abend gab es in großer Runde interessante Gespräche bei Bier, Wein und Wasser.

Am 3. Tag fuhren wir zum Traditonstreffen nach Mala Upa, zu dem die Kreisorganisation Trutnov der Kommunistischen Partei Böhmens und Mährens, die Kreisorganisation Trutnov des Clubs des tschechischen Grenzlandes und die deutsche Initiativgruppe Riesengebirgstreffen Mala Upa aufgerufen hatten. In Reden von tschechischen, polnischen und deutschen Antifaschisten wurde die Notwendigkeit und der Willen bekundet, unsere Kräfte international solidarisch zu vereinen, mit Aktionen der imperialistischen USA - Politik der NATO entgegenzuwirken und die Kriegsgefahr zu bannen.

Unser Credo :   

  • Abrüsten statt aufrüsten  
  • Atomwaffenverbotsvertrag der UN durchsetzen
  • Auslandseinsätze der Bundeswehr beenden
  • Waffenhandel verbieten
  • Raus aus der NATO
  • Friedliche Zusammenarbeit mit Russland statt Bedrohung

Nach dem Treffen statteten wir der Stadt Vrchlabi einen Besuch ab. Dieser verträumte, malerische und gepflegte Ort gilt als Eingangstor zum Riesengebirge. Sehenswert waren Holzgiebelhäuser und das Renaissanceschloss mit einem kleinen botanischen Garten und Zoo. Das Schloss weist eine architektonische Zahlenspielerei auf : 4 Türme symbolisieren 4 Jahreszeiten, 12 Eingänge die Monate, 52 Räume die Wochen und 365 Fenster und Türen die Tage eines Jahres.

Der für uns alle bewegte Tag schloss mit einem Freundschaftstreffen am Abend ab. Interessant war u. a. die Vorstellung eines jungen Abgeordneten des tschechischen Parlaments, der offen und engagiert über seine Arbeit sprach und jede der vielen Fragen gern beantwortete. Unsere Spende an die tschechischen Genossen zur Unterstützung ihrer politischen Arbeit in Höhe von 555 € kamen bei allen Teilnehmern gut an.

Unsere Heimreise am Sonntag, dem 1. September 2019, dem Weltfriedenstag, erfolgte ohne Hindernisse. Gegen 15 °°Uhr verabschiedeten wir uns von unserem Reiseleiter und den Berlinern mit dem Versprechen, 2020 wieder dabei zu sein.

Mitstreiter sind uns herzlich willkommen. Kontaktadresse : Stadtverband Leipzig der Partei Die LINKE, AG Senioren, Braustraße 15,  04107 Leipzig.

 

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Zu unserer Veranstaltung am 6. Juni 2019 begrüßten wir Hassan Zeinel Abidine, Syrer, seit vielen Jahren Leipziger und Vorstandsvorsitzender der "Gesellschaft für Völkerverständigung e. V."  

Uns interessierte seine Einschätzung der aktuellen Entwicklung im arabischen Raum, welche politischen Kräfte mit welchen Zielen agieren, die Rolle der USA, Russlands, Israels und der Saudis bei insbesondere kriegerischen Auseinandersetzungen und ihre politische Einflussnahme auf Machtausübung in Libyen, Syrien, den Irak und Afghanistan.

Deutlich wurde die mörderische Verbindung von Kapitalismus / Imperialismus und Krieg, die mit der Verschmelzung von Industrie- und Finanzkapital zu Monopolen und dem Kampf um die Neuaufteilung der Welt begann.  Wir sind Zeugen eines Kampfes um Macht und Einfluss in der Welt.  Alle Interventionen haben das Elend der Massen in den betreffenden Ländern erhöht, die Entstehung des IS und das Anwachsen seines Einflusses ermöglicht sowie die Flüchtlingsbewegung unbeschreiblichen Ausmaßes provoziert.

Eine makabre Erkenntnis haben wir bestätigt bekommen :  Die Völker leiden, wehren sich nach Kräften, verlassen ihre Heimat um zu leben, aber verlieren nicht ihren Mut zur Veränderung.  Und :  Die Verdiener am Krieg (Waffenverkäufe eingeschlossen) sind auch die Verdiener am Aufbau zerstörter Städte, der Industrie und Landwirtschaft - natürlich zu ihren Bedingungen.

Unsere Solidarität ist gefragt, sie ist  " die Zärtlichkeit der Völker ".

