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AG Senioren bei der Partei DIE LINKE: Alter leben – den neuen Anforderungen stellen.

Wer sind wir?

Wir sind Mitglieder und SympathisantInnen im Leipziger Stadtverband, die dafür eintreten, dass alle Menschen auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben in Würde führen können. Wir haben unsere Arbeit 1992 begonnen. Ausgangspunkt war die Selbstfindung und der Kampf um Rentengerechtigkeit. Wir verstehen uns als Teil der Gesamtpartei und bemühen uns, die politischen Ziele und Aufgaben des Stadtvorstandes durch aktive Mitwirkung zu unterstützen sowie Vorschläge für seniorenpolitische Angebote zu unterbreiten.

Was wollen wir?

Wir wollen eine bessere - sozial gerechtere Gesellschaft, eine solidarische und gesicherte Rente, eine gute Gesundheitsversorgung für alle, eine hohe Qualität der Altenpflege, bezahlbares Wohnen und Sicherheit. Wir als Zeitzeugen bemühen uns um enge Kontakte zu linken Jugendorganisationen und wirken engagiert im antifaschistischen Kampf. Wir streben eine Zusammenarbeit mit Seniorenorganisationen, Sozialverbänden, Gewerkschaften und weiteren Gremien an, die sich für eine neue Kultur des Alterns und des Alters einsetzen. Wir wenden uns gegen die Argumente, dass die demographische Entwicklung Schuld am Sozialabbau sei und fordern von den Politikern der Stadt Lösungen zum Wohle der älteren Bürger.

Werbung in eigener Sache

Die AG Senioren nutzte die Seniorenkonferenz unseres Stadtverbandes am 8. Februar 2016, um über ihre Aktivitäten zu berichten und damit Interessenten zum Mitmachen zu gewinnen.

Unsere AG gibt es seit 25 Jahren mit nachweisbarer engagierter und konstruktiver Arbeit auf den unterschiedlichsten Politik-Feldern wie aktiven Wahlkampf, gelebten Antifaschismus, Kultur u.v.m.  - nachzulesen auf unserer Internetseite. Ihr findet uns bei Google: DIE LINKE Stadtverband Leipzig über Home - Strukturen - Zusammenschlüsse - AG Senioren.

Genossinnen und Genossen, Sympathisantinnen und Sympatisanten sind uns herzlich willkommen. Jeden ersten Donnerstag im Monat, 9°°Uhr, Liebknechthaus, Braustraße 15.

Auf bald - wir freuen uns auf Euch.

Kontakt

Tel.: 0341 14064411

Geschäftsstelle DIE LINKE. Leipzig
 Braustraße 15

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Veranstaltunsplan 2/2019 der AG Senioren

4. Juli 2019

Venezuela im Visier der internationalen Reaktion                       Ref.: Dr. P. Gärtner    

Wahl des Sprecherrates                                              

1. August 2019                                                                      

Weltmacht China                                                                              Ref.: H. Bilan

5. September  2019

Friedliche Beziehungen zu Rußland -

der Vergangenheit und Zukunft wegen                                        Ref.: Altmagnifizenz Prof. Dr. C. Weiß

10. Oktober 2019

Wärme für Leipzig - Wende in der Energiepolitik                        Ref.: R. Engelmann

7. November 2019

Rechtsruck in Europa - wie dagegen halten?                               Ref.: Prof. Dr. E. Lieberam

5. Dezember 2019

Bericht zum Riesengebirgstreffen                                                 Ref.: K.-H. Eilenberger

und Jahresausklang 2019

 

Beginn der Veranstaltungen 9°°Uhr im Liebknechthaus, Braustraße 15

Änderungen des Programms sind möglich und werden rechtzeitig bekann gegeben.

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Reflexionen zu unseren Veranstaltungen

Eine renomierte Persölichkeit unserer Stadt, Herr Prof. Cornelius Weiss, Wissenschaftler und Politiker, Rektor der Universität Leipzig (1999 - 2009), Abgeordneter und Präsident des sächsischen Landtages, Mitbegründer der Bürgerinitiative  "Gute Nachbarschaft mit Russland"  und Mitglied der linken Bewegung  "Aufstehen"  war am 5. September 2019 unser Gast zum Thema  " Friedliche Beziehungen zu Russland - der Vergangenheit und Zukunft wegen ".

Lebendig, überzeugend, einfühlsam und kämpferisch behandelte Prof. Weiss das Thema aus eigenem Erleben. Seine Eltern, Geschwister und er lebten ab 1946 für mehrere Jahre in der UdSSR, wo er sein Abitur ablegte und in Minsk sowie Rostow am Don Chemie studierte. In dieser Zeit lernte er den Heldenmut und den Überlebenswillen der russischen Menschen kennen, ihre Herzlichkeit und Bereitschaft, den Deutschen den mörderischen Krieg mit allen seinen Schandtaten zu verzeihen. Familie Weiss empfand ihren Einsatz in Russland als Wiedergutmachung. Der Wunsch nach Versöhnung und freundschaftlicher Zusammenarbeit prägte auch den jungen C.W.

Unbegreiflich für ihn und seine Zuhörer ist die zunehmende "Vertäufelung" Russlands durch Deutschland und die EU, wo doch eine friedliche Zusammenarbeit und gute Nachbarschaft über Jahrzehnte möglich war. Russland ist für Deutschland der wichtigste Wirtschaftspartner - und wir belegen es mit Sanktionen !  Mit Russland wird ein leichtfertiges Spiel getrieben, das den Weltfrieden gefährdet. Die einseitigen, vergröbernden und auch völlig falschen Darstellungen der Meinungs- und Interessenunterschiede zwischen Deutschland und Russland erlauben den Eindruck, dass ein altes Feindbild installiert werden soll, es wird Hass und Angst geschürt.

Lassen wir es nicht zu !  "Wehret den Anfängen . . . "

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Dank unseres Referenten, Genossen Heinz Bilan, erhielten wir am 01. August 2019 eine ganz andere Sicht auf China. In China mit 1,34 Mrd. Menschen wird der Sozialismus nach chinesischer Prägung weiter entwickelt. Unter Leitung der Kommunistischen Partei  - es gibt auch noch 8 weitere Parteien -  arbeitet man nach den Lehren von Marx, Engels, Lenin und Mao Tsetung am Aufbau einer demokratischen Diktatur des Volkes. Die Erfolge sind sichtbar, auch für die, die es nicht wahrhaben wollen. Die Wirtschaft wächst und schafft für die Mehrheit der Bevölkerung einen bescheidenen Wohlstand.

China ist zum Wohle seines Volkes ein prosperierender Staat, der unsere Unterstützung und Anerkenneung verdient.

Sachlich, kompetent und umfassend wurde über den Weg dahin berichtet. Leider würde ein ausführlicherer Bericht den Rahmen sprengen.

Liebe Leser, wenn Sie an unserer Thematik interessiert sind und sich noch besser informieren wollen, besuchen Sie doch unsere monatlichen Zusammenkünfte. Über das Wie und Wo klärt das Mitteilungsblatt auf.

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Dr. Peter Gärtner, Politikwissenschaftler an der Universität Leipzig, war Gast in unserer Veranstaltung am 4. Juli 2019 zum Thema " Venezuela im Visier der internationalen  Reaktion". Fast täglich erreichen uns Bilder und Kommentare zu Demonstrationen von aufgewiegelten Anhängern des selbsternannten "Übergangspräsidenten" Juan Guaido einerseits und Verbündeten des 2018 gewählten Präsidenten Nicolas Maduro auf der anderen Seite. Worüber wir wenig oder nichts aus den Medien erfahren, sind die Ursachen dieser Wirklichkeit. Doch nach unserer Veranstaltung wissen wir mehr.

Venezuela ist das erdölreichste Land der Erde. Über 85% seiner Exporte entfallen auf diesen "Schatz". Jahrzehnte wurde bei hohen Erdölpreisen über Gebühr produziert und die Erlöse für soziale Programme verwendet. Investitionen zur Erhaltung und Modernisierung der Erdölindustrie flossen spärlich.

Mit rapidem Sinken der Erdölpreise auf dem Weltmarkt, Rückgang der Produktionsmenge und wirtschaftlichem Boykott durch nationale und internationale Kräfte verschärfte sich die wirtschaftliche und soziale Lage der Bevölkerung. Der politische und wirtschaftliche Druck wird durch die Trump - Regierung "angeführt".  Ihr Interesse offensichtlich: Venezuela ist auf Grund seiner Lage und seines Erdöls "Schlüsselland" für die USA, das sie durch Blockade der Vermögenswerte bei internationalen Banken und Finanzinstituten "erwürgen" wollen.

Zitat von Jorge Arreazas, dem Außenminister Venezuelas: "Unser Volk erleidet eine Aggression gegen unsere Wirtschaft, unsere Bürger, unseren Geist und unser Denken, einen Medienkrieg und auch einen direkten psychologische Angriff, in dem die Regierung der Trump - Administration den Einsatz von Gewalt, einen Krieg androht. Er will die Reichtümer Venezuelas, das Erdöl, kontrollieren, um den Kapitalismus zu füttern. Doch das Volk will diese Gewinne kontrollieren, um sie für das Volk zu investieren: in die Gesundheitsversorgung, in Bildung, Wohnungen, die Infrastruktur, um unserem Volk seine Rolle zu garantieren".