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Am 15. Januar 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht heimtückisch ermordet - ein Verbrechen, das uns 100 Jahre später in Anbetracht der "Gesellschaftlichen Realität" am 02.05.2019 beschäftigte. Überzeugt und überzeugend charakterisierte Gen. Volker Külow unter Hinweis auf diverse Veröffentlichungen Rosa und Karl als leidenschaftliche Agitatoren, entschiedene Kämpfer gegen Militarismus und Krieg.

Mit ihren Überzeugungen, Haltungen und Taten sind sie nicht Geschichte, sondern allgegenwärtig.

Kriege, Massenflucht, Elend, Ausbeutung, Teilung der Gesellschaft in arm und reich sind Realität, die unser Aufstehen erfordert.

Rosa Luxemburg: "Dann sieh, dass Du Mensch bleibst. Mensch sein ist vor allem die Hauptsache".

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Gewalt . . .

war das Thema unserer Aprilveranstaltung, zu der wir unsere Landtagsabgeordnete und Stadträtin Juliane Nagel eingeladen hatten.  "G e w a l t" ist ein konflikthaftes Phänomen, das sowohl legitim als auch verachtenswert ist. Gewalt ist staatliches Monopol zur Durchsetzung von Gesetzen. Entscheidend ist jedoch die Gesellschaftsordnung, in der die Legislative agiert. Wenn sich das alles bestimmende, ungebremst ausbreitende Kapital auf Menschen, Politik, Wirtschaft, Militär, Soziales, Kulzur und Ökologie negativ auswirkt, sind Auseinandersetzungen ein Mittel der Gegenwehr.

In der Politik steht die Gewalt der "Linken" im Fokus, die auf Neonazis reagiert, in Demonstrationen "Flagge" zeigt und sich auch gegenüber "Sachen" zur Wehr setzt. "Rechte" Gewalt  dagegen wird herntergespielt oder ganz totgeschwiegen. Besonders verachtenswert sind Gewalttaten von Menschen, die aus Hass, Habgier, Neid, Frust, Arroganz und anderen niedrigen Beweggründen anderen Gewalt antun.

Massenproteste sind das probate Mittel, Veränderungen zu erzwingen. Soziale Gerechtigkeit, internationale und nationale Solidarität würde Gewalt den Nährboden entziehen.

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Treff im "Lesecafé" Braustraße 07.03.2019

Bei literarischen Beiträgen und lebhaften Gesprächen mit selbstgebackenem Kuchen, duftendem Kaffee und einem Glas Wein befassten wir uns mit dem Internationalen Frauentag.  Im Mittelpunkt dabei stand der mehr als 100 Jahre dauernde Kampf der Frauen um die soziale Gerechtigkeit, freie Entscheidung über das eigene  Privatleben, ein Bildungssystem, das soziale Nachteile ausgleicht und nicht verstärkt. Diesen Kampf führen wir heute noch, weil :   

  • Frauen für die gleiche Arbeit weniger Lohn erhalten,
  • Berufe, in denen vorwiegend Frauen arbeiten, schlechter bezahlt werden,
  • Frauen überdurchschnittlich von Armut betroffen sind,
  • Frauen in der Politik und in Führungspositionen unterrepräsentiert sind.  

Für 40 Milliarden Frauen weltweit sind viele Rechte nicht selbstverständlich.

 

Heute weilten auch zwei Jubilare unter uns - Johanna Vogt 90 und Karl-Heinz Eilenberger 75 - . Sie umrahmten unsere Veranstaltug kulinarisch.

Pünktlich um 11°°Uhr trafen wir uns am 8. März  - wie jedes Jahr - am Denkmal von Clara Zetkin, der Frau, die wie keine andere für den Kampf um die demokratische und soziale Teilhabe von Frauen steht und die den Internationalen Frauentag ins Leben rief. Wir ehrten Clara mit Blumen und unserem Versprechen, für unser Menschenrecht weiter zu kämpfen.

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Kolonialismus heute

Diesem Thema, das weniger oder nicht im Fokus der Öffentlichkeit steht, widmeten wir uns am 07.02.2019.