Anschließend wurde der Sprecherrat für die nächsten 2 Jahre gewählt.

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"Wir waren wieder dabei"

Jedes Jahr am letzten Samstag im August findet in Mala Upa - eine Streusiedlung am Fuße der Schneekoppe - ein grenzübergreifendes, antifaschistisches Riesengebirgstreffen statt. Dieses Treffen hat eine bewegte Geschichte. Am 3. September 1922 trafen sich deutsche und tschechische Jungkommunisten zum Erfahrungsaustausch über aktuelle politische Probleme. Daraus entwickelten sich 9 Begegnungen bis 1933, die sich zum Forum des Widederstandes gegen den aufkommenden Faschismus entwickelten. Es entstand eine internationale, antifaschistische Solidaritätsbewegung, deren Aktivität in der Zeit des Faschismus in Deutschland vielen Antifaschisten die Flucht über die Grenze ermöglichte. Nach 1933 waren diese Treffen unmöglich. Den tschechischen Kommunisten im Kreis Trutnov ist es zu verdanken, dass die Zusammenkünfte wieder stattfinden. Aus Anlass des 50. Jahrestages des Treffens kam man 1972 wieder zusammen - und das bis heute. Teilnehmer kommen aus Deutschland, Tschechien, Polen und anderen Ländern. Das Treffen bekundet den solidarischen Willen, mit Aktionen der imperialistischen USA-Politik entgegenzuwirken und die Kriegsgefahr zu bannen.

Seit vielen Jahren sind Antifaschisten aus Leipzig und Berlin Teilnehmer dieses Treffens und verbinden selbiges mit dem Kennenlernen historischer Stätten und der schönsten Ecken in Böhmen. Unser letztes August-Wochenende begann mit der Abholung der 9 Leipziger Teilnehmer am Donnerstag, dem 29.08.2019, durch das Berliner Reisebüro Dr. Herrmann. Hauptstädter, Messestädter und unser langjähriger Reiseleiter Manfred Wild begrüßten sich herzlich und freuten sich, ein paar Tage unter Gleichgesinnten zu verbringen.

Stationen unserer Reise

Auf dem Weg ins Nachbarland war das KZ Sachsenburg in der Nähe von Frankenberg, eines der frühen nationalsozialistischen Konzentrationslager, unser Ziel. Es bestand von 1933 bis 1937 und hatte vorbereitende Wirkungen auf die Errichtung der nachfolgenden Konzentrations- und Vernichtungslager. In Sachsenburg nahm der Terror an Unterdrückung, Unmenschlichkeit und Folter seinen Anfang. 1960 wurde eine Gedenkstätte eingerichtet, 1990 erfolgte der Verkauf des Geländes an eine Privatperson. Die Geschichtswerkstatt Sachsenburg e.V. kämpft gegen den Abriss von Originalgebäuden des ehemaligen KZ und für Errichtung einer angemessenen Gedenkstätte.

Die Fahrt ging weiter nach Loket an der Eger, eine Städte- und Landschaftsperle in Tschechien, wo wir im Hotelkomplex "Ferdinand" für eine Nacht Quartier nahmen. "Über alle Beschreibung schön, ein landschaftliches Kunstwerk von allen Seiten zu betrachten" - so schwärmte 1807 der damals 58 - jährige Goethe von Loket, an einer ellenbogenförmigen Krümmung der Eger. Loket verehrt Goethe. Vom Wandbild im Gasthof am Marktplatz, über ein Goethe - Hotel bis zu allerlei Goethe -Souveniers und Goethe - Ausflugstouren reicht das Angebot im denkmalgeschützten Städtchen.

Der 2. Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotel. Anschließend trafen wir uns zu einem geführten Stadtrundgang und gemütlichen Bummel durchs Städtchen.

Gegen Mittag starteten wir in Richtung Trutnov durch eine wunderschöne Landschaft mit viel Wald und bergigem Gelände. Unser Fahrer Patrick steuerte die Fahrt gekonnt. Im Hotel "Patria", in dem wir in jedem Jahr am Freitag und Samstag übernachteten, wurden wir bereits erwartet.

Trutnov ist die Perle des Riesengebirges und Zentrum der böhmischen Garnindustrie. Laubenhäuser aus Renaissance und Barock rund um den Marktplatz - in seiner Mitte die Dreifaltigkeitssäule und der Rübezahlbrunnen - beeindrucken die Besucher. Am Abend gab es in großer Runde interessante Gespräche bei Bier, Wein und Wasser.

Am 3. Tag fuhren wir zum Traditonstreffen nach Mala Upa, zu dem die Kreisorganisation Trutnov der Kommunistischen Partei Böhmens und Mährens, die Kreisorganisation Trutnov des Clubs des tschechischen Grenzlandes und die deutsche Initiativgruppe Riesengebirgstreffen Mala Upa aufgerufen hatten. In Reden von tschechischen, polnischen und deutschen Antifaschisten wurde die Notwendigkeit und der Willen bekundet, unsere Kräfte international solidarisch zu vereinen, mit Aktionen der imperialistischen USA - Politik der NATO entgegenzuwirken und die Kriegsgefahr zu bannen.

Unser Credo :   

  • Abrüsten statt aufrüsten  
  • Atomwaffenverbotsvertrag der UN durchsetzen
  • Auslandseinsätze der Bundeswehr beenden
  • Waffenhandel verbieten
  • Raus aus der NATO
  • Friedliche Zusammenarbeit mit Russland statt Bedrohung

Nach dem Treffen statteten wir der Stadt Vrchlabi einen Besuch ab. Dieser verträumte, malerische und gepflegte Ort gilt als Eingangstor zum Riesengebirge. Sehenswert waren Holzgiebelhäuser und das Renaissanceschloss mit einem kleinen botanischen Garten und Zoo. Das Schloss weist eine architektonische Zahlenspielerei auf : 4 Türme symbolisieren 4 Jahreszeiten, 12 Eingänge die Monate, 52 Räume die Wochen und 365 Fenster und Türen die Tage eines Jahres.

Der für uns alle bewegte Tag schloss mit einem Freundschaftstreffen am Abend ab. Interessant war u. a. die Vorstellung eines jungen Abgeordneten des tschechischen Parlaments, der offen und engagiert über seine Arbeit sprach und jede der vielen Fragen gern beantwortete. Unsere Spende an die tschechischen Genossen zur Unterstützung ihrer politischen Arbeit in Höhe von 555 € kamen bei allen Teilnehmern gut an.

Unsere Heimreise am Sonntag, dem 1. September 2019, dem Weltfriedenstag, erfolgte ohne Hindernisse. Gegen 15 °°Uhr verabschiedeten wir uns von unserem Reiseleiter und den Berlinern mit dem Versprechen, 2020 wieder dabei zu sein.

Mitstreiter sind uns herzlich willkommen. Kontaktadresse : Stadtverband Leipzig der Partei Die LINKE, AG Senioren, Braustraße 15,  04107 Leipzig.

 

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Zu unserer Veranstaltung am 6. Juni 2019 begrüßten wir Hassan Zeinel Abidine, Syrer, seit vielen Jahren Leipziger und Vorstandsvorsitzender der "Gesellschaft für Völkerverständigung e. V."  

Uns interessierte seine Einschätzung der aktuellen Entwicklung im arabischen Raum, welche politischen Kräfte mit welchen Zielen agieren, die Rolle der USA, Russlands, Israels und der Saudis bei insbesondere kriegerischen Auseinandersetzungen und ihre politische Einflussnahme auf Machtausübung in Libyen, Syrien, den Irak und Afghanistan.

Deutlich wurde die mörderische Verbindung von Kapitalismus / Imperialismus und Krieg, die mit der Verschmelzung von Industrie- und Finanzkapital zu Monopolen und dem Kampf um die Neuaufteilung der Welt begann.  Wir sind Zeugen eines Kampfes um Macht und Einfluss in der Welt.  Alle Interventionen haben das Elend der Massen in den betreffenden Ländern erhöht, die Entstehung des IS und das Anwachsen seines Einflusses ermöglicht sowie die Flüchtlingsbewegung unbeschreiblichen Ausmaßes provoziert.

Eine makabre Erkenntnis haben wir bestätigt bekommen :  Die Völker leiden, wehren sich nach Kräften, verlassen ihre Heimat um zu leben, aber verlieren nicht ihren Mut zur Veränderung.  Und :  Die Verdiener am Krieg (Waffenverkäufe eingeschlossen) sind auch die Verdiener am Aufbau zerstörter Städte, der Industrie und Landwirtschaft - natürlich zu ihren Bedingungen.

Unsere Solidarität ist gefragt, sie ist  " die Zärtlichkeit der Völker ".