Unser Referent, Gen. Max Wegener, der sich umfassend mit dieser Thematik beschäftigt, legte fundiert dar, dass "Expansion einer Gesellschaft über ihren Lebensraum hinaus, Landnahme und Besiedlung" (Definition d. K.) nicht an Bedeutung verloren haben. Die Kontrolle über Ressourcen armer Länder - unter aktiver Mitwirkung der Weltbank - ist Bestandteil der Außen- und Wirtschaftspolitik zur Mehrung des eigenen Wohlstandes. Die damit verbundenen Investitionen verschaffen der dortigen Bevölkerung keine Vorteile. Für ihre Arbeit erhalten  Männer, Frauen und Kinder (!) niedrige Löhne, die nur ein Überleben ermöglichen, die Naturschäden sind unübersehbar, Mensch und Tier sind Giftmüll ausgesetzt. Europa "erpresst" afrikanische Staaten und Standarts beim Abbau / Verarbeitung von Ressourcen, die von diesen nicht geleistet werden können. Qualifizierte Arbeitskräfte werden von Industriestaaten abgeworben. Die imperiale Lebensweise hat sich erhalten. Wir und andere Staaten "ziehen" unseren Wohlstand aus diesen Ländern.

Denken / bedenken tut not !  In der ganzen Gesellschaft !   Begreifen wir endlich : für Menschen und nicht für Kapitalverwertung produzieren, Arbeit muss  der Versorgung und dem guten Leben nützen, nicht der Warenproduktion.

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Ein Jahresauftakt ohne Böller  . . .  dafür mit Kultur im besten Sinne des Wortes.

Franz Sodann, Mitglied des Landtages Sachsen  und kulturpolitischer Sprecher unserer Fraktion, war am 03.01.2019 unser Gast. Wortgewandt, emotional, nachdenklich, fordernd und sympathisch sprach er sowohl über Kunst und Kultur als auch die Gedenk- und Erinnerungspolitik in unserem Land.

Die umfangreiche Kulturlandschaft in Sachsen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Defizite gibt, wie der fahrlässige Umgang mit der NS-Geschichte und die unzureichende Finanzierung von Kultureinrichtungen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für sozio-kulturelle Zentren, Musikschulen, Museen, Orchester, Bibliotheken und Orten der kulturellen Bildung.

Seit seiner Wahl in den Sächsischen Landtag kämpft Franz Sodann gegen die Verwahrlosung der Erinnerungskultur. Als Beispiel führte er an : " Vom Jahresetat für Gedenkstätten werden 85% für 'Aktivitäten' zum Gedenken an die Sowjetische Besatzungszone / DDR und nur 15% für die Erinnerungsarbeit an die NS - Zeit ausgegeben "(?! ). An die 103 früheren Konzentrationslager und 62 Auffanglager in Sachsen wird nur wenig erinnert. Seit 27 Jahren verhindert die sächsische Regierung die Einrichtung einer Gedenkstätte KZ Sachsenburg. Grund : Kein  Geld. Dafür mehrere Millionen Euro für die Einrichtung von Abschiebeunterkünften !  Dem oppositionellen Druck folgend ist der Aufbau einer Gedenkstätte KZ Sachsenburg nicht mehr zu verhindern. Die Arbeit der Sächsischen Gedenkstätten wird überprüft.

Franz Sodann war in den letzen 4 1/2 Jahren unermüdlich in Kultureinrichtungen in ganz Sachsen unterwegs. Persönliche Gespräche mit Kulturschaffenden und spartenübergreifende Diskussionen mündeten in seine Redebeiträge vor dem Plenum und in die Anträge der Links-Fraktion. Nun gibt es für die 5 sächsischen Kulturräume mehr Geld und an einem neuen Kulturraumgesetz wird gearbeitet.

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Jahresausklang zum Nikolaustag

Am 6. Dezember gönnten wir uns, die Mitglieder der AG Senioren, zwei besinnliche Stunden und ließen das Jahr 2018 bei Stolle, Gebäck, Kaffee und einem Schoppen "Roten" ausklingen. Ein kurzer Jahresrückblick, Dank für Verbundenheit und Engagement, Satirisches und Ironisches aus dem Eulenspiegel-Verlag, Impressionen zur Fahrt nach Mala Upa (jährliches Riesengebirgstreffen) und jede Menge Gespräche machten unseren letzten Treff aus.

                                                              Auf ein Neues : 2019 !

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Unser monatlicher Treff, ausnahmsweise am 2. Donnerstag im November,  08.11.2018,  beschäftigte sich mit Geld, konkret mit dem Thema "Wann ist bei Ruheständlern eine Steuererklärung fällig?"

Genn. Elke Gladytz, Schatzmeisterin in unserem Stadtverband, kennt sich bestens auch in dieser Materie aus.

Anschaulich vermittelte sie uns aus dem  "Steuerdickicht"  - mit Beispielen unterlegt -

  • die Ermittlung der Jahres-Brutto-Rente unter Beachtung der jährlichen Rentenerhöhung,
  • die Höhe des Rentenfreibetrages,
  • den sich jährlich ändernden Rentenfreibetrag,
  • was außergewöhnliche Belastungen beinhalten und
  • welche Möglichkeiten der Steuerermäßigungen es gib.    

Alle Fragen - und davon gab es eine Menge - wurden von "unserer Elke" - beantwortet.

Unser Fazit : wenn es auch schwer fällt, unseren steuerlichen Verpflichtungen kommen wir nach.

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In unserer Oktoberversammlung, am 04.10.2018, nahm Genosse Boris Krumnow eine wissenschaftlich fundierte Wertung der Genetik (Vererbungslehre) unter den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen vor. Thilo Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" diente mehrfach als Nachweis für eine inhumane Beurteilung von Menschen unterschiedlicher Rassen, Geschlechts, sozialer Stellung, Bildung und religiöser Zuordnung. Unverkennbar - auch und vor allem im Zusammenhang mit der Flüchtlingsfrage - werden immer mehr nationalistische Werte hervorgehoben, Armut als Ergebnis unzureichender Intelligenz, Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft charakterisiert und die Verantwortung der Gesellschaft begründet, den Menschen  durch "Steuerung" zu verändern.

In der lebhaft geführten Diskussion wurde deutlich, dass wir uns ein humanistisches Menschenbild erhalten müssen. Jeder Mensch ist es wert, geachtet und respektiert zu werden, Hilfe und Solidarität zu empfangen. Apologeten (Verteidiger reaktionärer Lehren und Istitutionen) wie Thilo Sarrazin brauchen wir nicht.

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Dank auch der aktiven Unterstützung dieser Mitglieder unserer AG Senioren konnte der Mitgliederentscheid pünktlich starten.

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Am 6. September 2018 hatten wir uns das Thema "Der Brexit und seine Folgen" vorgenommen und dazu Gen. Dr. Keith Barlow, gebürtiger Brite und seit Jahrzehnten Bürger der DDR und der BRD, eingeladen.

Unser Referent begründete die historische Rolle Großbritanniens in Europa, die Unzufriedenheit der Briten mit der EU-Politik so: u.a. mit der Privatisierung von Dienstleistungs-Bereichen, der Flüchtlingspolitik und dem Haushaltszwang durch das EU-Parlament. Unübersehbar sind auch Probleme des Marktes und auf dem Gebiet der Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Im Juni 2016 votierten die Briten mehrheitlich für den Brexit durch Volksentscheid : also raus aus dem EU-Binnenhandel und der Zoll-Union. Die Brexit-Befürworter prophezeiten ihren Landsleuten ein "goldenes Zeitalter", eine ganz neue Epoche für GB" und "London werde wieder zu einer wahrhaft globalen Handelsmacht", "Land und Leute seien unterwegs zu ungeahntem Wohlstand".

Inzwischen sind Verheißungen dieser Art verklungen. Im Gegenteil : die Beklommenheit der Bürger nimmt zu, die Wirtschaft reagiert negativ. London hält dennoch am Brexit fest!

Bleibt die Frage, wie weiter mit der EU?  Antwort : EU ja, aber mit einer anderen Politik, in der ihre Bürger im Mittelpunkt stehen. Dazu gehören selbstverständlich auch die Menschen, die wegen Krieg, Hunger und Unterdrückung nach Deutschland kommen.

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Bedingungsloses Grundeinkommen

Am 02. August 2018 beschäftigten sich die Mitglieder der AG Senioren mit dem BGE, einer  Idee, die seit Jahren in Deutschland, EU-Staaten und anderswo diskutiert, befürwortet, angezweifelt aber auch abgelehnt wird. Wir wollten mehr als "Allgemeinplätze" erfahren und luden uns die Landtagsabgeordnete, unsere Genossin Juliane Nagel, ein.

Mit dem BGE will die LINKE :

  • die Existenzsicherung und die Teilhabe an der Gesellschaft für jeden Menschen
  • den individuellen Rechtsanspruch eines Jeden
  • die Zahlung des BGE ohne Bedürftigkeitsprüfung und
  • ohne Zwang zur Gegenleistung.

Das BGE ist nur möglich durch Verteilung von "oben" nach "unten". Das notwendige Finanzierungskonzept bleibt die Partei nicht schuldig.