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Am 15. Januar 1919 wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht heimtückisch ermordet - ein Verbrechen, das uns 100 Jahre später in Anbetracht der "Gesellschaftlichen Realität" am 02.05.2019 beschäftigte. Überzeugt und überzeugend charakterisierte Gen. Volker Külow unter Hinweis auf diverse Veröffentlichungen Rosa und Karl als leidenschaftliche Agitatoren, entschiedene Kämpfer gegen Militarismus und Krieg.

Mit ihren Überzeugungen, Haltungen und Taten sind sie nicht Geschichte, sondern allgegenwärtig.

Kriege, Massenflucht, Elend, Ausbeutung, Teilung der Gesellschaft in arm und reich sind Realität, die unser Aufstehen erfordert.

Rosa Luxemburg: "Dann sieh, dass Du Mensch bleibst. Mensch sein ist vor allem die Hauptsache".

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Gewalt . . .

war das Thema unserer Aprilveranstaltung, zu der wir unsere Landtagsabgeordnete und Stadträtin Juliane Nagel eingeladen hatten.  "G e w a l t" ist ein konflikthaftes Phänomen, das sowohl legitim als auch verachtenswert ist. Gewalt ist staatliches Monopol zur Durchsetzung von Gesetzen. Entscheidend ist jedoch die Gesellschaftsordnung, in der die Legislative agiert. Wenn sich das alles bestimmende, ungebremst ausbreitende Kapital auf Menschen, Politik, Wirtschaft, Militär, Soziales, Kulzur und Ökologie negativ auswirkt, sind Auseinandersetzungen ein Mittel der Gegenwehr.

In der Politik steht die Gewalt der "Linken" im Fokus, die auf Neonazis reagiert, in Demonstrationen "Flagge" zeigt und sich auch gegenüber "Sachen" zur Wehr setzt. "Rechte" Gewalt  dagegen wird herntergespielt oder ganz totgeschwiegen. Besonders verachtenswert sind Gewalttaten von Menschen, die aus Hass, Habgier, Neid, Frust, Arroganz und anderen niedrigen Beweggründen anderen Gewalt antun.

Massenproteste sind das probate Mittel, Veränderungen zu erzwingen. Soziale Gerechtigkeit, internationale und nationale Solidarität würde Gewalt den Nährboden entziehen.

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Treff im "Lesecafé" Braustraße 07.03.2019

Bei literarischen Beiträgen und lebhaften Gesprächen mit selbstgebackenem Kuchen, duftendem Kaffee und einem Glas Wein befassten wir uns mit dem Internationalen Frauentag.  Im Mittelpunkt dabei stand der mehr als 100 Jahre dauernde Kampf der Frauen um die soziale Gerechtigkeit, freie Entscheidung über das eigene  Privatleben, ein Bildungssystem, das soziale Nachteile ausgleicht und nicht verstärkt. Diesen Kampf führen wir heute noch, weil :   

  • Frauen für die gleiche Arbeit weniger Lohn erhalten,
  • Berufe, in denen vorwiegend Frauen arbeiten, schlechter bezahlt werden,
  • Frauen überdurchschnittlich von Armut betroffen sind,
  • Frauen in der Politik und in Führungspositionen unterrepräsentiert sind.  

Für 40 Milliarden Frauen weltweit sind viele Rechte nicht selbstverständlich.

 

Heute weilten auch zwei Jubilare unter uns - Johanna Vogt 90 und Karl-Heinz Eilenberger 75 - . Sie umrahmten unsere Veranstaltug kulinarisch.

Pünktlich um 11°°Uhr trafen wir uns am 8. März  - wie jedes Jahr - am Denkmal von Clara Zetkin, der Frau, die wie keine andere für den Kampf um die demokratische und soziale Teilhabe von Frauen steht und die den Internationalen Frauentag ins Leben rief. Wir ehrten Clara mit Blumen und unserem Versprechen, für unser Menschenrecht weiter zu kämpfen.

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Kolonialismus heute

Diesem Thema, das weniger oder nicht im Fokus der Öffentlichkeit steht, widmeten wir uns am 07.02.2019.

Unser Referent, Gen. Max Wegener, der sich umfassend mit dieser Thematik beschäftigt, legte fundiert dar, dass "Expansion einer Gesellschaft über ihren Lebensraum hinaus, Landnahme und Besiedlung" (Definition d. K.) nicht an Bedeutung verloren haben. Die Kontrolle über Ressourcen armer Länder - unter aktiver Mitwirkung der Weltbank - ist Bestandteil der Außen- und Wirtschaftspolitik zur Mehrung des eigenen Wohlstandes. Die damit verbundenen Investitionen verschaffen der dortigen Bevölkerung keine Vorteile. Für ihre Arbeit erhalten  Männer, Frauen und Kinder (!) niedrige Löhne, die nur ein Überleben ermöglichen, die Naturschäden sind unübersehbar, Mensch und Tier sind Giftmüll ausgesetzt. Europa "erpresst" afrikanische Staaten und Standarts beim Abbau / Verarbeitung von Ressourcen, die von diesen nicht geleistet werden können. Qualifizierte Arbeitskräfte werden von Industriestaaten abgeworben. Die imperiale Lebensweise hat sich erhalten. Wir und andere Staaten "ziehen" unseren Wohlstand aus diesen Ländern.

Denken / bedenken tut not !  In der ganzen Gesellschaft !   Begreifen wir endlich : für Menschen und nicht für Kapitalverwertung produzieren, Arbeit muss  der Versorgung und dem guten Leben nützen, nicht der Warenproduktion.

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Ein Jahresauftakt ohne Böller  . . .  dafür mit Kultur im besten Sinne des Wortes.

Franz Sodann, Mitglied des Landtages Sachsen  und kulturpolitischer Sprecher unserer Fraktion, war am 03.01.2019 unser Gast. Wortgewandt, emotional, nachdenklich, fordernd und sympathisch sprach er sowohl über Kunst und Kultur als auch die Gedenk- und Erinnerungspolitik in unserem Land.

Die umfangreiche Kulturlandschaft in Sachsen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Defizite gibt, wie der fahrlässige Umgang mit der NS-Geschichte und die unzureichende Finanzierung von Kultureinrichtungen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für sozio-kulturelle Zentren, Musikschulen, Museen, Orchester, Bibliotheken und Orten der kulturellen Bildung.

Seit seiner Wahl in den Sächsischen Landtag kämpft Franz Sodann gegen die Verwahrlosung der Erinnerungskultur. Als Beispiel führte er an : " Vom Jahresetat für Gedenkstätten werden 85% für 'Aktivitäten' zum Gedenken an die Sowjetische Besatzungszone / DDR und nur 15% für die Erinnerungsarbeit an die NS - Zeit ausgegeben "(?! ). An die 103 früheren Konzentrationslager und 62 Auffanglager in Sachsen wird nur wenig erinnert. Seit 27 Jahren verhindert die sächsische Regierung die Einrichtung einer Gedenkstätte KZ Sachsenburg. Grund : Kein  Geld. Dafür mehrere Millionen Euro für die Einrichtung von Abschiebeunterkünften !  Dem oppositionellen Druck folgend ist der Aufbau einer Gedenkstätte KZ Sachsenburg nicht mehr zu verhindern. Die Arbeit der Sächsischen Gedenkstätten wird überprüft.

Franz Sodann war in den letzen 4 1/2 Jahren unermüdlich in Kultureinrichtungen in ganz Sachsen unterwegs. Persönliche Gespräche mit Kulturschaffenden und spartenübergreifende Diskussionen mündeten in seine Redebeiträge vor dem Plenum und in die Anträge der Links-Fraktion. Nun gibt es für die 5 sächsischen Kulturräume mehr Geld und an einem neuen Kulturraumgesetz wird gearbeitet.

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Jahresausklang zum Nikolaustag

Am 6. Dezember gönnten wir uns, die Mitglieder der AG Senioren, zwei besinnliche Stunden und ließen das Jahr 2018 bei Stolle, Gebäck, Kaffee und einem Schoppen "Roten" ausklingen. Ein kurzer Jahresrückblick, Dank für Verbundenheit und Engagement, Satirisches und Ironisches aus dem Eulenspiegel-Verlag, Impressionen zur Fahrt nach Mala Upa (jährliches Riesengebirgstreffen) und jede Menge Gespräche machten unseren letzten Treff aus.

                                                              Auf ein Neues : 2019 !

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Unser monatlicher Treff, ausnahmsweise am 2. Donnerstag im November,  08.11.2018,  beschäftigte sich mit Geld, konkret mit dem Thema "Wann ist bei Ruheständlern eine Steuererklärung fällig?"

Genn. Elke Gladytz, Schatzmeisterin in unserem Stadtverband, kennt sich bestens auch in dieser Materie aus.

Anschaulich vermittelte sie uns aus dem  "Steuerdickicht"  - mit Beispielen unterlegt -

  • die Ermittlung der Jahres-Brutto-Rente unter Beachtung der jährlichen Rentenerhöhung,
  • die Höhe des Rentenfreibetrages,
  • den sich jährlich ändernden Rentenfreibetrag,
  • was außergewöhnliche Belastungen beinhalten und
  • welche Möglichkeiten der Steuerermäßigungen es gib.    

Alle Fragen - und davon gab es eine Menge - wurden von "unserer Elke" - beantwortet.

Unser Fazit : wenn es auch schwer fällt, unseren steuerlichen Verpflichtungen kommen wir nach.

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In unserer Oktoberversammlung, am 04.10.2018, nahm Genosse Boris Krumnow eine wissenschaftlich fundierte Wertung der Genetik (Vererbungslehre) unter den gegebenen gesellschaftlichen Verhältnissen vor. Thilo Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" diente mehrfach als Nachweis für eine inhumane Beurteilung von Menschen unterschiedlicher Rassen, Geschlechts, sozialer Stellung, Bildung und religiöser Zuordnung. Unverkennbar - auch und vor allem im Zusammenhang mit der Flüchtlingsfrage - werden immer mehr nationalistische Werte hervorgehoben, Armut als Ergebnis unzureichender Intelligenz, Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft charakterisiert und die Verantwortung der Gesellschaft begründet, den Menschen  durch "Steuerung" zu verändern.

In der lebhaft geführten Diskussion wurde deutlich, dass wir uns ein humanistisches Menschenbild erhalten müssen. Jeder Mensch ist es wert, geachtet und respektiert zu werden, Hilfe und Solidarität zu empfangen. Apologeten (Verteidiger reaktionärer Lehren und Istitutionen) wie Thilo Sarrazin brauchen wir nicht.

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Dank auch der aktiven Unterstützung dieser Mitglieder unserer AG Senioren konnte der Mitgliederentscheid pünktlich starten.

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Am 6. September 2018 hatten wir uns das Thema "Der Brexit und seine Folgen" vorgenommen und dazu Gen. Dr. Keith Barlow, gebürtiger Brite und seit Jahrzehnten Bürger der DDR und der BRD, eingeladen.

Unser Referent begründete die historische Rolle Großbritanniens in Europa, die Unzufriedenheit der Briten mit der EU-Politik so: u.a. mit der Privatisierung von Dienstleistungs-Bereichen, der Flüchtlingspolitik und dem Haushaltszwang durch das EU-Parlament. Unübersehbar sind auch Probleme des Marktes und auf dem Gebiet der Arbeitnehmerfreizügigkeit.

Im Juni 2016 votierten die Briten mehrheitlich für den Brexit durch Volksentscheid : also raus aus dem EU-Binnenhandel und der Zoll-Union. Die Brexit-Befürworter prophezeiten ihren Landsleuten ein "goldenes Zeitalter", eine ganz neue Epoche für GB" und "London werde wieder zu einer wahrhaft globalen Handelsmacht", "Land und Leute seien unterwegs zu ungeahntem Wohlstand".

Inzwischen sind Verheißungen dieser Art verklungen. Im Gegenteil : die Beklommenheit der Bürger nimmt zu, die Wirtschaft reagiert negativ. London hält dennoch am Brexit fest!

Bleibt die Frage, wie weiter mit der EU?  Antwort : EU ja, aber mit einer anderen Politik, in der ihre Bürger im Mittelpunkt stehen. Dazu gehören selbstverständlich auch die Menschen, die wegen Krieg, Hunger und Unterdrückung nach Deutschland kommen.

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Bedingungsloses Grundeinkommen

Am 02. August 2018 beschäftigten sich die Mitglieder der AG Senioren mit dem BGE, einer  Idee, die seit Jahren in Deutschland, EU-Staaten und anderswo diskutiert, befürwortet, angezweifelt aber auch abgelehnt wird. Wir wollten mehr als "Allgemeinplätze" erfahren und luden uns die Landtagsabgeordnete, unsere Genossin Juliane Nagel, ein.

Mit dem BGE will die LINKE :

  • die Existenzsicherung und die Teilhabe an der Gesellschaft für jeden Menschen
  • den individuellen Rechtsanspruch eines Jeden
  • die Zahlung des BGE ohne Bedürftigkeitsprüfung und
  • ohne Zwang zur Gegenleistung.

Das BGE ist nur möglich durch Verteilung von "oben" nach "unten". Das notwendige Finanzierungskonzept bleibt die Partei nicht schuldig.

Die Diskussion war - wie anderswo - vielseitig, engagiert und emotional. Ein Ende ist bei uns, wie in der gesamten Gesellschaft, nicht in Sicht.

Fakt ist : die Würde des Menschen , seine Freiheit und Verantwortung für die solidarische Gesellschaftsgestaltung sind "Hintergründe" des BGE..

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Stadtrat Siegfried Schlegel

"Alte" Leipziger interessieren sich für ihre Stadt, in der sie geboren wurden, vor Jahrzehnten zugezogen sind, in der sie gearbeitet und Kultur, Sport erlebt haben, die sie mitgestalteten. Wie es mit ihrer Heimat weitergeht, wollten wir von Siegfried Schlegel, der seit 1990 für die LINKE im Stadtrat und ausgesprochener Bauexperte am 05.Juli 2018 in einer öffentlichen Veranstaltung der AG Senioren wissen.

Das Thema :  Stadtentwicklung : Rückblick und Vorausschau. Schwerpunkte waren Wohnungsbau (mit bezahlbaren Mieten) durch LWB und Genossenschaften, auch in innerstädtischen Ortsteilen, Verzicht auf Verkäufe ganzer Wohnanlagen, Bau von Schulen, Horts, Kitas, Handels- und Kultureinrichtungen, öffentlicher Nahverkehr, Erhaltung "Grüner Oasen" und natürlich Prämissen für das Wohnen im Alter. Leipzig braucht langfristige Konzepte für die ganzheitliche Erneuerung auch unter Beachtung des "Rückzuges" der Braunkohle im Umland.

Mit der Aussage. dass Leipzig eines der attraktivsten "Seenländer" wird und damit Berlin in den Schatten stellt, haben wir einen interessanten Vormittag erlebt.

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Ein kleiner Verein mit einem großen Herzen

Max Schöpe, Schatzmeister des Vereins "Verantwortung für Flüchtlinge" (7 Mitglieder) berichtete in eindrucksvoller Weise über ihr  Engagement in Montenegro, Tirana und Fushe Kosove (Kosovo).

Jedes Jahr zwischen  Weihnachten und Neujahr sind er und seine Vereinsmitglieder mit Spenden in Richtung Süden unterwegs, um denen zu helfen, die von der Gesellschaft in ihren Ländern ausgestoßen, vernachlässigt und übersehen werden. Max schilderte die Situation in einem Flüchtlingslager in der Hauptstadt Montenegros: 2000 Menschen leben seit Generationen auf engstem Raum eingepfercht, ohne fließendes Wasser und fürchterlichen hygienischen Bedingungen. Die mitgebrachte Spende aus Schulsachen und Bekleidung waren für eine Schule und einen Kindergarten bestimmt. Das Kinderheim bei Tirana erhielt eine Spende, um Therapiebehandlungen, Freizeitaktivitäten und Sommerlager zu ermöglichen. In Fushe Kosove (Kosovo) wurden an Roma, die rechtlos und ohne Arbeit ihr Leben fristen, Lebensmittel, Winterbekleidung für Kinder, Medikamente und Brennholz an 55 Familien sowie eine Geldspende übergeben.

Was uns besonders erschütterte, war die Aussage, das Flaschensammeln ( 1kg = 12 ct = ca. 4 € / Tag) für Roma-Familien das Überleben bedeutet. Um den Transport des Leergutes zu den weit entfernten Sammelstellen zu erleichtern, finanzierte der Verein den Kauf eines gebrauchten Traktors.

Über Solidarität zu reden ist wichtig, solidarisch sein ist besser. 70 € spontane Spende waren "unser" Anfang.

Wer spenden möchte :

  • "Verantwortung für Flüchtlinge e. V."
  • Sparkasse Leipzig DE 26 8605 5592 1090 0884 57   WELADE8LXXX  Verwendungszweck : Hilfe für Fushe Kosove / Traktor und Operation

Auch Winterbekleidung für Erwachsene und Kinder wird dringend benötigt.

                                                        Solidarität tut uns gut !

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Am 3. Mai 2018 beschäftigten wir uns in der AG mit dem Thema Digitalisierung mit allen ihren Wirkungen und Auswirkungen. Gen. Dr. Dieter Jahnke, Wirtschaftswissenschaftler und mit der Thematik vertraut, vermittelte uns anschaulich, dass die "digitale Revolution" in vollem Gange und durch nichts aufzuhalten ist. Sie betrifft alle Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens, bewirkt immer schnellere Informationsübertragungen und vor allem Produktivitätssteigerungen durch künstliche Intelligenz. Schon 54% der Menschen haben durch den digitalen Fortschritt Angst um ihre Jobs und befürchten, abgehängt zu werden. Bedenklich ist, dass die soziale Kälte, das Desinteresse am Leben der Mitmenschen proportional zur technischen Entwicklung abnimmt.