Die Diskussion war - wie anderswo - vielseitig, engagiert und emotional. Ein Ende ist bei uns, wie in der gesamten Gesellschaft, nicht in Sicht.

Fakt ist : die Würde des Menschen , seine Freiheit und Verantwortung für die solidarische Gesellschaftsgestaltung sind "Hintergründe" des BGE..

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Stadtrat Siegfried Schlegel

"Alte" Leipziger interessieren sich für ihre Stadt, in der sie geboren wurden, vor Jahrzehnten zugezogen sind, in der sie gearbeitet und Kultur, Sport erlebt haben, die sie mitgestalteten. Wie es mit ihrer Heimat weitergeht, wollten wir von Siegfried Schlegel, der seit 1990 für die LINKE im Stadtrat und ausgesprochener Bauexperte am 05.Juli 2018 in einer öffentlichen Veranstaltung der AG Senioren wissen.

Das Thema :  Stadtentwicklung : Rückblick und Vorausschau. Schwerpunkte waren Wohnungsbau (mit bezahlbaren Mieten) durch LWB und Genossenschaften, auch in innerstädtischen Ortsteilen, Verzicht auf Verkäufe ganzer Wohnanlagen, Bau von Schulen, Horts, Kitas, Handels- und Kultureinrichtungen, öffentlicher Nahverkehr, Erhaltung "Grüner Oasen" und natürlich Prämissen für das Wohnen im Alter. Leipzig braucht langfristige Konzepte für die ganzheitliche Erneuerung auch unter Beachtung des "Rückzuges" der Braunkohle im Umland.

Mit der Aussage. dass Leipzig eines der attraktivsten "Seenländer" wird und damit Berlin in den Schatten stellt, haben wir einen interessanten Vormittag erlebt.

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Ein kleiner Verein mit einem großen Herzen

Max Schöpe, Schatzmeister des Vereins "Verantwortung für Flüchtlinge" (7 Mitglieder) berichtete in eindrucksvoller Weise über ihr  Engagement in Montenegro, Tirana und Fushe Kosove (Kosovo).

Jedes Jahr zwischen  Weihnachten und Neujahr sind er und seine Vereinsmitglieder mit Spenden in Richtung Süden unterwegs, um denen zu helfen, die von der Gesellschaft in ihren Ländern ausgestoßen, vernachlässigt und übersehen werden. Max schilderte die Situation in einem Flüchtlingslager in der Hauptstadt Montenegros: 2000 Menschen leben seit Generationen auf engstem Raum eingepfercht, ohne fließendes Wasser und fürchterlichen hygienischen Bedingungen. Die mitgebrachte Spende aus Schulsachen und Bekleidung waren für eine Schule und einen Kindergarten bestimmt. Das Kinderheim bei Tirana erhielt eine Spende, um Therapiebehandlungen, Freizeitaktivitäten und Sommerlager zu ermöglichen. In Fushe Kosove (Kosovo) wurden an Roma, die rechtlos und ohne Arbeit ihr Leben fristen, Lebensmittel, Winterbekleidung für Kinder, Medikamente und Brennholz an 55 Familien sowie eine Geldspende übergeben.

Was uns besonders erschütterte, war die Aussage, das Flaschensammeln ( 1kg = 12 ct = ca. 4 € / Tag) für Roma-Familien das Überleben bedeutet. Um den Transport des Leergutes zu den weit entfernten Sammelstellen zu erleichtern, finanzierte der Verein den Kauf eines gebrauchten Traktors.

Über Solidarität zu reden ist wichtig, solidarisch sein ist besser. 70 € spontane Spende waren "unser" Anfang.

Wer spenden möchte :

  • "Verantwortung für Flüchtlinge e. V."
  • Sparkasse Leipzig DE 26 8605 5592 1090 0884 57   WELADE8LXXX  Verwendungszweck : Hilfe für Fushe Kosove / Traktor und Operation

Auch Winterbekleidung für Erwachsene und Kinder wird dringend benötigt.

                                                        Solidarität tut uns gut !

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Am 3. Mai 2018 beschäftigten wir uns in der AG mit dem Thema Digitalisierung mit allen ihren Wirkungen und Auswirkungen. Gen. Dr. Dieter Jahnke, Wirtschaftswissenschaftler und mit der Thematik vertraut, vermittelte uns anschaulich, dass die "digitale Revolution" in vollem Gange und durch nichts aufzuhalten ist. Sie betrifft alle Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens, bewirkt immer schnellere Informationsübertragungen und vor allem Produktivitätssteigerungen durch künstliche Intelligenz. Schon 54% der Menschen haben durch den digitalen Fortschritt Angst um ihre Jobs und befürchten, abgehängt zu werden. Bedenklich ist, dass die soziale Kälte, das Desinteresse am Leben der Mitmenschen proportional zur technischen Entwicklung abnimmt.