Die Politik muss dringend zukunftsträchtige Lösungen schaffen, alle am digitalen Fortschritt teilhaben lassen und den sozialen Frieden sichern.

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200 Jahre Karl Marx

. . .  war unser Thema im April 2018 mit einem Referenten, der wie kein anderer in unserem Stadtverband mit der "Materie" vertraut ist : Historiker Gen. Volker Külow. Überzeugend, lebendig und "detailbesessen" beschrieb er, dass Marx derzeit eine Renaissance erlebt, doch eine Wiederentdeckung seines Erbes aussteht. Für uns ist es wichtig, über die sich ständig verändernde gesellschaftliche Wirklichkeit nachzudenken, sie zu verstehen und nicht einverstanden zu sein mit den herrschenden Ideen, denn sie sind die Ideen der Herrschenden (frei nach K.M.)

Wir brauchen keine Veränderung der kapitalistischen Welt, sondern ihre Veränderung : Klassenwidersprüche können nicht moderiert, sondern müssen aufgelöst werden (Ulrike Eifler, Gewerkschaftssekretärin Hanau).

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Am 01. März 2018 stand der "Internationale Frauentag" im Mittelpunkt unseres Gesprächs. Weil dieser bedeutsame Tag für die Frauenbewegung in der heutigen Gesellschaft immer mehr aus dem Alltag verschwindet, wollten wir etwas dagegen tun. So stellte uns unsere Genossin Edeltraut Bacher das Buch " PartnerInnen " von Elfriede Brüning (08.11. 1910 - 05.08.2014) - eine immer aufrechte Antifaschistin in ihrem mehr als 100 Jahre währendem Leben - vor. Die Schriftstellerin befasste sich in diesem Buch auch mit ihrer eigenen Vergangenheitsbewältigung und kam zu folgendem Ergebnis : Es kommt nicht darauf an, was man ist,  ob  Moslem,  Christ, Jude  oder  Freigeist,   man ist ein Mensch  -  und wer ein Mensch ist, kann nicht schweigen zu dem, was geschieht !

Und darum trafen wir uns am 08. März 2018 auch wieder am Denkmal von Clara Zetkin im Clara-Zetkin-Park.

 

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Boris Krummnow : "Zur Vielfalt der Religionen"

01. Februar 2018

Leipzig wächst. Immer mehr Menschen ziehen in die Messestadt, kommen als Studierende, andere hoffen, nach Flucht vor Krieg, Verfolgung oder wirtschaftlicher Not eine neue, sichere Heimat zu finden bzw. kommen als Touristen, um unsere alte, neue Stadt kennenzulernen.

Damit begegnen wir täglich Menschen mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen, deren verschiedene Wertesysteme wir hinterfragen und gelten lassen sollten. In unserer Februar - Veranstaltung beschäftigten wir uns mit der religiösen und weltanschaulichen Vielfalt in Deutschland. Antwort auf viele Fragen erhielten wir durch einen lebendigen, wissenschaftlich fundierten Vortrag unseres Genossen Boris Krummnow.

Unser Fazit u. a. : Das Hierzulande von Meinungsmachern verbreitete Bild des Islam ist eine oberflächliche Außen- und Draufsicht, weil es wesentliche Merkmale nicht erfaßt.

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Von unserer 1. Veranstaltung am 04. Januar 2018 wünschen wir Ihnen / Euch ein friedliches 2018 bei bester Gesundheit, viel Kraft, Optimismus und ein solidarisches Miteinander.

Zum Thema  sprach Gen. Kay Kamieth. Er bewertete sachlich, kritisch und optimistisch die vielfältigen Wahlkampfaktivitäten zur Bundestagswahl und analysierte deren Ergebnisse insbesondere für Leipzig. Stolz sind wir auf unser Direktmandat in Berlin durch Sören Pellmann.

An Ideen für die weitere Arbeit in und mit  DER LINKEN hat es weder in den Ausführungen noch in der Diskussion gemangelt.

Außerdem wählten wir heute unseren Sprecherrat.

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Unseren Jahresausklang begingen wir am 7. Dezember 2017 in bewerter Weise mit dem Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr und einem geselligen Beisammensein.

Gen. Karl-Heinz Eilenberger bereicherte es mit einem sehenswerten Erlebnisbericht über den letzten Tag der diesjährigen Mala-Upa-Fahrt. Danach wurde es noch einmal ernster, denn unser Vorsitzender blickte mit uns auf den Wahlkampf und besonders die Wahlergebnisse zurück.

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Bis zum 2. November 2017 hat von uns kaum jemand etwas über die "Identitäre Bewegung" gehört, geschweige gewußt. Gen. Volkmar Wölk war für uns der exzelente Interpret in dieser Sache. Die Bewegung entstand in Frankreich und ging in der BRD 2014 aus der Sarrazin-Bewegung hervor. Diese geht von einer geschlossenen "europäischen Kultur" aus, deren "Identität" durch "Islamisierung" bedroht wird. Sie ist eine Spielart des Rechtsextremismus. Von Wissenschaftlern wird die IB dem "radikal rechten Lager" zugeordnet. Seit 2016 wird sie vom Bundesverfassungsschutz beobachtet.

Unsere Veranstaltung wurde sehr aufmerksam von einer 15 - jährigen Schülerin verfolgt, die sich für ein Praktikum beim Stadtvorstand beworben hatte.

Traditionstreffen

in Malá Upá – Tschechien / Riesengebirge 24. bis 27. August 2017

Natürlich gehörte unser großartiger Busfahrer Oliver ganz einfach zu uns. Er steuerte nicht nur den Bus gekonnt, sondern kümmerte sich darüber hinaus liebevoll um die ältesten Mitreisenden. Er versicherte uns, dass er auch die kommenden Fahrten gern wieder am Steuer sitzen würde.

Ein interessanter Vormittag für die Mitglieder der AG Senioren am 01. Juni 2017

Historiker Gen. Volker Külow berichtete über seine umfassenden Recherchen zum 150. Jahrestag des Drucks des 1. Bandes  "Das Kapital" in Leipzig 1867. Diese will er in einem Buch im Frühjahr 2018 in Vorbereitung auf den 200. Geburtstag von Karl Marx veröffentlichen.

Kompliziert waren die territorialen Entfernungen zwischen  Verfasser, Verleger und Druckerei und die technischen Möglichkeiten beim Druck des umfangreichen und inhaltlich komplizierten Werkes. Marx lebte in London, sein Verleger in Hamburg und die Druckerei in unserer "Stadt des Buches". Allen Widerlichkeiten zum Trotz: "Das Kapital" war ab 01.09.1867 verfügbar, erschien in allen Weltsprachen und wurde sogar ins Mongolische übersetzt.

Karl Marx ist auch heute - erst recht - populär und sein Vokabular nicht zu ersetzen.

 

In den über 25 Jahren des Bestehens unserer AG Senioren haben wir uns immer wieder junge Menschen zum Dialog über die unterschiedlichen Themen eingeladen. In unserer Maiveranstaltung hatten wir Maximilian Protzner, 19 Jahre jung, Abiturient, wiedergewähltes Mitglied des Jugendparlaments der Stadt Leipzig und einer der 2 Wahlkampfleiter des Stadtverbandes Leipzig der Partei Die Linke zur Bundestagswahl 2017, zu uns eingeladen.

Er berichtete anschaulich, jugendlich - spritzig und engagiert über seine Arbeit und die der übrigen  19 Mitstreiter im Jugendparlament seit 2014, der 1. Wahl gemäß Beschluss des Stadtrates.

Sein Resümee :

  • Politik ist zäh und kleinteilig;
  • Für motivierte und euphorische Jugendliche ist dieser Prozess gewöhnungsbedürftig und erfordert Geduld.
  • Wir mussten lernen, dass Politik viel Zeit und einen langen Atem braucht, vor allem Gespräche, Diskussionen, Telefonkonferenzen und Schreibarbeit.
  • Die Arbeit im Jugendparlament ist trotz vieler Mühen ungemein lohnend.
  • Wir sind stolz auf das, was wir geschafft haben.
  • Wir machen zum Wohl der Leipziger engagiert weiter.

Unsere Anerkennung und Wertschätzung für die Parlamentsarbeit haben wir Maximilian mit auf den Weg gegeben und selbstverständlich weiterhin viel Erfolg gewünscht.

Veranstaltung am 06.04.2017

Edeltraud Bacher und Karl-Heinz Eilenberger

Heute ging es im wahrsten Sinne des Wortes literarisch zu, sozusagen in 2 Akten.

Im 1. Teil befassten wir uns mit dem Buch "War das die Wende, die wir wollten?" - Gespräche mit Zeitgenossen, die Burga Kalinowski in Worte fasste und Genn. Edeltraut Bacher vorstellte. So kamen z. B. die Schauspieler Peter Bause, Walfriede Schmitt, Jutta Wachowiak, die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin und Wirtschaftsministerin in der Modrow-Regierung Christa Luft, der promovierte Jurist und Anwalt Peter-Michael Diestel oder die Kabarettistin Gisela Oechelhäuser mit der Verfasserin ins Gespräch. Ein Buch zum Streit über Geschichte und Gegenwart. Wir erlebten noch einmal den Salto Mortale unserer Geschichte, sehen die Fehler, aber auch unsere Chancen für die Zukunft. Daniel Rapopoport, Chemiker am Frauenhofer-Institut gibt zu Protokoll: "Ich kann nicht zufrieden sein mit diesen Zuständen, auch wenn es mir gut geht. Ich kann das Bestehende nicht für erhaltenswert erachten wie die Konservativen, die sich nur darum kümmern, dass es vielleicht nicht schlechter wird. Da bin ich im Herzen ein Linker. Ich will die Welt anders." Ein Buch mit Tiefgang.

Im 2. Teil unseres literarischen Vormittags lauschten wir unserem Gen. Karl-Heinz Eilenberger, der uns sein Sonett "Der Mensch" ( eine notwendig anklagende, zeitgemäße Betrachtung) vortrug.

Daraus einige Zitate: "Es ist mir ernst, den Mensch als Mensch zu sehn; ihn zu achten, erstmal unbesehn; ob Farbe, Religion oder Nationalität; für mich erscheint wichtig, ist seine Qualität."  . . .

..."Seit 1990 ist Deutschland 'geeint' in der Welt zurück, sucht sich vom Erden-Kuchen nach imperialistischer Manier, zu Anfang tapsig, aber mit der Zeit immer eleganter, ein wachsendes Stück! Und von der historischen Schuld wird fast nur noch geschwiegen, allenfalls nur ersterbendes intellektuelles Flackern in Sonntagsreden, und weil Meinungsfreiheit, lässt deutsche Macht leise und dabei ohne direkte Konsequenz zu dieser Geschichte, meist unbedeutende, weil das System nicht in Frage stellende kritische Stimmen gackern. Ansonsten seht ihr Deutschland als das Muster der westlichen Welt, zumindest, was jeder Kapitalist davon hält."  . . .

..."Und ja, der einfache Mensch in der EU, Leute der Straße wie Ich und Du müssen wie immer die Zeche bezahlen, außer mit Reisefreiheit kann in der EU niemand mehr prahlen. Das Leben wird von Tag zu Tag teurer, die Armen immer ärmer, dafür die Reichen immer reicher. 'Was ihr Linken immer bloß nörgelt, seht auf das große Ganze, nach und nach bekommt in der EU doch jeder eine Chance! ...Das ist eben Demokratie, da setzt man sich durch, dafür ist man ja frei'. Leider vergisst solche Sichtweise, das Skrupel ein menschlich eigener, und notwendiger Regulator gesellschaftlichen Verhaltens ist, weshalb eigentlich der, welcher Schwächere verdrängt, der Schlechtere ist. Und ehrlich, statt einer EU mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, täte es der Menschlichkeit gut, wir orientierten uns an den Schwachen und seien für sie zum Teilen bereit." . .

..."Es ist den wahren Mächtigen nicht genug, nur immer mehr Reichtum zu raffen, damit dieser Strom nie versiegt, entwickelt jede politische, imperiale Macht ständig neue, perfektere Lügen und perfidere Waffen. Nebebei wird unsere Erde und ihre Resourcen weiter zerstört, solange Profit die Politik wie eine Marionette führt, dieser Zustand garantiert niemals von allein aufhört!" . . .

..."Sag mir Mensch, der Du diese Probleme der Menschheit ähnlich siehst; wird es nicht Zeit, jeden Menschen einfach als Mensch zu sehen und zu achten? Was soll diese Zwietracht, die im Interesse der Aufrechterhaltung eines falschen Systems von denen immer noch und wieder gesät; es dauert nicht mehr lange, dann ist es für alle Menschen zu spät. Schon heute verhungern Millionen Menschen infolge des Klimawandels. Weitere zig Millionen werden durch Kriege und Armut vertrieben. Die Erde wird von unterschiedlichen Interessen weniger Menschen mit Unterstützung der Politik geschleift; warte nicht so lange, bis diese letzte vergiftete Frucht dieser Wenigen, welchen wir alle selbst völlig egal sind, gereift! Such dir Verbündete, dieses Elend der Menschheit zu beenden, quer zu Parteien, Massenorganisationen, religiösen und anderen Verbänden muss es uns weltweit gemeinsam gelingen entgegen dem Mainstream unserer Zeit dieser Meinungsvorherrschaft des Westens zu entrinnen! Mit Ehrfurcht für alles Leben, Demut, Achtung und Würde für jeden Menschen."

 

 

 

8. März 2017 - Treff bei Clara Zetkin zum Internationalen Frauentag

Der Initiative von Clara Zetkin - einer klugen, starken, kämpferischen Frau ist es im Besondern zu verdanken, dass 1911 erstmals dieser Tag in Deutschland, Dänemark, Österreich und in der Schweiz begangen werden konnte, als ein Kampftag vor allem für das Frauenwahlrecht.

Nach den Worten von Clara Zetkin waren die Frauen aufgerufen, "sich an diesem Tag zu erheben und ihren festen Willen zu bekunden, sich unverkümmertes Bürgerrecht zu erobern."

Prägend bis zur Gegenwart ist ihr Engagement und das von Luise Otto-Peters, Eleonore Marx, Rosa Luxemburg und anderen Frauen gegen Zwänge, für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Anerkennung.

Die Revolution der Geschlechterverhältnisse ist unvollendet. Noch immer sind Tätigkeiten zwischen den Geschlechtern ungerecht verteilt. Noch heute verdienen Frauen 21% weniger als Männer in vielen Bereichen trotz gleicher Qualifikation. In der Familie übernehmen im Durchschnitt immer noch die Frauen den großen Teil der Haus- und Pflegearbeit. Der Niedriglohnsektor wächst, in dem besonders viele Frauen sich abrackern und mit dem Geld kaum über die Runden kommen. Sie arbeiten häufiger in unfreiwilliger Teilzeit, was dazu führt, dass vor allem Frauen von Altersarmut betrroffen sind.

Die Linke will eine Gesellschaft, in der Menschen sich frei von Existenzangst und Diskriminierung entfalten können.

  • Wir wollen die Gleichstellung von Mann und Frau.
  • Wir streiten für die Gleichwertigkeit aller Lebensentwürfe, sexueller Orientierungen und gesellschaftlicher Identität.

Lassen wir nicht locker! Biologie muss und darf das Schicksal nicht bestimmen.

 

Gratulation zum 80. Geburtstag

Am 2. März trafen wir uns im Rahmen unserer monatlichen Zusammenkünfte. Dabei wurde uns mitgeteilt, dass unsere Genossin Edeltraud am 13.12.2016 ihren 80. Geburtstag begangen hat. Nachträglich gratulierten wir ihr noch einmal ganz herzlich.

Sozial. Gerecht. Für alle.

Zu unserer Veranstaltung am 02. Februar 2017 waren die Genossen Peter Kurze und Siegfried Lorenz, Vorsitzender und Stellvertreter der Territorialen Initiativgruppe (TIG) Leipzig des Vereins Isor (Initiativgemeinschaft zum Schutze der sozialen Rechte ehemaliger Angehöriger bewaffneter Organe und der Zollverwaltung der DDR e. V.) unsere Gäste.

Seit über 25 Jahren kämpft Isor gegen das Rentenstrafrecht bei der Überleitung der Sonderversorgungssysteme in die bundesdeutsche Rentenversicherung.

Der Gesetzgeber sieht keinen Handlungsbedarf und das Bundesverfassungsgericht will trotz Gutachten und Verfassungsbeschwerden ehemaliger Mitarbeiter des MfS das Rentenstrafrecht nicht beseitigen. Die Verletzung des Grundgesetzes, besonders der Artikel 1 und 3 , bleibt bestehen. Die Kritik des UNO-Menschenrechtsrates in Bezug auf Rentenkürzung als Mittel der Diskriminierung interessiert nicht. Es fehlt der politische Wille und das rechtsstaatliche Engagement zur Herstellung der Rentengerechtigkeit.

Ein Politikwechsel tut not ! Leiten wir ihn im September 2017 ein, damit wahr wird:

                                              Sozial. Gerecht. Für alle.

Die geplante Debatte zum "Schwarzbuch" - kritisches Handbuch zu Aufrüstung und Einsatzorientierung der Bundeswehr - , herausgegeben von der Fraktion DIE LINKE im Bundestag und der Rosa-Luxemburg-Stiftung, mußte leider wegen Terminüberschneidungen ausfallen.

Ein  interessanter Vormittag wurde es am 05.01.2017 dennoch.

Genn. Dr. Barbara Höll, stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbandes Leipzig war unser Gast. Wir nutzten selbstverständlich die Gelegenheit, über ihre erneute Kandidatur für die Bundestagswahl zu sprechen, ihre Motivation für Berlin kennenzulernen. Ihr Credo : für eine starke LINKE : progressiv, gerecht und sozial in und für Leipzig kämpfen.