Die Politik muss dringend zukunftsträchtige Lösungen schaffen, alle am digitalen Fortschritt teilhaben lassen und den sozialen Frieden sichern.

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200 Jahre Karl Marx

. . .  war unser Thema im April 2018 mit einem Referenten, der wie kein anderer in unserem Stadtverband mit der "Materie" vertraut ist : Historiker Gen. Volker Külow. Überzeugend, lebendig und "detailbesessen" beschrieb er, dass Marx derzeit eine Renaissance erlebt, doch eine Wiederentdeckung seines Erbes aussteht. Für uns ist es wichtig, über die sich ständig verändernde gesellschaftliche Wirklichkeit nachzudenken, sie zu verstehen und nicht einverstanden zu sein mit den herrschenden Ideen, denn sie sind die Ideen der Herrschenden (frei nach K.M.)

Wir brauchen keine Veränderung der kapitalistischen Welt, sondern ihre Veränderung : Klassenwidersprüche können nicht moderiert, sondern müssen aufgelöst werden (Ulrike Eifler, Gewerkschaftssekretärin Hanau).

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Am 01. März 2018 stand der "Internationale Frauentag" im Mittelpunkt unseres Gesprächs. Weil dieser bedeutsame Tag für die Frauenbewegung in der heutigen Gesellschaft immer mehr aus dem Alltag verschwindet, wollten wir etwas dagegen tun. So stellte uns unsere Genossin Edeltraut Bacher das Buch " PartnerInnen " von Elfriede Brüning (08.11. 1910 - 05.08.2014) - eine immer aufrechte Antifaschistin in ihrem mehr als 100 Jahre währendem Leben - vor. Die Schriftstellerin befasste sich in diesem Buch auch mit ihrer eigenen Vergangenheitsbewältigung und kam zu folgendem Ergebnis : Es kommt nicht darauf an, was man ist,  ob  Moslem,  Christ, Jude  oder  Freigeist,   man ist ein Mensch  -  und wer ein Mensch ist, kann nicht schweigen zu dem, was geschieht !

Und darum trafen wir uns am 08. März 2018 auch wieder am Denkmal von Clara Zetkin im Clara-Zetkin-Park.

 

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Boris Krummnow : "Zur Vielfalt der Religionen"

01. Februar 2018

Leipzig wächst. Immer mehr Menschen ziehen in die Messestadt, kommen als Studierende, andere hoffen, nach Flucht vor Krieg, Verfolgung oder wirtschaftlicher Not eine neue, sichere Heimat zu finden bzw. kommen als Touristen, um unsere alte, neue Stadt kennenzulernen.

Damit begegnen wir täglich Menschen mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen, deren verschiedene Wertesysteme wir hinterfragen und gelten lassen sollten. In unserer Februar - Veranstaltung beschäftigten wir uns mit der religiösen und weltanschaulichen Vielfalt in Deutschland. Antwort auf viele Fragen erhielten wir durch einen lebendigen, wissenschaftlich fundierten Vortrag unseres Genossen Boris Krummnow.

Unser Fazit u. a. : Das Hierzulande von Meinungsmachern verbreitete Bild des Islam ist eine oberflächliche Außen- und Draufsicht, weil es wesentliche Merkmale nicht erfaßt.

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Von unserer 1. Veranstaltung am 04. Januar 2018 wünschen wir Ihnen / Euch ein friedliches 2018 bei bester Gesundheit, viel Kraft, Optimismus und ein solidarisches Miteinander.

Zum Thema  sprach Gen. Kay Kamieth. Er bewertete sachlich, kritisch und optimistisch die vielfältigen Wahlkampfaktivitäten zur Bundestagswahl und analysierte deren Ergebnisse insbesondere für Leipzig. Stolz sind wir auf unser Direktmandat in Berlin durch Sören Pellmann.

An Ideen für die weitere Arbeit in und mit  DER LINKEN hat es weder in den Ausführungen noch in der Diskussion gemangelt.

Außerdem wählten wir heute unseren Sprecherrat.

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Alle, deren Herz im wahrsten Sinne des Wortes "links" schlägt und die schon etwas älter sind, sind in unserer AG Senioren recht herzlich willkommen.