Wir beschäftigten uns darüber hinaus mit der Strategie unserer Partei zur BTW 2017: "Hoffnung statt Angst". Für eine Zukunft, für die es sich zu kämpfen lohnt. Mit Antworten auf die Frage: Warum DIE LINKE wählen? und dem Nachweis, dass ein grundlegender Politikwechsel not tut und möglich ist.

Die Mitglieder der AG Senioren wünschen allen ein friedvolles Jahr ohne Hetze, Gewalt und Stress - immer und überall -, dafür Menschlichkeit, Solidarität und Hilfe allen denjenigen, die sie so dringend brauchen.

Unser zweiter Gast, Etienne Walch, informierte uns über die endlich kommende Würdigung von Hanns  Eisler in seinem Geburtshaus in der Hofmeisterstraße 14 in Leipzig. Das Projekt  wurde von Genn. Dr. Skadi Jennicke, Kulturbürgermeisterin, intensiv unterstützt.

Viel Beifall erhielt Prof. Dr. Hans-Georg Ebert vom Orientalischen Institut der Universität Leipzig zu unserer Veranstaltung am 03. November 2016.

Unser Thema: " Die aktuelle Entwicklung im arabischen Raum".

Was wir zu dieser prisanten Thematik aus den Medien erfahren, ist eiseitig, oberflächlich, tendenziell oder nicht erwähnenswert - auf jeden Fall  s o  politisch gewollt.

Die Situation in der arabischen Welt spiegelt sich in der Öffentlichkeit  n i c h t  wider.

Was wissen wir von Staaten, die als solche nicht mehr existieren wie Lybien, Jemen, Syrien, Irak und Afghanistan, oder welche Kenntnisse haben wir von Staaten, deren Souverenität nicht mehr vorhanden ist wie im Süd-Sudan oder Irak / Kurdistan.

Vom "arabischen Frühling" ist nichts zu erkennen oder zu hören. Im Gegenteil : die Situation ist desaströs. Die westliche Welt hat diese Situation geschaffen und Deutschland ist mittendrin. Wir liefern Waffen, verteufeln pauschal den Islam, beklagen die Flucht der Menschen vor Krieg, Verfolgung und Hunger nach Deutschland, verunglimpfen Russland und hoffieren die USA.

Wachen wir endlich auf ! Veränderung tut not !

Marco Böhme stellt sich am 6. Oktober 2016 vor

Zur Tradition in unserer 25-jährigen Geschichte gehört, dass wir uns junge Genossinnen und Genossen einladen, die im Jugendverband der Linken, im Studentenrat der Leipziger Universität, im Jugendparlament Leipzigs, in der Rosa-Luxemburg-Stiftung, im Stadtvorstand unserer Partei oder als Landes- und Bundestagsabgeornete bzw. als Mitglied des Stadtparlaments engagiert "linke" Politik machen.

Am 6. Oktober war Genosse Marco Böhme, Mitte 20, Mitglied der Links-Jugend und seit der letzten Landtagswahl in Sachsen Abgeordneter. In Wort und Bild, offen, locker und überzeugend berichtete er über seine Aktivitäten im Wahlkreis, in der Fraktion, in Ausschüssen, Gremien und im Plenum, über seine Teilnahme an Info-Ständen, an Streiks im Lausitzer Kohlerevier oder bei Amazon, über Organisation und Mitwirkung an Kinder- und Stadtteilfesten sowie diversen Veranstaltungen in seinem Abgeordnetenbüro im Leipziger Westen: im "Interim" in der Demmeringstraße.

Er  bewältigt "Berge von Papier", bereitet sich auf Ausschuss- Sitzungen vor, deren Inhalte er sich akribisch erarbeitet, feilt an Dikussionsbeiträgen, die er souverän im Plenum hält und leistet seinen aktiven Beitrag in der Fraktion.

Wir haben einen jungen Mann kennengelernt, der motiviert, rastlos, engagiert und verantwortungsbewusst seinen Auftrag wahrnimmt.

Danke Marco und weiterhin viel Erfolg.

Weltfriedenstag, 1. September 2016

Gast unserer Veranstaltung war Genosse Volkmar Wölk, freiberuflicher Journalist. Er sprach zum Thema: Rechtsextremismus.

Dieser zeigt sich durch

  • rassistische Reden bei Pegida und Co.
  • Bürgerinitiativen gegen Unterkünfte von Geflüchteten.
  • Bürgerwehren unter Beteiligung von Neonazis.
  • Angriffe auf Andersdenkende, Genossinnen und Genossen, alternative und linke Jugendliche, auf Büros der LINKEN, SPD und Grünen.

Rassistische und neofaschistische Gewalt wird "von staatswegen" relativiert. Es gibt keinen Plan und kaum den Willen, rechter Gewalt entgegenzutreten. Im Bereich der extremen Rechten entwickeln sich AfD, NPD und die neuen Neonazi-Parteien wie "Die Rechte" und "Der III. Weg" zur stärksten politischen Kraft. Sie wurden lange als "eurokritische" Kraft verharmlost. Inzwischen ist sie rassistisch, völkisch, menschenfeindlich, nationalistisch, antidemokratisch, antifeministisch und homophober. Die Gesellschaft steht vor einer Zäsur. Konflikte spitzen sich zu, das Land treibt auseinander.

Die LINKE hält Kurs :

verlässlich für alle, die den Rechtsruck nicht mitmachen, die eine menschliche und gerechte Gesellschaft wollen.

 

. . .   und viele  kamen.

Allen Besuchern, Künstlern, Organisatoren und Helfern herzlichen Dank für den gelungenen und ganz tollen Nachmittag.

AG Senioren

7. Juli 2016 "Altersarmut"

Es ist grotesk und menschenverachtend, wenn im  reichen Deutschland immer mehr Alleinerziehende, Kinder, Männer und Frauen mit gebrochenen Erwerbsbiografien und Rentner ihr Leben in Armut fristen müssen. Darum widmeten wir uns in der heutigen Veranstaltung diesem Thema. Fachlich fundiert und engagiert referierte Gen. Dr. Dietmar Pellmann, ehemaliges Mitglied des Sächischen Landtages und sozialpolitischer Sprecher der Links-Fraktion.

Fakt ist : 

Langjährige Unterbrechung im Arbeitsleben nach 1990 führt zu finanziellen Einbußen.

Niedriglöhne und Mini-Jobs verhindern einen existenzsichernden Rentenanspruch.

Die durchschnittliche gesetzliche Rente von Frauen liegt in etwa ein Drittel unter der der männlichen Rentner.

Zur umlagefinanzierten Rente gibt es keine vernüftige Alternative, schon gar keine windigen und unsicheren Methoden der privaten Vorsorge.

Es gibt nach wie vor Rentenungerechtigkeit zwischen Ost und West.

Altersarmut wird, kommt es nicht zu einem dringend notwendigen grundlegenden Politikwechsel, in den nächsten Jahren erheblich zunehmen. Während die gegenwärtig Regierenden in Bund und Land die zu erwartende Entwicklung bewusst in Kauf nehmen, bietet die Linke alternative Konzepte. Eine sozial gerechtere Verteilung des Reichtums von oben nach unten ist dringend geboten. Wir haben es in der Hand, einen Politikwechsel einzuleiten: Mit Protesten,Aktionen und unserer Stimmenabgabe zur Bundestagswahl 2017.

Mehr zum Thema in den Broschüren "Altersarmut, so differenziert wie das Leben" und "Altersarmut auf dem Vormarsch". Sie erhält man beim Landesvorstand Sachsen.

 

 

 

"Das muss drin sein..." 2. Juni 2016

... wurde als langfristige Kampagne - Mai 2015 bis Bundestagswahl 2017 - vom Bundesvorstand der Partei Die Linke beschlossen; der SV Leipzig schloss sich per Beschluss am 22. 05. 2015 mit einer lokalen Umsetzung an. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen u. a. :

  •  Befristung der Leiharbeit
  •  Mindestsicherung; Hartz IV ohne Sanktionen
  •  Arbeitszeitverkürzung
  •  Beseitigung des Personalnotstandes in Krankenhäusern und der Pflege, in Kitas und Schulen
  •  Rentengerechtigkeit
  •  Gemeinnütziger, Sozialer Wohnungsbau

Genn. Marianne Küng-Vildebrand, Sprecherin der AG Betriebe und Gewerkschaft und Kampagne-Sprecherin informierte uns über das vielseitige Engagement wie Infostände zu Mindestlohn (12 € Mindestlohn, um über Sozialhilfeniveau der Rente zu kommen), Unterstützung der Belegschaft von Amazon in ihren Forderungen nach Lohn und Arbeitszeit, Gespräche mit Betriebsrat in Krankenhäusern zum Personalnotstand u. v. m.

Fazit aus den bisherigen Aktivitäten :

  •   Mehr Menschen für Kampf um soziale Gerechtigkeit gewinnen
  •   Klares Bekenntnis aller in unserer Partei :  "Wenn nicht wir, wer dann?"
  •  Gewerkschaften gewinnen
  • - Konsenz finden z. B. zum bedingungslosen Grundeinkommen.

Die AG Senioren  solidarisiert sich mit den Akteuren der Kampagne "Das muss drin sein..."

 

 

 

April-Veranstaltung

In ihr befassten wir uns mit Lenins "Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus" - eine kritische Neuausgabe mit Essays von Dietmar Dath und Christoph Türcke, herausgegeben und kommentiert von Wladislaw Hedeler und Volker Külow.

Letzterer hat uns in eindrucksvoller Weise die akribischen Unternehmungen zur Neuausgabe nahegebracht und Neugier auf das in Kürze erscheinende Werk geweckt. Antworten erhalten wir, was den jüngsten Kapitalismus ausmacht :

  •  die Konzentration und Macht der Monopole
  •  die Banken und ihre neue Rolle
  •  Finanzkapital und Finanzoligarchie
  •  der Kapitalexport
  •  die Aufteilung der Welt
  •  Parasitismus und Fäulnis des Kapitalismus
  •  der Platz des Imperialismus in der Geschichte

 

Veranstaltung Januar

Am 07.01.2016 begrüßten die Mitglieder der AG Senioren Prof. Dr. Ekkehard Lieberam, ehemaliger Professor für Staatstheorie und Verfassungsrecht in Berlin und Leipzig, zu unserer ersten Veranstaltung im neuen Jahr. Unser Thema: Die humanitäre Krise in Griechenland, die offensichtlich aus dem "gesellschaftlichen Gedächtnis" gestrichen wurde. Sie findet in der Öffentlichkeit nicht mehr statt.

Wir erinnern uns:  Im Frühjahr 2010 bewahrten die EU-Staaten und der Internationale Währungsfond (IWF) die griechische Regierung vor der Zahlungsunfähigkeit. Fünf Jahre später und nach zwei Streichprogrammen ist Griechenlands Wirtschaft ruiniert, die Bevölkerung verarmt und der Staat wieder zahlungsunfähig. Drei von 11 Millionen Einwohnern leben in Armut, zusätzlich einer Million Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und anderen Krisengebieten. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 26% und die der Jugendlichen gar bei 50%. Die Jugend hat keine Perspektive. Die Kürzung von Löhnen und Renten geht weiter. Griechenland wird zu Privatisierungen in einem unvorstellbaren Ausmaß gezwungen.

Die EU, die Europäische Zentralbank (EZB), der IWF erpressen die linke Regierung geschlossen und mit einem unbeschreiblichen Zynismus zu humanitären Grausamkeiten. Der Bundesfinanzminister der BRD führt die Riege der Hardliner gegen Syriza an. "Der herzlose, herrische und hässliche Deutsche hat wieder ein Gesicht und das ist das von Schäuble", so Bütikofer, Grünen-Pölitiker.

Griechenland hat einen langen Weg vor sich und setzt viele Fragen linker Politik auf die Tagesordnung. Fakt ist, Veränderungen müssen über soziale Kämpfe erreicht werden - das gilt insbesondere für die Europäische Union.

Reisebericht zum "Traditionstreffen" in Mala Upa, Tschechische Republik, Riesengebirge vom 25. - 28.08.2016

 

 

Genossinnen, Genossen und Antifaschisten aus Berlin, Jüterbog und Leipzig waren - wie jedes Jahr am letzten August-Wochenende - mit Touristik und Kontakt (tuk) Berlin nach Tschechien unterwegs, um am antifaschistischen Riesengebirgstreffen teilzunehmen.

Donnerstag, 25. August 2016

Mit einem modernen Reisebus fuhren wir über Dresden in die "Goldene Stadt Prag."

Die Karlsbrücke, der Hradschin, der Wenzelsplatz und viele sonstige "Juwelen" machen die tschechische Hauptstadt unvergleichlich.

Wir ließen es uns bei einer Dampferfahrt auf der Moldau bei herrlichem Wetter und einem liebevoll hergerichtetem Buffet "gut gehen".

Nachdem wir im Interhotel Olympik Quartier bezogen hatten, trafen wir uns auf der Hotel-Terrasse bei einem tschechischen Bier bzw. mährischen Wein zu  interessanten Gesprächen.

Freitag, 26. August 2016

Nach einem opulenten Frühstück begaben wir uns auf die "Spuren des II. Weltkrieges" nach Rabstein Janska, wo sich im Tal des Kamnitzbaches zwei unterirdische Flugzeugfabriken befanden.

Das unterirdische Labyrinth der Flugzeugfabriken war 4500 m lang. Die Stollen wurden von 1944 -1945 von Häftlingen des KZs Flossenburg in nur 8 Monaten gegraben. In der Umgebung von Janska existierten 2 Lager für Kriegsgefangene und Piloten und 30 Lager für Zwangsarbeiter. Hier waren ganztägig 6000 Internierte und Zwangsarbeiter eingesetzt. Ab 1942 baute die Firma Weserflugzeugbau Bremen hier Junkers, Messerschmidt, Teile von Flugzeugen und komplette Hubschrauber. Sie produzierte unter dem Namen "Zechstein" und unter perfekter Tarnung.

60 Jahre waren die unterirdischen Gänge nicht zugänglich. Heute werden die Stollen von einer 4-köpfigen, enthusiastischen und geschichtsbewussten Familie als Ausstellungsort genutzt und gestaltet - ohne jegliche finanzielle Unterstützung von Politik und Wirtschaft.

In mühevoller Kleinarbeit werden insbesondere von Vater und Sohn Peschek Überreste von Flugzeugkatastrophen (Testflüge) im Gebiet der Böhmischen Schweiz zusammengetragen, ausgestellt und interessierten Besuchern erklärt. Damit wird den Häftlingen und Zwangsarbeitern in Wort und Bild Achtung und Respekt gezollt.

Herr Vladimir Peschek, der uns durch die Stollen führte, war über unseren Besuch, unser Interesse und unsere Spende erfreut.

 

Unser Erleben veranlasste unsere Genossin Irene Birke spontan zu folgendem Gedicht.

Am Nachmittag gönnten wir uns eine längere Fahrt durch das wunderschöne Riesengebirge mit einer Rast in einer "urigen" Ausflugsgaststätte.

 

 

 

Schließlich nahmen wir Kurs auf Trutnov, dem früheren Zentrum der böhmischen Garnindustrie und "Perle des Riesengebirges".

Im Hotel Patria wurden wir - wie jedes Jahr - bereits erwartet.

Samstag, 27. August 2016

Tschechische, polnische und deutsche Antifaschisten trafen sich um 10°°Uhr zum traditionellen Riesengebirgstreffen,das 1922 zum 1. Mal stattfand und an dem 1927 Ernst Thälmann teilnahm.

Die Teilnehmer am Treffen eint der Kampf gegen "rechts" in allen Schattierungen, das Bemühen, um Kriege zu vermeiden, das Streben nach sozialer Gerechtigkeit, der Ausbau der internationalen Solidarität, der Wunsch nach enger Zusammenarbeit zwischen Tschechen, Polen und Deutschen.

Unsere gemeinsam gesungene "Internationale" war nicht zu überhören.

 

Anschließend fuhren wir in das 15 km von Trutnov entfernte "Tollhaus der Natur" - so benannt vom Forschungsreisenden J. F. Reichardt.

Gemeint sind die bizarren Sandsteingebilde in der Adersbacher Felsenstadt.

Sie sind die Reste eines mehr als 20 km² großen Felsplateaus. Enge Schluchten, Höhlen, Wasserfälle, ein kleiner See und immer wieder die von den Launen der Natur gestalteten Steinformationen kennzeichnen diesen abenteuerlichen Felsengarten, zu dessen Ruhm bereits Goethe mit enthusiastischen Berichten beigetragen hat.

 

20°°Uhr trafen wir uns mit tschechischen Genossen zum traditionellen Freundschaftstreffen, auf dem eine größere Spende für die politische Arbeit der KSCM, Kreis Trutnov, von den Leipzigern übergeben werden konnte.

Sonntag, 28. August 2016

Koffer packen, frühstücken, Abreise in die Heimat bei herrlichem Sonnenschein, guter Stimmung und einem Gefühl der Zusammengehörigkeit Gleichgesinnter.

Wir freuen uns auf ein Wiedesehen 2017.

Bis dahin allen Teilnehmern gute Gesundheit,viel Optimismus und einen nie versiegenden Kampfgeist.

Herzliche Grüße den Antifaschisten und Genossen aus Nürnberg.

 

Alle, deren Herz im wahrsten Sinne des Wortes "links" schlägt und die schon etwas älter sind, sind in unserer AG Senioren recht herzlich willkommen.




Treffen der AG Senioren

Jeden 1. Donnerstag im Monat, 9:00 Uhr Liebknecht - Haus Braustraße 15.

Sprecherrat der AG seit 04. Januar 2018

wiedergewählt:

  • Maria Wendt
  • Udo Schwarz
  • Eva Firesch
  • Annegret Köhler 

Erstwahl:

  • Ursula Kleinhenz

 

Aus ihrer Mitte bestimmten sie Genn. Eva Firesch zu ihrer 1. Sprecherin.